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SPD ist fertig – Kein Silberbesteck mehr im Kasten, nur noch rostige Nägel im Angebot.

Von Bernd Rausch 2009

Die SPD ist am Ende. Eine Partei, die alles rausgeworfen hat, was sie jemals besaß (z.B. Ideen von sozialer Gerechtigkeit) hat nur noch rostige Nägel im Angebot. Die Ideen der Sozialdemokraten könnten blasser nicht sein. Das Hartzer-Führungstrio ritt frohgemut nach Waterloo zum Finish. Immer, wenn Wahlkampf ist, versuchte die SPD sich ihrer Wurzeln bewusst zu werden, doch diesmal stellten sie fest, das geht nicht mehr. Aus dem einst kräftigen Baum der Sozialdemo-
kratie haben die Schröderianer längst Brennholz gemacht. Die SPD ging völlig geschreddert (geschrödert) in den Wahlkampf. Sie hat viel von ihrem Klientel an die Linke verloren - und noch immer nicht begriffen, dass das verlorenes Vertrauen weg ist. Die vielleicht wichtigste Frage einer Gesellschaft, die der sozialen Gerechtigkeit, wurde so zum Wahlkampf-Krampf. Hartz IV muss weg, oder ?

Kampf den

Sozialstaatszerstörern der SPD

Weg mit Hartz IV

Weg mit der Riester Rente

Weg mit der Rente mit 67

1. Jan ...

1. Dez ...

1. Nov ...

1. Okt ...

1. Sept ...

1. Aug ...

1. Juli ...

1. Juni ...

1. Mai ...

7.01.11 Lobby-Aufgabe der Bundesregierung in Fortsetzung: Rekordabzüge bei vorzeitiger Rente

Nur 20,1 Prozent erreichen aus einer regulären Arbeit die Altersrente mit 65.

Von Reinhold Schramm

Jede zweite Frau und rund 40 Prozent der Männer gehen vorzeitig in Rente und erhalten damit eine drastische Rentenkürzung. Hintergrund sind vor allem die schlechten Beschäftigungschancen für ältere Menschen.

Laut Statistik für das Jahr 2009 gingen insgesamt 41,2 Prozent der Männer und 48,7 Prozent der Frauen vorzeitig in Altersrente. Trotz des gesetzlichen Rentenalters von 65 Jahren liege für das Jahr 2009 ein tatsächliches Eintrittsalter bei 63,2 Jahren. - Anmerkung: Wer hat hier wohl erneut für die Manipulation der Öffentlichkeit die Zahlen gefälscht? Nach anderen Zahlen und Angaben liegt das durchschnittliche Renteneintrittsalter bei 60,5 Jahren. -

"Durchschnittlich" zogen Männer den Rentenbeginn um fast drei Jahre vor - um 32,8 Monate. Damit bekamen die Betroffenen im "Durchschnitt" 127,44 Euro weniger Rente im Monat, als bei einem Eintritt mit 65. "Durchschnittlich" bekamen die Männer nach den Abzügen 1060,28 Euro Rente ausgezahlt. Dies wären für 2009 die höchsten Abzüge der vergangenen fünf Jahre. Nur im Jahr 2003 waren die durchschnittlichen Rentenabzüge mit rund 130 Euro noch höher gewesen. -

Ob auch bei der ausgezahlten Rente noch die Abzüge für die Krankenversicherung und Pflegeversicherung berücksichtigt wurden? - dies geht aus dem Bericht nicht hervor. Entfernen wir aus der offiziellen Rentenstatistik die Rentenanteile der so genannten Gutverdiener, so reduziert sich für die Mehrzahl aller Rentenansprüche auch die tatsächliche "Durchschnittsrente" - für Männer und Frauen. -

Stark gestiegen ist der Anteil von Frauen, die vorzeitig in Rente gehen. Im Jahr 2000 waren es noch 16,3 Prozent, zehn Jahre später sind es 48,7 Prozent (- im Jahr 2010)! - Merke: Der Anteil der Menschen in vorzeitiger Verrentung erhöht sich und gleichzeitig setzt die Lobby-Bundesregierung und Parlamentsmehrheit das Renteneintrittsalter auf 67 - nach oben!

Im Bericht heißt es falsch: Die Frauen würden "Durchschnittlich" auf 105,35 Euro im Monat "verzichten". Richtig ist: Sie verzichten nicht freiwillig, ihnen wird ein Teil der Rente - in Fortsetzung - geraubt. Die Rente der Frauen liegt im "Durchschnitt" nur bei 621,60 Euro! Damit unterhalb der geringen gesetzlichen Grundsicherung, analog dem offenen Hartz-IV-Vollzug bzw. der Sozialhilfe. Dies, insbesondere bei Menschen im Niedriglohn - auch nach mehr als 45-Vollzeit-Arbeitsjahren!

Frauen die bereits mit 60 Jahren in Rente gehen oder aus gesundheitlichen Gründen und Arbeitslosigkeit gehen müssen, erhalten einen Rentenabzug von 18 Prozent. Männer die frühestens mit 63 Jahren in Rente gehen oder gehen müssen, erhalten dann einen Rentenabzug von 7,2 Prozent (plus Abzüge für Kranken- und Pflegeversicherung).

Im Bericht heißt es (vorsätzlich verschleiernd): "Warum so viele Menschen unter Verlust vorzeitig in Rente gehen, ist aus der Statistik nicht ersichtlich." Und: "Allerdings fehlen auch oft die Beschäftigungschancen."

Mehr Klarheit bringt der 'unpolitische' Bericht in seinen folgenden Ausführungen: So gingen 2009 nach der Statistik der Rentenversicherung nur 20,1 Prozent der Menschen aus einer versicherungspflichtigen regulären Arbeit in Altersrente. (Merke: Nur 20,1 % in Rente ab 65! - aber demnächst Rente mit 67 und 70 und ...) Weitere 16 Prozent kamen aus der Altersteilzeit. 16,5 Prozent bezogen vor der Rente staatliche Unterstützung, 8,3 Prozent hatten nur eine 400-Euro-Arbeit. 34 Prozent der Neurentner waren unmittelbar zuvor "passiv Versicherte" ohne Beitragszahlungen.


Leser-Kommentar: "Bin jetzt 30 Jahre alt und müsste noch schlappe 35 Jahre (durch 3-Schicht) schaffen. Arbeiten wir dann bis 75, um die Rentenzahlungen noch gewährleisten zu können? Oder bekommen wir dann alle das selbe, außer die hohen Damen und Herren unserer Regierung?"


Quelle: dapd, t-online.de - am 04.01.2011: "Rekordabschläge bei vorzeitiger Rente".
http://altersvorsorge-rente.t-online.de/rente-rekordabschlaege-bei-vorzeitiger-rente/id_43921922/index

(Keine) Empfehlung:
Lohnverzicht reduziert Altersrente.
Verzicht auf Arbeitslohn und verzicht auf Lohnkampf reduziert die Altersrente und erhöht die Kapitalvermögen der deutschen Bourgeoisie, Administration, Lobby-Bundesregierung und Parlamentsmehrheit - des BDI-BDA-Banken-Kapitals.
http://www.labournet.de/diskussion/
wipo/rente/verzicht.pdf

Bild: Bernd Rausch