>
<
takt-Eingang takt@takt.de Eingang: Roter-Kalender
Juni Eingang
Eingang 1.Juni, 2.Juni, 3.Juni 4.Juni,5.Juni, 6.Juni, 7.Juni, 8.Juni, 9.Juni, 10.Juni, 11.Juni, 12.Juni, 13.Juni, 14.Juni, 15.Juni, 16.Juni 17.Juni, 18.Juni, 19.Juni, 20.Juni, 21.Juni, 22.Juni, 23.Juni, 24.Juni, 25.Juni, 26.Juni, 27.Juni, 28.Juni, 29.Juni, 30.Juni ,31.Juni

1. Mai ...

1. April ...

1. März ...

1. Feb ...

1. Jan ...

1. Dez ...

1. Nov ...

1. Okt ...

1. Sept ...

1. Aug ...

1. Juli ...

1. Juni ...

1. Mai ...

Für die soziale Revolution im Spätsommer ...

 

30.07.2010 Keine Zukunft der Lohnarbeit in der Deutschland AG - und zahnlose gewerkschaftliche "Sozialpartner".

Der Niedriglohn und die Weltmarktanpassung liegt im Kapitalinteresse.

Von Reinhold Schramm

Gegenüber 1998 ist die Zahl der gering Verdienenten um 2,3 Millionen gestiegen und lag im Jahr 2008 offiziell bei 6,55 Millionen Beschäftigte. Ein steigender Anteil der Niedriglohnbeschäftigten in Deutschland verdient weniger als 50% des Medianlohnes. [1]
Auch bei einer gesetzlichen Einführung eines "Mindestlohnes zwischen 5,93 € und 9,18 € pro Stunde" befindet sich die zukünftige Altersrente - auch nach 45 Jahren in abhängiger Lohnarbeit und differenzierter Ausbeutung - auf dem Niveau der Grundsicherung von derzeit max. 676 Euro (minus/plus-Fortschreibung der Rentenanpassung?). [2]

In Frankreich war der Niedriglohnanteil im Jahr 2005 mit 11,1% nur halb so hoch wie in Deutschland. In Dänemark war (noch) jeder elfte Beschäftigte von Niedriglöhnen betroffen (8,5%). In beiden Ländern ist die Tarifbindung deutlich höher als in Deutschland. Selbst in Dänemark versteht sich die Administration der Bourgeoisie (noch) als "Sozialpartner" und es gibt keine gesetzlichen Lohnuntergrenzen, aber die vereinbarten Lohnuntergrenzen sind im internationalen Vergleich besonders hoch und es gibt eine sehr hohe Tarifbindung (Anm.: Die europäische Differenz der Ausbeuter und Ausbeutung zur historischen Germania AG).

Die Niedriglohnschwelle in Westdeutschland liegt bei 9,50 Euro - und damit die Altersrente bei Lohnarbeit unterhalb dieser Lohnschwelle auf dem max. Grundsicherungsniveau. Die Niedriglohnschwelle in Ostdeutschland liegt bei 6,87 Euro - damit die (kontrollierte) Altersrente auf Hartz-IV-Niveau (Regelleistung, begrenzte Miete und Heizkosten).
Im Jahr 2008 hatten in Westdeutschland rund 21% und in Ostdeutschland rund 20,1% der Beschäftigten Arbeitslöhne unterhalb der jeweiligen Niedriglohnschwelle (9,50 bzw. 6,87 Euro-Std.). - Der Anteil der Menschen im Niedriglohnbereich ist seit 2008 zunehmend steigend in der Deutschland AG.

Merke: Ohne Kampf und Aufkündigung der spezialdemokratischen "Sozialpartnerschaft" - auch der deutschen Gewerkschaften - gibt es keine Umkehrung und keine auskömmlichen Arbeitslöhne!


Quellen: [1] IAQ - Institut Arbeit und Qualifikation, Universität Duisburg-Essen. IAQ-Report: Niedriglohnbeschäftigung 2008.
Stagnation auf hohem Niveau - Lohnspektrum franst nach unten aus.
http://www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2010/
report2010-06.php
IAQ-Report.pdf 2010-06. Niedriglohnbeschäftigung 2008. Von Thorsten Kalina und Claudia Weinkopf.
http://www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2010/
report2010-06.pdf
[2] Lohnverzicht reduziert die Altersrente und erhöht die Kapitalvermögen der deutschen Bourgeoisie und Administration.
http://www.labournet.de/diskussion/wipo/rente/
verzicht.pdf

Bleibt vieles beim Alten
Bertolt Brecht, "An die Nachgeborenen"
Dauerten wir unendlich
So wandelte sich alles.
Da wir aber endlich sind