Romantischer Fachwerkhof"
Dokument, 03.11.2011 – aus: welt online
BKA-Beamte wohnen in bekanntem Neonazi-Hotel

Das Hotel "Romantischer Fachwerkhof" ist ein Treff für Rechtsextreme und wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Ausgerechnet hier quartierten sich BKA-Beamte ein
Eine Initiative gegen Rechts will Aufklärung, ob das Bundeskriminalamt während des Papstbesuches Polizisten bewusst in einem Rechtsextremisten-Treff untergebracht hat. Es sei skandalös, wenn sich das BKA ausgerechnet im „mit Abstand meistbesuchten Neonazi-Veranstaltungsort in Thüringen“ einmiete, erklärte die mobile Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus (Mobit) in Erfurt.

Bild: Marcel Mack, Kolzo

Die Initiative reagierte damit auf einen Bericht des MDR Thüringen. Demnach wurden Personenschützer des BKA während des Papstbesuches im September in einem Hotel in Kirchheim (Ilmkreis) untergebracht, das seit Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet wird.


Haushalterische und reisekostenrechtliche Gesichtspunkte

Dem BKA lagen dem Bericht zufolge vor der Buchung keine Informationen zu dem Hotel vor. Bei der Auswahl hätten haushalterische und reisekostenrechtliche Gesichtspunkte eine Rolle gespielt. Die Buchung des Hotels "Romantischer Fachwerkhof" sei wie in solchen Fällen üblich vom Bundesverwaltungsamt veranlasst worden. Das Thüringer Innenministerium war nach eigenen Angaben mit der Unterbringung in Kirchheim "nicht befasst“.

In dem Fachwerkhof finden laut MDR regelmäßig Neonazi-Konzerte statt, zu denen Rechtsextremisten aus ganz Deutschland anreisen. Zudem hielt die Thüringer NPD dort bereits Parteitage ab – auch die DVU nutzte das Hotel bereits häufiger.

„Die Unterbringung von BKA-Beamten in einem Neonazi-Hotel ist ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die sich tagtäglich gegen Neofaschisten zur Wehr setzen“, kritisierte die innenpolitische Sprecherin der Linke-Bundestagsfraktion, Ulla Jelpke. Hier sei mit Bundesmitteln ein „Nazi-Stützpunkt“ subventioniert worden.

 

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7 Fragen an die verantwortlichen parlamentarischen Kontrollgremien und die Verfassungsorgane - Die Mörder und die Dienste - Die Zahl der Unterstützer um das Mörder-Trio Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos wird größer.

Staatliche Dienste und die lange Blutspur der Mörder

Es geht nicht nur darum, dass wir es mit auf dem rechten Auge blinden Behörden zu tun haben, wenn von Rechtsradikalen Morde begangen werden, sondern spätestens seit den Morden auf dem Oktoberfest sieht es so aus, dass die Behörden aktiver Teil des Geschehens sind, oder?

Die westdeutschen Geheimdienste und die westdeutsche Justiz rekrutierten sich aus dem Fundus der nationalsozialistischen männerbündischen Massenmörderbanden. In den Diensten hat sich rechtsradikales Gedankengut festgesetzt und modernisiert.

Der deutsche Staat (Parteien und Verfassungsorgane) ist mehr als 65 Jahre nach dem Menschheitsverbrechen, begangen durch Deutsche, nicht fähig und/oder nicht willens die Geheimdienste und Ermittlungsbehörden zu entnazifizieren. Es wird gerne gesagt, dass das BKA hier eine Ausnahme bildet. Doch Zweifel sind angebracht (siehe nebenstehenden Beitrag).


Diese Mordserie ging nicht ohne Kenntnis eines oder mehrerer Dienste vonstatten, oder?

7 Fragen an die verantwortlichen parlamentarischen Kontrollgremien und die Verfassungsorgane:

1. Wie viele V-Leute, V-Leute Führer und andere staatliche Beamte haben vor den eher zufälligen "Selbstmorden" von diesen Mördern gewußt?

2. Haben die beiden rechtsradikalen Mörder sich selbst erschossen, oder waren Personen aus den Diensten behilflich?

3. Wie viele staatliche Organisationen haben mit wie vielen Neonazis im Zusammenhang mit der Mordserie und bei Taten, die bisher noch im „Dunkeln“ liegen, kooperiert?

4. Ist die Behauptung, die staatlichen Organisationen seien auf dem rechten Auge blind, nicht eine Verharmlosung angesichts der Verstrickung der Dienste in die Mordserie?

5. Wird allen Beteiligten, auch denen aus den staatlichen Organisationen, ein rechtsstaatlicher Prozess gemacht und werden sie als das angeklagt, was sie sind, eine kriminelle Vereinigung?

6. Können Sie sich vorstellen alle Verstrickungen staatlicher Organisationen in rechtsradikale, terroristische Vereinigungen mit aufzuklären und die Täter hinter Gitter zu bringen?

7. Sind die parlamentarischen Kontrollinstanzen in der Lage und willens, mehr als 65 Jahre nach dem Menschheitsverbrechen, mit dem nationalsozialistischen Erbe aufzuräumen (Entlassungen von und Anklagen gegen entsprechende Personen)?

Die Stadtzeitungsredaktion



Deutsche Märchenstunde, Die Dienste und die Mörder -Bild groß

Bild.de schreibt 25.11.2011 | 11:51 Uhr, Dokument

"Die Killer-Nazis wollten weiter töten, wieder sollten Polizisten sterben – doch sie scheiterten an einer defekten Maschinenpistole.

Das BKA hat neue Erkenntnisse zu den letzten Minuten von Uwe Mundlos († 38) und Uwe Böhnhardt († 34) am 4. November in Eisenach!

Nach ihrem erfolgreichen Bankraub flüchten die Nazis in ein Wohngebiet, hören den Polizeifunk ab. Sie erfahren: Mehrere Streifenwagen sind schon in der Nähe.

Dann biegt ein Polizeiauto um die Ecke. Einer der Männer greift nach einer Maschinenpistole. Und drückt ab!

Doch statt der erwarteten Salve (mehr als 10 Projektile pro Sekunde) ploppt nur ein einziger Schuss. Die Kugel verfehlt die Polizisten. Die Maschinenpistole ist defekt!

Das muss die Sekunde sein, in der die Männer, die mindestens zehn Menschen getötet haben, ihr widerliches Treiben für immer beenden.? Uwe Mundlos drückt seinem langjährigen Mordkomplizen die Pistole an die Schläfe, drückt ab.

Dann legt er Feuer im hinteren Bereich des Wohnmobils und erschießt sich selbst.

Droh-Mails an Ministerin Özkan ........Kein rechtsextremer Bombenbastler - NPD ganz normal

Wir, die Stadtzeitungsredaktion, glauben dem sog. Verfassungsschutz kein Wort. Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Heinz Fromm, hat angesichts der Mordserie der Thüringer Neonazi-Zelle Versäumnisse seiner Behörde eingeräumt. Die Verfassungsschützer hätten "die jetzt bekannt gewordenen Täter nicht wirklich verstanden", zitierte die Welt" aus dem Manuskript einer Rede, die Fromm Ende November bei einem nicht-öffentlichen Jugendkongress des Zentralrates der Juden in Weimar gehalten habe. Darin heiße es über die Täter: "Wir haben die Dimension ihres Hasses ebenso unterschätzt wie ihren Willen zur Tat." Fazit ist: Die Geheimdienste haben hochrangige Neonazi-Größen als „V-Leute“ subventioniert. Mindestens ein Verfassungsschützer ist in die Mordserie verwickelt: 2006 wurde Halit Yozgat in seinem Internetcafé in Kassel erschossen. Zur Tatzeit befand sich ein damaliger Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes am Tatort. Der Verfassungsschutz lässt sich nur durch Auflösung entnazifizieren.

Ausgang.