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Der Angriff auf
das Wahlkampfbüro der Linke Liste/PDS 1990 war der Auftakt zu einer Serie
rechtsterroristischer Verbrechen im Saarland. 1991 wurde Samuel Kofi Yeboah
bei einem Brandanschlag getötet, 2002 tötete ein Neonazi Achmed
Sharlak, 1999 fand ein Sprengstoffanschlag auf das Gebäude der Volkshochschule
statt. in dem die von Hannes Heer konzipierte Ausstellung „Vernichtungskrieg,
Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944“ gezeigt wurde. Seit 2006 gab
es in der saarländischen Kleinstadt Völklingen 14 Brandanschläge
auf Wohnungen und andere Einrichtungen, überwiegend von türkischen
MigrantInnen. Das Buch zeigt die im Saarland begangenen Verbrechen als integralen
Bestandteil rechter Terrornetzwerke in Deutschland seit dem Attentat auf das
Münchener Oktoberfest 1980. Die Morde des NSU-Komplexes sind ebenso Thema
wie Morde in Berlin-Neukölln, Kassel, Hanau und Halle und die rechtsradikale
Unterminierung des hessischen Staatsapparats.Im Focus der rechtsradikalen
Terrornetzwerke in Deutschland steht die türkische Community, stehen
inzwischen wieder Juden und steht die politische Linke. Zuständige staatliche
Institutionen verweigern oft Schutz und Rechtssicherheit.
"Die Bombe, die uns töten sollte" Das neue Buch von Bernd Rausch.
http://www.ausstellung-rausch.de/
Herzlich
Bernd Rausch
PS: Helfen Sie mit eine demokratische Öffentlichkeit herzustellen. Mailen Sie diesen Text an Freunde, Bekannte und Kollegen ... http://www.ausstellung-rausch.de/Index_5.htm
Inhalt (Buch) "Die Bombe, die uns töten sollte"
Der
Film zum Buch: Die Bombe, die uns töten sollte
"video
von: KLAUS GIETINGER
und BERND RAUSCH", Kamera/Montage: KLAUS
GIETINGER, Vorleserinnen
RUTH SANTOS, KAJA SCHUMACHER
Die
unermittelte Bombe
aus
"der Freitag - Die Wochenzeitung Community" November, 2020
Antrag: Untersuchungsausschuss im saarländischen Landtag November 2020
Präsentation
Die Bombe, die uns töten sollte
Die Bombe, die uns töten sollte
Sachbuch zum vereitelten Bombenanschlag auf das PDS-Büro in Saarbrücken am 19. November 1990 von Bernd Rausch
Am Nachmittag des 19. November 1990 machten Bernd Rausch und eine weitere Akivistin der Partei Linke Liste/PDS einen Zufallsfund: eine Zeitbombe, die in einer Nische der Eingangstreppe zum Saarbrücker PDS-Büro platziert worden war. Die Bombe konnte entschärft und somit Tote und Verletzte im möglicherweise zweistelligen Bereich vermieden werden. Was danach kam, liest sich wie ein Krimi: Die polizeilichen Ermittlungsbehörden namentlich der Saarbrücker Staatsschutz ermittelten, ähnlich wie bei den berüchtigten »Döner-Morden«, nicht oder aber in die falsche Richtung. Desinteressiert an einer Aufklärung zeigen sich bis heute auch die politisch Verantwortlichen. Ebenso: die großen saarländischen Medien, namentlich die »Saarbrücker Zeitung« und der »Saarländische Rundfunk«.
»Die Bombe, die uns töten sollte« beschreibt allerdings weit mehr als die faktische Chronologie dieses von Untätigkeit, Gleichgültigkeit sowie dem Hypen falscher Spuren geprägten Fallverlaufs. Rückblickend stellt sich für Buchautor Rausch vor allem die Frage, welche Zusammenhänge »damals« genau am Werke waren. Das Buch gliedert sich in mehrere Teile. Der erste rückt den konkreten Tat- und Ermittlungsverlauf in den Fokus. Der zweite widmet sich dem Rechtsterrorismus in der weiteren Region: dem (erfolgreich umgesetzten) Bombenanschlag auf die Wehrmachtsausstellung in Saarbrücken, die Serie rechtsterroristischer Anschläge in Luxemburg und schließlich der Saarland-»Feindesliste« des 2011 aufgeflogenen NSU.
In welchem politischen Umfeld passiert das? Die anschließenden Buchteile richten den Blick über die unmittelbare Region hinaus. Ein wesentlicher roter Faden dabei ist der rechte Terror gegen die türkische Community in Deutschland. Angesichts des mittlerweile chronischen Musters aus Untätigkeit und »Einzeltäter«-Hypothesen sowie speziell auch der 2019/20 ins Licht der Öffentlichkeit gerückten Verbindungen zwischen Polizei und organisiertem Rechtsterrorismus kapriziert sich »Die Bombe, die uns töten sollte« auf die Verbindungen zwischen Staat, Rechtsterrorismus und Diensten konkret: jenen Komplex, der unter der Bezeichnung »Tiefer Staat« mittlerweile Teil der gesellschaftlichen Diskussion ist und zu dem eine geheimdienstlich geführte Untergrundarmee mit dem Namen GLADIO die historische Blaupause lieferte.
Ein weitgehend unerforschter »Achttausender« in Sachen Rechtsterrorismus sowie staatliche Verstrickung darin ist nach wie vor der Komplex »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU). Da Literatur, investigative Recherchen sowie diverse Untersuchungsausschüsse die Sachverhalte zumindest ein Stück weit erhellt haben, beschränkt sich das NSU-Kapitel in »Die Bombe, die uns töten sollte« auf den Teilaspekt der diversen Ermittlungsbehinderungen. Analog zu den bundesweit zwischenzeitlich in die Wege geleiteten Aufklärungsversuchen plädiert Rausch auch in Sachen Saarbrücker Bombenanschlagsversuch für einen Untersuchungsausschuss des Saarländischen Landtags, welcher die getätigten und nicht getätigten Ermittlungen genauer beleuchten soll.
Woher schließlich kommt die speziell regionale Melange aus Gleichgültigkeit, Beschweigen und Nicht-Ermitteln? Im abschließenden Buchteil widmet sich Bernd Rausch den spezifisch saarländischen Verhältnissen konkret: der von den Hüttenbaronen Stumm und Röchling geprägten Landesgeschichte, welche die Entwicklung einer demokratischen Gegenöffentlichkeit in Teilen bis heute konterkariert hat. Abgeschlossen wird das Buch durch Hinweise auf zwei Kurzgeschichten, welche sich literarisch mit der Thematik beschäftigen.
Fazit: Für alle, die sich mit der saarländischen Genese des Rechtsterrorismus auseinandersetzen, ein Lese-Muß.
Zum Autor:
Bernd Rausch ist politischer Aktivist, Künstler, Kurzgeschichten- und Sachbuchautor. Wichtig sind ihm seine Ausstellungen zu den Themen »Menschheitsverbrechen« und »Frankfurt-Auschwitz« sowie seine in zwei Buchtiteln erfolgte Auseinandersetzung mit der Verstrickung des saarländischen Stahlindustriellen-Clans Röchling in die Verbrechen der Nazis. Zusammen mit Joachim »puma« Schmidt veröffentlichte er mehrere Kurzgeschichten-Bände zum Saarbrücker Nauwieserviertel.
Bernd Rausch: Die Bombe, die uns töten sollte
erschienen: Oktober 2020
202 Seiten, € 14,90
ISBN 978-3-9819623-2-1
bestellbar über: www.takt.de und
über den Buchhandel
Klaus Gietinger: Das Video
zum Buch www.takt.de
Das Buch Die Bombe, die uns töten sollte ist für alle ein MUSS,
die demokratische Verhältnisse in Deutschland wollen. Oder wie Richard Zietz in der Community der Wochenzeitung der Freitag schreibt: In dem Sinn: themenbedingt sicher kein »schönes« Buch. Aber eines, das im besten Sinn aufklärerisch ist. Und darüber hinaus manche weißen Flecken auf der Rechtsterrorismus-Landkarte einfärbt, die bis dahin noch als terra icognita gelten. Eines sollten die einschlägigen Ereignisse von 2019/20 klar gemacht haben: Nicht-Bescheid-Wissen kann sich eine demokratische Zivilgesellschaft zwischenzeitlich nicht mehr leisten.
"Die Bombe, die uns töten sollte" hat die Bomben- und Brandanschläge im Saarland als Ausgangspunkt und zeigt diese im Kontext der rechten Terrornetzwerke in Deutschland seit dem Attentat auf das Münchener Oktoberfest im Jahre 1980.
Die staatliche Weigerung, die türkische Community in Deutschland vor Übergriffen zu schützen ist ebenso Thema wie die Ermordeten durch den NSU. Die Toten von Hanau, der rechtsradikale Terror in Berlin-Neukölln und die Brandanschläge im saarländischen Völklingen stehen beispielhaft für hundertfach verübten Terror gegen türkische Migranten, ihre Wohnungen, ihre Geschäftsräume, ihr Leben. Der geduldete Terror des NSU 2.0 in den Staatsapparaten der Republik verweist auf den tiefen Staat und die miesen Aussichten rechtsstaatliche Verhältnisse in Deutschland zu erhalten.
- Das Buch Die Bombe, die uns töten
sollte
- Der Film zum Buch Die Bombe, die uns töten sollte
- Das Buch in der Community der Wochenzeitung der Freitag
Der
Angriff auf
das
Wahlkampfbüro
der Linke Liste/PDS in Saarbrücken