<
takt-Eingang >
Roter Kalender
Mai Eingang

13.04.2010
Transnationale Medienkampagne
Der Präsident Nicaraguas
und Vorsitzende der Sandinistischen Befreiungsfront (FSLN), Daniel Ortega, hielt beim Treffen linker Parteien Zentralamerikas und der Karibik in Managua am Sonnabend eine Rede, in der u. a. ausführte:

Die großen regionalen und transnationalen Massenmedien stehen im Dienst der Tyrannei des globalen Kapitalismus, des Imperialismus in seinen verschiedenen Ausdrucksformen. Mit aller Gewalt richten sie sich gegen das kubanische Brudervolk, und mit aller Gewalt richten sie sich gegen das venezolanische Brudervolk. Ich würde sagen, daß es derzeit das große Ziel des Imperiums in der Region ist, den Eckpfeiler zu sprengen, den die lateinamerikanische Revolution mit Kuba hat. Dieses Ziel haben sie seit Jahren verfolgt und betreiben es nun mit größerer Kraft. Wer? Die Imperien, die Europäer und die Vereinigten Staaten.

Das sind dieselben, die sich raubend, ausplündernd, mordend nach Afrika, Asien, Lateinamerika ausgedehnt haben und die vor die Internationalen Strafgerichtshöfe gehören. Sie sind es, die verurteilt werden sollten. Sie sind es, die die Herrschaft über eine Nation, ein kämpferisches, mutiges heldenhaftes Volk, das Volk von Puerto Rico, aufrechterhalten, und sie ziehen alle Register, die sie haben, um zu versuchen, die kubanische Revolution zusammenbrechen zu lassen. Das sehen wir.

Während 30 Patrioten des saharauischen Volkes im Hungerstreik sind und eine gerechte Sache verteidigen, was sagen darüber die Medien? Was sagen die transnationalen Medienkonzerne? Kein Wort. Aber wenn in Kuba ein Verbrecher in den Hungerstreik tritt, machen sie ihn zu einem Patrioten, und wenn er stirbt, machen sie ihn zu einem Helden. Seht, was für ein Unterschied!

Stellen wir uns vor, 30 Leute würden in Venezuela in einen Hungerstreik treten, 30 Verbrecher gegen die Bolivarische Revolution – was wäre das dann für ein Skandal. Oder 30 hier in Nicaragua. Aber da es in der Arabischen Republik Sahara ist, stehen sie nicht auf dem Plan, und sie können auch nicht auf dem Plan der Imperialisten stehen, denn diese interessiert die Unabhängigkeit der Arabischen Republik Sahara nicht. Das ist das Schicksal dieser Patrioten.

Diese Nachricht von den 30 Patrioten im Hungerstreik ist in Nicaragua nicht bekannt. Die anderen Nachrichten werden verbreitet, aber von den Patrioten im Streik wird kein Wort gesagt. Und im Angesicht dieser streikenden Patrioten gilt, was Fidel über jene Patrioten, jene Helden des Kampfes für die Unabhängigkeit Irlands sagte, als diese in den Hungerstreik traten und einer nach dem anderen starb.

Aber das ist die Hoffnungslosigkeit des Imperiums. Das Imperium hat in Kuba ganz einfach keine Patrioten, also bleibt ihm nichts anderes übrig, als auf die Verbrecher zurückzugreifen. Wenn morgen hier oder auch in Venezuela in den Gefängnissen fünf Verbrecher in einen Hungerstreik treten, dann werden diese zu Helden und Patrioten erklärt.

Das ist der Kampf, den wir führen, und deshalb ist es so wichtig, noch aktiver unsere Solidarität mit dem Kampf des Volkes von Kuba zu üben, mit dem Kampf des venezolanischen Volkes, mit dem Kampf des saharauischen Volkes, mit dem Kampf des palästinensischen Volkes, des iranischen Volkes, des libyschen Volkes, mit dem Kampf des honduranischen Volkes, mit dem Kampf des Volkes von Puerto Rico und aller anderen Inseln, die hier angesprochen wurden.

Übersetzung: André Scheer

takt@takt.de
1Mai 2Mai 3Mai 4Mai 5Mai 6Mai 7Mai 8Mai 9Mai 10Mai 11Mai 12 Mai 13Mai 14Mai 15Mai 16Mai 25Mai 26Mai 27Mai 28Mai 29Mai 30Mai 31Mai 32Mai

1. Mai

1. April


1. März

1. Feb

1. Jan

1. Dez

1. Nov

1. Okt

1. Sept

1. Aug

1. Juli

1. Juni

1. Mai



Hoch die internationale Solidarität