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(S.A.) Das Computerlexikon neogrid wurde im März 2003 ursprünglich als Lernprojekt der beiden Gründer Oliver Thewalt (Betriebswirt und Informatiker) und Michael Müller (Datenbankspezialist und Softwareentwickler) ins Leben gerufen. Anfänglich begleitet von Thomas Häfner (Mathematiker) waren sich alle einig, dass nur eine innovativ - mehrstufige Suchfunktion den User -Anfragen in Zukunft gerecht werden kann. Als Grundlage diente ein relationales Datenbanksystem mit MySQL und PHP. Es sollte nicht vorwiegend eine Wort- oder Volltextsuche im Vordergrund stehen. Ziel war eine Suchfunktion auf der Basis von redaktionell bearbeiteten Stichwörter und Schlagwörter. Die User sollten nach einer Suchanfrage eine optimale Ergebnismenge, - auch im Kontext-, erhalten. Neben dem immer steigenden Programmieraufwand stand natürlich die redaktionelle Arbeit am Computerlexikon im Vordergrund. Die Frage, „Neogrid“ zu einem freien Computer- und Fachwörter-Lexikon zu machen, stellte sich natürlich. Um dem Entgegenwirken, was sich bei dem freien Online-Lexikon Wikipedia des öfteren herausgestellt hat, von unseriösen Beiträgen die einen kommerziellen oder nicht objektiven Hintergrund haben, so dass kritische Themen stark attackiert werden und Beiträge „Auf Eis“ liegen, hat sich die Neogrid Computer-Redaktion dazu entschieden nur explizit eingesandte Begriffe zu Berücksichtigen, die wiederum von einer End-Redaktion moderiert und redigiert werden. Das EDV-Lexikon hat sich bis heute zu einer Ernst zu nehmenden Alternative zu bestehenden deutschen IT Lexika entwickelt. Wie „rettet das Internet“ die Sachlage genau auf den Punkt bringt: „ das Internet ist ein riesiges Mosaik von Homepages, Daten- und Linksammlungen, und die großartigste und gleichzeitig demokratisierteste Informations-Institution aller Zeiten“ und „neogrid“ ist ein neutraler Teil davon. Demgegenüber steht das „Damoklesschwert“ der zunehmende Monopolisierung im Internet. Insbesondere der Wissenszugang durch nur einige wenige Suchmaschinen und die allgemein zunehmende Kommerzialisierung des Internet. Wer verlässliche Informationen sucht, sollte jederzeit die Möglichkeit haben aus verschiedenen Informationsquellen wählen zu können. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat „Neogrid“ im Jahre 2008 die Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins angenommen. Dieser fördert Kunst und Kultur und den gemeinnützigen Zweck der Volks- und Berufsbildung. |
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Saarbrücken, den 06.08.2011
Ein
ganz schöner Hammer um das Saarland klein zu klopfen, den Sie dar
hervorgholt haben Frau
Annegret Der AStA der Universität des Saarlandes kritisiert
das am Mittwoch der "Nicht nur, dass man uns Studierenden
überhaupt einmal die "Natürlich kostet eine medizinische
Fakultät sehr viel Geld, jedoch ist "Die geforderten Schließungen
würden die UdS schlagartig faktisch zu
Vorsitzende des AStA der Universität des Saarlandes Referat für Hochschulpolitik und Öffentlichkeit Campus A5.2 Tel.: 0681 302 4321 |
15.3.2010
Ernst Busch verschläft seine Verhaftung, singt aber weiter. Jochen Voith erinnert mit einer grossen Biographie an die Legende Ernst Busch Buchvorstellung von Stefan Gleser Hineingeboren in die Welt des Zehnstundenstages, des Trockenwohnens und des Dreiklassenwahlrechts bleibt ihm eine Zuflucht: das Lesen. Später bitten ihn berühmte Dichter und Komponisten, ihre Lieder zu singen und diese werden von Moskau bis Madrid gehört. Am seinem Grab stehen die Höchsten des Staates. Dazwischen lagen viele Länder und zu viele Gefängnisse. Das Leben des Sängers und Schauspielers Ernst Busch war so aufregend, so verwoben mit den Grössen und dem Schrecken der Zeit, dass kein Schriftsteller, weil ihm sofort vorgeworfen wäre, er wäre ein wirrer Fantast, gewagt hätte, es zu erfinden. Der Geschichtswissenschaftler Jochen Voith unternahm das Risiko, eine mehr als 500 Seiten dicke Biographie über Ernst Busch zu schreiben. Abgefüllt mit Fakten und Fussnoten, detailbesessen und materialreich ruht „Er rührte an den Schlaf der Welt“, ein Zitat aus einem Gedicht Johannes R. Bechers an Lenin, auf einer Doktorarbeit, die wiederum einer Magisterarbeit zugrunde liegt. Das schreckt die Leute ab, hat sich Voit wohl gedacht, die meinen dann alle, ich würde im abwägenden Duktus des besonnen Gelehrten, also sterbenslangweilig alles exakt aufzeichnen, und so verfällt Voith ins Gegenteil, in eine zuweilen abgeschmackten Reporterschreibe. Man meint manchmal Gast bei „Bunte“ oder „Gala“ zu sein. So schludert Voit vor sich hin, dass Busch „…eitel und empfindlich, hochmütig und scheu, Platzhirsch und Nachtigall, Macho und Mimose“ gewesen sei. Ich aber sage euch: Busch war noch viel mehr. Er war auch Zierfisch und Hai, Rose und Rotkohl. Voit hätte seine Ausflüge zu animalfloristischen Bildlichkeiten unterlassen sollen. Voit belegt plausibel, dass Ernst Busch einen unerfreulichen Charakter hatte. Abgesehen davon, dass weder französische Lager noch deutsche Zuchthäuser Herzensbildung fördern, dürften Alter und Krankheit das ihrige beigetragen haben. Narzissmus und Egomanie, über die Busch in Überfülle verfügte, werden bei bürgerlichen Künstlern als Tribute an das Genie, als Ausdruck einer hochgezüchteten Sensibilität, als verfeinerte Reizbarkeit, als gekonntes Medienspiel abgefeiert. Aber Busch war halt Kommunist und Proletarier. Ernst Busch war dort, wo über das 20. Jahrhundert entschieden wurde. Kieler Matrosenaufstand, in Berlin als es Hauptstadt der Kunst mit der Piscator-Bühne, der Dreigroschenoper, dem Film „Kuhle Wampe“ war , unter „Spaniens Himmel“ gegen Franco, in der Sowjetunion zur Zeit der grossen Säuberung und in den Kerkern des Faschismus. Sein Leben stand mehrmals auf der Kippe. Im März 1933 öffnete er einfach nicht die Wohnungstür, als die SA davor stand. Er war abends lange unterwegs gewesen. Und die Nazischergen drehten sich um und marschierten weg. Oder als mit Hilfe Gustav Gründgens die angedrohte Todesstrafe wegen Vorbereitung zum Hochverrat in Zuchthaus umgewandelt wurde. Als man Busch aus den Trümmern des zerbombten Gefängnisses herauszog, befürchtete er, niemals wieder singen zu können: seine rechte Gesichtshälfte war gelähmt. Auf Bürgerliche wirkte er Maurersohn so überwältigend neu, dass sie seine Stimme zulabern mussten: „Singendes Herz der Arbeiterklasse", „der proletarische Hans Albers“, „Barrikaden Tauber", oder „Roter Orpheus“. Alle mal zuschauen & hören, Ernst Busch kommt auf die Bühne. Ein Blick von ihm genügt, um Plunder und Plüsch des 19. Jahrhunderts, den „Gemütskitsch“ (Herbert Ihering) und das „O Mensch Pathos“ zu verscheuchen. Die Fluppe im Mundwinkel, die Hände in den Taschen singt er, wie es Hanns Eisler vorschlägt, „leicht gröhlend, damit es nicht zu schön klingt und niemand erschüttert.“ Voith scheitert glänzend, die Einzigartigkeit Ernst Buschs zu erklären. Jochen Voit: Er rührte an den Schlaf der Welt. Ernst Busch. Die |
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