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Keine Linken in Die Linke, weder im saarländischen Landtag noch im Fraktionsvorstand der Partei.
Die machen alles, nur nicht notwendige Opposition

Die Fraktion von Die Linke hat den realpolitischen Kurs mit ihren weiteren Entscheidungen für den Fraktionsvorstand (9.10.09) unterstrichen. Von 14 Plätzen im Fraktionsvorstand ging keiner an ein Mitglied des linken Parteiflügels, auch die größte Landesgruppe NRW mit 11 Abgeordneten ging leer aus, aber mindestens sieben Mitglieder, also die Hälfte der Mitglieder des Fraktionsvorstands gehören zur äußerst rechten Parteiströmung "Forum demokratischer Sozialismus" oder stehen diesem inhaltlich nahe.

Kampf den

Sozialstaatszerstörern der SPD

Weg mit Hartz IV

Weg mit der Riester Rente

Weg mit der Rente mit 67

Bild: Bernd Rausch

24.1.2011 Arbeitslose Akademiker: Freunde mieden sie - Hartz IV machte ihnen selbst Angst (In: Die Zeit)

von Reinhold Schramm

Arbeitslose Akademiker im offenen Hartz-IV-Vollzug.
Mehr als 34 Prozent der Arbeitslosen leiden unter psychischen Störungen.

"Schon wenn sich die Sucharbeitslosigkeit über ein halbes Jahr oder länger hinzieht, treten erste psychische Probleme auf", sagt Karsten Paul, Arbeitspsychologe an der Universität Erlangen. Er hat die Auswirkungen der Arbeitslosen auf die Gesundheit untersucht. Das Ergebnis ist erschreckend. 34 Prozent leiden unter klinisch relevanten psychischen Störungen, unter Erwerbstätigen nur 16 Prozent
diese Symptome, heißt es im Bericht von Sarah Elsing. [1]

Ein Kommentarauszug: "Für mich war die Beobachtung in meinem Bekanntenkreis 1994, dass Studenten trotz bester Leistungen in Arbeit und Zeugnis des Diploms nicht nur danach arbeitslos wurden, sondern gleich Sozialhilfe beantragen mussten, einschließlich den Stigmata einer ahnungslosen Gesellschaft, der ausschlaggebende Anlass für ein genaueres und kritischeres Hinschauen. Dass es damals keine Schlagzeile wert war, lag nur an eben diesen Zuordnungen eigener Schuld und geringeren Masse der Sozialhilfe-Empfänger. Schon damals war dies aber nicht in Ordnung. Nur ist es heute viel schlimmer, weil das zur Verfügung stehende Geld nicht vergleichbar ist." [1] -
Anm.: Um die Arbeitslöhne im unteren sozialen Keller zu halten, müssen die Herrschenden, in ihrer kapitalistischen Gesellschaftsordnung und/ bzw. analogen "Sozialen Marktwirtschaft", auch die sozialen Reproduktionsleistungen in der bestehenden Reichtumsgesellschaft absenken; - zugleich: diesen menschenfeindlichen Zustand in der bestehenden Gesellschaftsordnung über die differenzierte gesellschaftspolitische 'Verbildung und Erziehung der Bevölkerung und über die geistig-psychologische Manipulation der Mehrheit rechtfertigen.

Persönlicher Nachtrag zur Arbeitslosigkeit der AkademikerInnen: Heute trifft es auch Menschen mit (zweifachen) Facharbeiterabschluss und Meistertitel, auch nach mehr als 35-Vollzeit-Arbeitsjahren! In Folge gibt es von der Arbeitsagentur auch Stellenangebote in 40-Std.-Vollzeit für nur 42 Prozent des Tariflohnes (1200-Euro-Brutto bzw. 850-Euro-Netto - analog „1-Euro-Job“, nur für 40-Std., statt 30-Wo.-Std.-H.IV) für die Tätigkeit als Meister und Projektleiter. Dabei lag mein ALG I. bereits bei 982 Euro. - Die vorausgegangene Vollzeitanstellung - im befristeten Zeitvertrag im Martin-Gropius-Bau Berlin als Techn. Mitarbeiter - wurde auch nur mit 62 % des 'mündlich' vereinbarten Lohnes bezahlt. - Im "befristeten" Arbeitsvertrag der KBB GmbH (auch zuständig für MGB Berlin) lag die Einstufung um vier Gehaltsgruppen tiefer. Im Alter von 54/55 unterschreibt man -auch bei der Arbeitssuche- seinen sozial-finanziellen 'Abstieg'. - Auch aktuell befindet sich der Autor noch im offenen Hartz-IV-Vollzug.

Eine notwendige Anmerkung - nicht nur - für arbeitslose AkademikerInnen: Nur in der gemeinsamen Überwindung und Aufhebung der bestehenden 'freiheitsfeindlichen und 'demokratiefeindlichen - kapitalistischen und imperialistischen Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland finden wir, - ob AkademikerInnen, FacharbeiterInnen, Menschen in differenzierter Lohnarbeit oder Erwerbslosigkeit, SchülerInnen und StudentInnen, Menschen mit Behinderung und/oder mit/ohne berufliche Qualifikation, Junge und Alte: Kinder und Jugendliche, Frauen und Männer, - die sozial-ökonomisch-ökologische Problemlösung und Emanzipation. (R.S.)

Quelle: Zeit-Online - am 21.01.2011. Arbeitslose Akademiker.
Eine Krise, die fürs Leben prägt. Von Sarah Elsing.
www.zeit.de/2011/04/C-Geisteswissenschaftler?page=2