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| Offener Brief der Stadtzeitungsredaktion an Oskar Lafontaine und die Partei Die Linke ... | ||||||||||||||||
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| Fotos: Anti-Hartz Demo in Saarbrücken | ||||||||||||||||
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Hatz IV muss weg, ohne Wenn und Aber Bundesregierung soll Zwangsumzüge verhindern statt Berlin zu verklagen
"Offenbar möchte die Bundesregierung sämtliche Versuche einer sozialeren Umsetzung von Hartz IV im Keim ersticken", erklärt Katja Kipping anlässlich der Klage des Bundes gegen das Land Berlin. "Zuerst wird das Land Berlin gezwungen, eine bundesweit vorbildliche Regelung zur weitgehenden Vermeidung von Zwangsumzügen aufzugeben und dann folgt auch noch eine Klage um Erstattungsansprüche. Die Bundesregierung sollte sich lieber darum bemühen, Zwangsumzüge zu verhindern." "Das Land Berlin hatte die gesetzlichen Bestimmungen zu Zwangsumzügen im Sinne der betroffenen Hartz IV-Beziehenden ausgelegt. Die tatsächlichen Wohnkosten wurden für die Dauer von einem Jahr übernommen. Dadurch wurden Zwangsumzüge von Hartz IV-Beziehenden in Berlin weitgehend vermieden. Die Menschen konnten ihre Energien auf die Arbeitsuche konzentrieren und die soziale Trennung in der Stadt wurde nicht weiter verschärft - eine vorbildliche Regelung. Statt nun die Berliner Regelung im Bundesgesetz zu verankern und bundesweit auszuweiten, wie es die Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag fordert, hat die Bundesregierung die Berliner Landesregierung zunächst gezwungen, ihre vorbildliche Bestimmung zurückzunehmen. Dass der Bund nun das Land Berlin auch noch wegen Erstattungsansprüchen verklagt, zeigt dass nicht mal die geringsten Spielräume einer sozialeren Umsetzung von Hartz IV genutzt werden sollen. DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, eine soziale und verlässliche Übernahme der Wohnkosten zu garantieren. Dazu schlagen wir vor, soziale Mindeststandards in einer Rechtsverordnung festzulegen, sowie vorliegende konkrete Empfehlungen zur Ausführung verbindlich zu machen. Darüber hinaus muss der Bund einen fairen Anteil der Kosten übernehmen, statt sich aus seiner Verantwortung zu stehlen. Diese Maßnahmen sind notwendig nicht die Erhöhung des Drucks auf die Menschen." |
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Wir gegen hartz & co
Dieser Beitrag erschien erstmals in Stadtzeitung Saarbrücken, März/April 2003 Sklavenhändler Ich verkauf dir meine Hände, ich verkauf dir meinen Kopf. Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich? Und wenn ich sieben fuffzich verdiene, geb ich dir drei fuffzich ab. Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich? "Sklavenhändler". Bei einer frühen Einspielung des Songs 1970 machte Rio Reiser folgende Ansage: "´N Sklavenhändler, det is´n Typ, zu dem man jeden Morgen gehen kann und seine Arbeitskraft verkaufen kann. Der verkauft sie dann weiter an irgendwelche Firmen, die bei ihm jeden Tag vorm Mittag Arbeitskräfte bestellen. Dafür kassiert er zwei Drittel vom Lohn ungefähr, etwas verschieden. Das ist der Sklavenhändler der Neuzeit." Nach dem Hartz-Konzept organisieren dies nun die Personal-Serviceagenturen, nicht nur für den Tag sondern auf Dauer.
Das Hartz-Konzept
regelt die Enteignung der Arbeitslosen und von Teilen der Arbeitnehmerschaft.
Es geht bei der Umsetzung des Hartz-Konzeptes nicht um den Abbau von Arbeitslosigkeit, sondern es geht einzig darum, den Arbeitsmarkt nach den Bedürfnissen der Industrie zu organisieren. Es geht darum, die Kosten der Arbeit zu senken und dem Markt Arbeitskräfte zu Löhnen zur Verfügung zu stellen, die "ihren Mann" oder "ihre Frau" nicht einmal "ernähren". Arbeitslosgeld I und II oder wie die Bundesregierung die Arbeitslosen um 1,7 Milliarden erleichtert. Bisher bekommen Arbeitslose entweder Arbeitslosengeld, -hilfe oder Sozialhilfe. Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe sollen unter dem Titel "Arbeitslosengeld II" zusammen gelegt werden. Bisher darf ein Arbeitslosenhilfebezieher 520 Euro pro Lebensjahr (maximal 33800 Euro) angespart haben. Gewährte dies eine gewisse Mobilität und einen Notgroschen für das Alter, so darf in Zukunft ein Bezieher von Arbeitslosengeld II über maximal 13 000 Euro verfügen. Das macht unterm Strich 1,7 Milliarden Euro für die Bundesregierung. Zu befürchten ist, dass dieser Happen der Regierung noch nicht genügt und dass die sogenannten Bedürftigkeitsregeln im nächsten Jahr denen der Sozialhilfe in etwa angepasst werden, d.h. maximal 1279 Euro Vermögen für Alleinstehende. Wo keine Arbeit ist kann sie auch niemand vermitteln. Die PSA, die Wunderwaffe im Kampf gegen Arbeitslose Die gezahlten Billiglöhne der über PSA vermittelten Jobs führen bei regulärer Beschäftigung zu sinkenden Einkommen. Zum Beispiel, wenn Aldi 20 Mitarbeiterinnen mit regulärem Einkommen entlassen würde, kann Aldi die so Entlassenen über PSA 30% kostengünstiger wieder einstellen. Hat die PSA mit einer von ihr vermittelten Arbeitnehmerin einen Arbeitsvertrag, aber gerade mal keine Arbeit, wird sie der gemeinnützigen Zwangsarbeit zugeführt, etc..
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