| > | |||||||||||||||||
| < | |||||||||||||||||
| Mai Eingang | |||||||||||||||||
| Roter Kalender | |||||||||||||||||
| takt@takt.de | |||||||||||||||||
| 1.März 2.März 3.März 4.März 5.März 6.März 7.März 8.März 9.März 10.März 11.März 12.März 13.März 14.März 15.März 16.März 17.März 18.März 19.März 20.März 21.März 22.März 23.März 24.März 25.März 26.März 27.März 28.März 29.März 30.März 31.März | |||||||||||||||||
Mit Kunst den Kampf gewinnen -
Mit dem Geist vom jungen Klaus
gegen die Hartz IV Macher
- Keine
Stimme den Hartz IV Parteien - Nie mehr - Hartz
IV ist Armut per Gesetz - Hartz IV muss weg! - Anti-Hartz-IV Plattform
Saar 3.
März 2010 - Nicht einmal jeder zweite Anspruchsberechtigte
“stockt auf” Die Verteilungsforscherin stützt sich für ihre Berechnung auf Daten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP). Aus ihnen ergibt sich, dass in den letzten Jahren auf 100 Vollzeitbeschäftigte, die ihren Anspruch auf ergänzende Grundsicherung geltend machten, etwa 120 Menschen mit Vollzeitjob kamen, die das nicht taten. Diese unbefriedigenden Verhältnisse seien weiterhin verbreitet. Insgesamt sei durch die Hartz-IV-Reform die Dunkelzifferquote der Armut “nicht gesunken” , resümiert Becker auf Basis älterer Untersuchungen, die sie zusammen mit Prof. Dr. Richard Hauser für die Armuts- und Reichtumsberichte der rot-grünen Bundesregierung gemacht hatte. Als zentrale Gründe für den Verzicht auf staatliche Unterstützung nennt die Forscherin neben mangelnder Informiertheit über Ansprüche auch Scham, durch Hartz IV stigmatisiert zu werden, oder die Scheu, sich mit dem komplizierten Antragsverfahren auseinanderzusetzen. Dass die betroffenen Menschen trotz ihres niedrigen Erwerbseinkommens und ohne staatliche Ergänzung einer Vollzeittätigkeit nachgehen, stehe in “auffallendem Kontrast” zu Thesen über negative Arbeitsanreize der staatlichen Grundsicherungszahlungen, so Irene Becker. Offenbar scheine breiten Schichten das Bedürfnis nach Eigenständigkeit, Anerkennung und einer längerfristigen Lebensperspektive wichtiger zu sein als das wirtschaftliche Kalkül, folgert Becker. Dr. Claus Schäfer, Leiter des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen
Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung, hält es angesichts
eines weiter wachsenden Niedriglohnsektors für problematisch, die
Hinzuverdienstgrenzen beim Arbeitslosengeld II anzuheben. Das würde
die Anreize für Arbeitgeber steigern, die Löhne noch weiter
zu senken. Hartz IV funktioniere in Kombination mit Niedriglöhnen
schon jetzt wie “ein verstecktes Kombilohn-Programm” zugunsten
der Arbeitgeber, erklärt Schäfer. In einer gemeinsamen Studie
analysierten die Forschungsinstitute der Hans-Böckler-Stiftung bereits
2006 verschiedene Kombilohnprogramme und kamen zu einem skeptischen Schluss
– “wegen erwiesener Wirkungslosigkeit”,für die
Beschäftigung und hoher Kosten für den Staat. Als bessere Alternative
nennt Schäfer einen gesetzlichen allgemeinen Mindestlohn. Dieser
“würde die Subventionierung nicht Existenz sichernder Löhne
erheblich eindämmen.” Ergänzend sei aber auch eine Erhöhung
der Hartz IV-Leistungen nötig, wie es das jüngste Urteil des
Bundesverfassungsgerichts nahe lege. Denn im Fall von Familien hätten
diese Leistungen die Aufgabe, den Bedarf insbesondere der Kinder zu sichern,
den Löhne – auch Mindestlöhne – als individualbezogenes
Entgelt nicht immer decken könnten. |
|||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||