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16.3.2011Tsunami und Supergau in Japan – Erste Panikkäufe in Deutschland Kühlwasser im Berliner Regierungsreaktor beginnt zu kochen

Glosse von Gisbert Spränzer

Die Deutschen sind in Weltuntergangsstimmung, oder in Schockstarre. E 10-Biosprit und der Lokführerstreik sind vergessen. Kein Schwein interessiert sich für die schallende Ohrfeige, die der nordrhein westfälische Verfassungsgerichtshof gerade der rot-grünen Minderheitsregierung verpasst hat und wer bitte ist Muammar Abu Minyar al-Gaddafi? Jetzt heißt es: „Rette sich wer kann“. Zündkerzen, Lichtmaschinen und komplette Auspuffanlagen für japanische Autos sind
derzeit die Renner unter den Hamsterkäufen. „Sind japanische
Pfifferlinge (Kleine Kondomgröße - die Red.) künftig verstrahlt?“ fragt ein Ratsuchender User verzweifelt im Internet. Sogar den noblen Freiherrn Karl-Theodor zu Guttenberg haben der Tsunami und die Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima gnadenlos aus den Medien verdrängt. Niemand kann die Frage, ob es am Bodensee einen Tsunami geben kann, beantworten. Nicht mal die Stromkonzerne meckern über die Abschaltung ihrer Kernkraftwerke. Wie es heißt wollen sie aber über eine
neue Preiserhöhung nachdenken, ein sogenannter Tsunami-Solizuschlag soll bereits die Runde machen. Verzweifelte Reporter und Analysten versuchen hinter die (Des)Informationspolitik der japanischen Regierung zu kommen.

Ganz Deutschland leidet schwer an den Folgen der Katastrophe in Japan. Während sich die Erdkruste unter Japans Boden weiter zu kratzen droht, scheint es hierzulande noch dicker zu kommen.
Im Berliner Regierungsreaktor beginnt das Kühlwasser unter den Hintern der politisch Verantwortlichen, angesichts bevorstehender Landtagswahlen, zu kochen. CDU und FDP droht die Kernschmelze. Aus Nuklearpäpsten werden plötzlich Messdiener der erneuerbaren Energien. Dabei waren doch Deutschlands Atomkraftwerke bis vor wenigen Tagen noch
die sichersten der Welt, noch sicherer als die Rente. Hat man jetzt erkannt, dass die Atommeiler sogar Todsicher sind?. Erst mal abschalten und nachdenken, so die Devise. Nachdenken wohl darüber, wie man dem Volk nach den Landtagswahlen noch mal ausreichend Kühlmittel unterjubeln kann, um aus den Uraltmeilern doch noch den letzten radioaktivem Dampf zur Gewinnmaximierung der Stromkonzerne rauszuholen. Es bleibt derzeit völlig unklar, wie die Atomkatastrophe in Japan enden wird. Den politischen „Notstromaggregaten“ im Berliner Regierungsreaktor und in den Ländern sollte jedoch Allen so langsam klar werden, dass sie sich aus der Atompolitik verabschieden müssen. Die von Kanzlerin Merkel als Brückentechnologie gepriesene Nukleartechnik ist in den Grundpfeilern erschüttert. Ein Verzicht auf die strahlende Technik und keine Erhöhung des Kühlmittelpegels in den Meilern sind die Lehren aus der Katastrophe in Japan, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.

Weltwirtschaftskrise: Licht am Ende des Tunnels

Asteroid wird den Aufschwung und den Feinrippkult wiederbringen

Von Claude Michael Jung

Wie eine Lawine fährt die Wirtschaft in den Abgrund. Banken, Automobilindustrie, das Transportgewerbe, die Tourismus und Freizeitbranche, sogar die Bahn und der Papst
stürzen talwärts. Zwar wirft die Politik Streusalz in Milliardenhöhe auf die vereiste Piste um den Abschwung zu bremsen, jedoch alle Bremsversuche gehen in die Hose. Es geht so rasant abwärts, dass sogar Lebensmüde den Strick aus der Hand legen, um möglichst nahe am Aufschlagort ihrer Hoffnungen und Erwartungen das Ende doch noch mitzuerleben.

Erwachsene verdrängen immer mehr jugendliche Komasäufer aus dem Medieninteresse. In Heidelberg warf sich ein Familienvater mit 3,8 Promille Blutalkohol vor seine Märklineisenbahn und brachte den Zug zum entgleisen, als er erfuhr, dass seine Hobbybahner das Traditionsunternehmen an den Prellbock gesetzt haben. Immer mehr traumatisierte Männer suchen verzweifelt Hilfe bei völlig überforderten Textilverkäuferinnen. Ihre geliebte Schiesser Feinrippunterhose, die mit dem Eingriff vorne und hinten, ist unwiederbringlich aus dem Handel verschwunden. Ein beamteter Schiesser-Feinrippträger, schwärmte in einem Abschiedesbrief an seine Familie von der hohen Tragequalität seiner Feinrippunterhose, die er seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht mehr gewechselt hatte. Die Unterhose sei ihm ans Herz
gewachsen, ohne den gerippten Fetzten könne und wolle er nicht mehr leben. Seinem Sarg folgte eine mehrere hundert Personen starke Feinripp-Trauergemeinde.

Mit dem Aus für zahlreiche deutsche Traditionsunternehmen nimmt auch die deutsche Leitkultur schweren Schaden. Depression wohin man schaut. Selbst beim deutschen Fussballbund DFB ist man deprimiert über die Niederlage gegen Norwegen. Es geht also auch abwärts mit dem Sport. Niederlagen und Pleiten wohin man schaut. In einem Park der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken sprang ein deprimierter Rentner in einen eiskalten Teich, als er mit eigenen Augen sehen musste, dass anstatt der ersten Schneeglöckchen und Krokusse, bereits wieder Herbstzeitlose den nächsten Winter ankündigten. Auch in Düsseldorf, Gelsenkirchen und Wuppertal sieht es nicht
besser aus. Zwar sehen Politiker immer wieder Licht am Ende des Tunnels, aber schnell stellt sich dann heraus, dass es nur der Gegenzug ist, der auf der
eingleisigen Strecke mit hohem Tempo heran donnert. Zwar hat Deutschland jetzt einen jungen dynamischen Wirtschaftsminister, aber der wird lediglich als eine Art Sterbehilfeberater der todkranken Wirtschaft noch einen Trauermarsch blasen, wird gemunkelt.

Doch noch ist nicht alles verloren. Hilfe eilt bereits heran. Aus den Weiten des
Universums hat sich ein gigantischer Asteroid, der am Boden liegenden Wirtschaft erbarmt und Kurs auf die Erde genommen. Bereits in 160 Jahren kann er auf die Erde krachen und für einen lang anhaltenden Aufschwung der gesamten Weltwirtschaft sorgen. Dies haben Forscher der Deutschen Astrologischen Gesellschaft in Saarbrücken berechnet. Den 870 Meter dicken Gesteinsbrocken mit der Bezeichnung „Nero Gaga 02“ haben die Sterndeuter nach dem durchgedrehten römischen Kaiser Nero benannt, dessen
radikale Städtebaupolitik schon der antiken Bauwirtschaft im alten Rom Flügel
verliehen hatte. Auch der Tower des internationalen Flughafens Saarbrücken-Ensheim bestätigt inzwischen, dass der Asteroid Kurs auf die Erde genommen hat und irgendwann zwischen 2169 und 2199 den blauen Planeten mit einem Schlag, einen nie gekannten wirtschaftlichen Aufschwung mit gigantischen Profiten bescheren wird. Ganz genau lasse sich das Eintreffen von „Nero Gaga 02“ nicht berechnen, sagte ein Mitarbeiter des Saarbrücker Astrologenteams. Nach ersten Erkenntnissen über die Befindlichkeiten des Gesteinsbrockens leide „Nero Gaga 02“ an einem so genannten
Mehdorn Bahntrauma, dass Verspätungen zur Regel werden lässt.

Spitzenpolitiker und Gewerkschafter beraten unterdessen über die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns, spätestens bis zum Jahr 2199. Die Rente wird dann wieder sicher sein, die Arbeitslosen werden fast vollständig beseitigt sein und die Menschen haben bis dorthin immer noch nichts aus den Krisen des Kapitalismus gelernt. Sogar die SPD kann dank „Nero Gaga 02“ wieder Bundestagswahlen gewinnen. Am 1. Mai 2199 wird der DGB für die Einführung der 60Stunden Arbeitswoche kräftig Dampf ablassen, während ein Konklave in Rom wieder einen Deutschen zum Papst wählt.

Endlich, ja endlich wieder ist ganz Deutschland in Feierlaune. Ein bisher
unbekannter Unternehmer vom Bodensee stellt im Oktober 2199 auf einer Modeschau in Konstanz die Renaissance einer untergegangenen Wäschekultur vor. Die Feinrippunterhose, die mit dem Eingriff vorne und hinten wird wieder produziert. Die Männerwelt steht Schlange vor den Textilregalen der Warenhäuser. Die Weltwirtschaftskrise ist jetzt auch offiziell überwunden und ein Wirtschaftsweiser verkündet, solange der Mann Feinripp trägt, wird sich eine weltweite Rezession nicht wiederholen.

30.6.2010 Schlaue Einwanderer gefragt – Deppen hat Deutschland selbst im
Überfluss

Blick über die politische Landschaft Deutschlands bestätigt Forderung des Berliner CDU-Politikers Trapp

Kommentar von Charles Duremont

Die Äußerung des Unionspolitikers Peter Trapp, einen Intelligenztest für Zuwanderer einzuführen, löste hier wie da Empörung aus. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, bezeichnete
die Forderung als „abwegig und nicht von besonderer Intelligenz geprägt“. Zuwanderern pauschal Dummheit zu unterstellen, sei „eindeutig diskriminierend“, entrüstete sich Böhmer. Stein des Anstoßes ist die Äußerung des innenpolitischen Sprechers der Berliner CDU Peter Trapp in der „Bild“-Zeitung: „Wir müssen bei der Zuwanderung Kriterien festlegen, die unserem Staat wirklich nützen.“ Neben einer guten Berufsausbildung und fachlichen Qualifikation müsse auch die Intelligenz ein Maßstab
sein.

Der migrationspolitische Sprecher der Grünen, Memet Kilic, sagte bezüglich der Forderung: "Die Unionsparteien sollten prüfen, ob es nicht besser wäre, bei der eigenen Kandidatennominierung einen Intelligenztest
durchzuführen." Für Ali Al Dailami, Mitglied im Parteivorstand der Linken, ist der Vorstoß eine "dumme Forderung" und "Nützlichkeitsrassismus". Die Forderung enthülle mangelndes Wissen der Unionspolitiker über Migrationspolitik, sagte Dailami. Schließlich seien
in den vergangenen Jahren mehr Menschen ausgewandert als eingewandert.


Ein Blick über die politische Landschaft in dieser Republik der trauten Einfalt bestätigt allerdings die absurde Forderung des Berliner CDU-Politikers Trapp. Gerade auf politischen Ebene strotzt Deutschland nicht mit Intelligenz. Von der Aussenpolitik über die Bildung, den Bereich Wirtschaft und Soziales bis hin zu Umweltschutz kann man sich nicht des Gedankens erwehren, dass der IQ der Verantwortlichen im unteren Mittelfeld oder sogar darunter angesiedelt ist. Vielerorts reicht es gerade noch zur geschmacklosen Unterhaltung der Bierzeltbesucher. Daher ist Deutschland gut beraten, in Scouts zu investieren, die weltweit nach Einwanderern suchen, um unsere politische
Kaste mit frischer Intelligenz aufzumöbeln. Es soll ja noch Länder geben, in denen selbst der größte Depp weiß, dass man den Brunnen, aus dem man das Trinkwasser schöpft, nicht zuvor vergiften und die Kuh, die man melken will, nicht schlachten darf.