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| (BR)
Ein Streitgespräch
zwischen der saarländischen Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer
und Prof. Dr. Ulrich Herrmann (Universität Tübingen) fand unter der
Fragestellung statt: "Zerfällt
die Welt...in dumm und schlau?" Nach Ansicht der Stadtzeitungsredaktion ist die Gesellschaft in ein Oben und ein Unten zerfallen. Die Welt zerfällt bei fortschreitender kapitalistischer Barbarei in Schutt und Asche. Ganz nach dem Motto: Bis der letze Baum zu Kleinholz gemacht und die letzte Pfütze zum Himmel stinkt hat die kapitalistische Mehrwertjagd und Profitmaximierung keine Ruh. Wir empfehlen "Das Kapital" vom Trierer Genossen zu lesen. An der Saarbrücker Uni gibt es Kurse. |
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Stadtzeitung |
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| Experte:
Saar SPD kapituliert noch vor Weihnachten
Vom Oberlimberg er kommen wird, zu richten die Sozis und ihre apokalyptischen Reiter Von Claude Michael Jung Im Saarland deutet alles darauf hin, das die SPD in den anstehenden Wahlkämpfen Dabei ist kaum anzunehmen dass DIE LINKE als Großmacht an der Saar,
die Sozis so einfach schlucken wird. Nach einer neuen Studie des seudowissenschaftlischen Die, mittlerweile plan und orientierungslos herumirrenden Sozis an der Saar,
sehen Der neutrale Thekenphilosoph Max Flabbes sieht durchaus in einer Kapitulation der Saar-SPD positive Aspekte. „Dann wenigstens“, so Flabbes braucht niemand bei der Linken die Kadaver der Sozis zum Wahlsieg zu schleppen“. Max Flabbes fordert allerdings, die SPD müsse bis spätestens zum Nikolaustag die Kapitulationsurkunde unterschrieben haben, denn niemand im Saarland wolle zur weihnachtlichen Bescherung einen Sozi auf dem Gabentisch haben, stellt Max Flabbes unmissverständlich fest. Derweil meldet das Saarbrücker Politbüro der Linken, man habe einen
geeigneten !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Nicht Frauchen und Herrchen sondern der Hund soll das Kommando haben „Freiheit für uns Hunde“ fordert kommunistischer Hundegewerkschaftler – Charta Canis vorgestellt Von Claude Michael Jung Mehr als zwei Drittel aller Hundehalter in Deutschland verfolgt einer Studie
der Im Rahmen einer kontrovers geführten Podiumsdiskussion in der Aula der Der Vertreter der Sozialdemokratischen Hunde Deutschlands (SHD), Köter
Kurtchen, ein Im Anschluss stellte Gewerkschaftsboss Pico sein zehn Punkte Programm für
das Mit der von Pico de Aurica verfassten Charta Canis wird sich demnächst
der erste
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| Saartire:
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy: ?La Sarre
est moi"
Teile des Saarlandes sollen wieder französisch werden Von Claude Michael Jung Das Frankreich mit der Wahl von Nicolas Sarkozy zum neuen Staatspräsidenten
ein Nach der verlorenen Schlacht Napoleons bei Waterloo im Juni 1815 wurde im
November 1815 der 2. Pariser Frieden geschlossen, als dessen Resultat Frankreich,
Saabrigge und Umgebung wieder an "Deutschland" herausrücken
musste. Als Folge dieser fragwürdigen „Rückgabe" wurden
die armen Saarländer, niemand hatte sie je gefragt, Nicolas Sarkozy, der Stellvertreter Napoleon Bonapartes auf Erden will zwar
zunächst auf militärische Aktionen verzichten und den europäischen
Gerichtshof in der Angelegenheit anrufen, jedoch nach Meldungen einiger französischer
Tageszeitungen sollen bereits Truppenverbände der „Grande Armee"
bei Metz, Bitsch und Grosbliederstroff zusammen gezogen worden sein. Einem
Vertreter des Politmagazins Im Saarland wurde das französische Begehren mit gemischten Gefühlen
aufgenommen. Max Flabbes, der größte zeitgenössische Thekenphilosoph
der Saar sagte: „Besser das halbe Land zu Frankreich, als das Ganze
zu den Pfälzer Barbaren" Ministerpräsident Peter Müller
(CDU) war das Entsetzen deutlich anzusehen, als die Meldung aus Paris Die neue Grenzziehung auf der Basis des 1. Pariser Friedensvertrags von 1814
sieht Unterdessen wurde bekannt, das Staatspräsident Sarkozy den Saarländern
den „Tour Effel", als Willkommensgeschenk vor den Saarbrücker
Europabahnhof stellen will. Weiter soll vertraglich festgelegt werden, dass
der 1.FC Saarbrücken, als Diese Zugeständnisse aus der kommenden Saarhauptstadt Paris hat die
saarländische |
us Wut wird Widerstand ZAHLTAG! für die ARGE - ein Rückblick
Im Vorfeld des anstehenden Zahltag XXL am 1. Dezember in Köln wollen
wir mit diesem Beitrag kurz die Geschichte der Kölner Zahltage darstellen
und einige Konsequenzen diskutieren. Welche HartzIV -Empfängerin, welcher HartzIV-Empfänger kennt das
nicht?
Vor Monaten hatte eine kleine Meldung in der Zeitung gestanden:
Beim 1. "Zahltag!" im Oktober 2007 sah es bei der ARGE in Köln
dann folgendermaßen aus: Beim zweiten "Zahltag!" in der ARGE Köln-Mülheim im Dezember
2007 sah das bereits ganz anders aus. Ohne Probleme konnten wir samt Frühstücks-Büfett,
Lautsprecher und Musikanten ins Gebäude gelangen und unser Programm starten:
Musik, Reden, Infos, Beratung. Ein riesiges Polizeiaufgebot hielt sich zwar
unsichtbar im Innern der ARGE bereit, hatte aber nur zwei Vertreter im Eingangsbereich
abgestellt. "Deeskalation" hieß das Motto von Polizei und
ARGE-Leitung von Anfang an. Anstelle der Polizei waren diesmal ARGE-Mitarbeiter
auf den Fluren postiert und bemühten sich um die neu ankommenden ARGE-Besucher,
in dem sie deren Anliegen vorsortierten, Anträge entgegennahmen und zeitnahe
Termine mit den zuständigen PAPs arrangierten. Das Gebäude sollte
möglichst leer und empörungsfrei gehalten werden. Der "Zahltag!" in Köln-Mülheim hatte auch einen zusätzlichen
inhaltlichen Schwerpunkt: Wir hatten mitbekommen, dass in der dortigen ARGE
auch ein Pilotprojekt namens DiMa, Disability Management (Behinderten Management)
untergebracht war. Wir wussten, dass Erwerbslose unfreiwillig von ihren PAPs
zur DiMa überwiesen worden waren. Jeder und jede, die dem PAP komisch,
krank oder irgendwie auffällig erscheint, kann bei der DiMa landen, die
Teil einer Erwerbslosen-Sortiermaschine ist: Wer kann arbeiten, wer braucht
eine "Behandlung", wer kann in die Grundsicherung abgeschoben werden
und verschwindet somit aus der Arbeitslosenstatistik. Wir wussten, dass die
Selbsteinschätzung der betroffenen Erwerbslosen dabei unerheblich ist
und informierten und warnten andere vor der DiMa mit ihren angegliederten
(zwangs-)therapeutischen Projekten wie "Jobpromote" und der bestehenden
Praxis, Erwerbslose mittels intensiver Profilings auszuforschen. Schließlich
zogen wir auch lautstark durch den Flur der DiMa, aber die Sachbearbeiter
hatten sich alle in ihren Büros eingeschlossen, so dass wir uns nur mit
dem ARGE-Chef anlegen konnten. Die Polizei hielt sich hierbei weiterhin zurück.
Wir konnten mit dem Ergebnis des "Zahltag!" zufrieden sein und zahlreiche
Erwerbslose gaben uns als Rückmeldung: "Ihr braucht nur in der Nähe
zu sein, dann gibt es Geld, dann sind sie freundlicher und geben sich Mühe."
Seit dem ersten großen "Zahltag!" im Oktober 2007 hat es viele kleine "Zahltage!" gegeben, die die Gruppe "KEAs" (Kölner Erwerbslose in Aktion) unangekündigt organisiert und die die ARGE jedes Mal unvorhergesehen treffen und damit ihrem Schmusekurs einen Dämpfer verpasst. So war es denn bei einer Begleitung zur ARGE dazu gekommen, dass ein Sachbearbeiter eine Bargeldauszahlung an einen Erwerbslosen verweigerte und die ihn begleitenden "KEAs" des Raumes verweisen wollte. Lautstark forderte daraufhin die Gruppe, dass die Polizei zu rufen sei, um eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung erstatten zu können. Die herbeigeeilte Haus-Security wurde von zwei Aktivisten zwecks "Deeskalation" vor dem Büro in einem Gespräch festgehalten während drinnen ungebremst die Auseinandersetzung weitergehen konnte - mit Erfolg: Der anfangs so selbstsichere Herrscher über öffentliche Gelder knickte schließlich ein und wies die Auszahlung an. Ebenso erfolgreich verlief eine kurzfristig organisierte Bürobesetzung im August 2008. Es ging um die Weigerung der Poststelle in der ARGE Köln-Kalk, Erwerbslosen eine Eingangsbestätigung für persönlich abgegebene Unterlagen auszustellen. Trotz Security und herbeigerufener Polizei, trotz Androhung von Strafanzeige und Rollkommando zeigten 10 Aktivisten der Gruppen "KEAs" und "Zahltag!" soviel Sturheit und Entschlossenheit, dass der Standortleiter schließlich einknickte. Ab sofort war in der ARGE Köln-Kalk eine Abgabe von Unterlagen und der Erhalt einer Eingangsbestätigung möglich, ohne lange Wartezeiten in Kauf nehmen zu müssen. Auch bei dieser Aktion war für den Erfolg letztlich die Beharrlichkeit der Aktivisten ausschlaggebend und die Hemmschwelle der ARGE und Polizei zu groß, die zehn Erwerbslosen aus der ARGE öffentlich rauszuschmeißen. Einen "nachhaltigen" Erfolg hat uns allerdings die Aktion leider nicht gebracht. Mittlerweile müssen wieder lange Wartezeiten in Kauf genommen werden, um eine Eingangsbestätigung für die abgegebene Post zu bekommen.
"Zahltag!" stellt eine erfolgreiche direkte kollektive Verteidigung
eines minimalen Einkommens und der eigenen Würde dar. "Zahltage!"
haben uns und vielen HartzIV-Empfänger Mut gegeben und fördern kleine
Prozesse der kollektiven Selbstermächtigung. Mit der Aktionsform "Zahltag!" geht es uns nicht darum mit der
ARGE in einen Dialog zu treten oder, wie die Linkspartei in Leipzig, die Gespräche
mit der ARGE durch einen "Begleitservice" entspannter verlaufen
zu lassen. Wir wollen kein besseres und kein anderes HartzIV, sondern dessen
Abschaffung. Quelle: http://de.indymedia.org/ Kontakt: agenturschluss@free.de, Gruppe Zahltag/Agenturschluss, Salierring
37, Köln
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| Kaukasus
- Öl statt Sanktionen
Von Kai Ehlers Vertreter der deutschen Wirtschaft in Moskau sollen sich die Haare gerauft haben, als nach dem Aufkochen der lange "eingefrorenen" kaukasischen Konflikte auf dem Krisengipfel der EU Anfang September das Wort "Sanktionen" im Raum stand. Der Präsident des Bundesverbandes der deutschen Industrie, Jürgen Thuman erklärte: "Überlegungen, Russland mit Sanktionen unter Druck zu setzen oder Verhandlungen oder Verhandlungen zum WTO-Beitritt und zum Partnerschafts- und Kooperationsabkommen mit der EU zu stoppen, führen in die falsche Richtung." Nichts scheint zusammen zu passen: Während in den Führungsetagen der USA und des "atlantischen Bündnisses" nach dem russischen Eingreifen in Georgien laut über den Ausschluss Russlands aus dem Kreis der G8, der WTO und sogar der Vereinten Nationen nachgedacht, in der NATO gar demonstrative "Strafmaßnahmen" praktiziert wurden, setzte der österreichische Öl- und Gasverbund OMV seine Verhandlungen mit Gazprom über die Beteiligung Österreichs an der "South Stream"-Pipeline fort, durch die Russland und die EU im Energieverbund näher aneinander heranrücken, Der Baubeginn von "North Stream", besser bekannt als Ostsee-Gas-Pipeline steht ohnehin vor der Tür. Forderungen nach wirtschaftlicher Kooperation mit Russland, nach eurasischer Energiesicherheit, nach einer "gesamteuropäischen Sicherheitsarchitektur" stehen einer Medienkampagne gegenüber, die Russland nur noch mit Panzern, Imperialismus oder gar Faschismus assoziiert. Russlands Präsident Medwjedew erklärt indes, sein Land sei selbstverständlich nicht an einem Bruch mit der EU gelegen, habe auch kein Interesse an einer Besetzung des Kaukasus, sondern wünsche sich eine internationale Kontrolle des Gebietes unter Führung der KSZE oder der UNO. Wenn nötig, sei man allerdings bereit und auch in der Lage sich anders zu orientieren. Im Ergebnis beließ die EU es seit ihrem Krisengipfel dabei die "territoriale Integrität" Georgiens zu betonen. Die USA begrüßten die Beschlüsse des Gipfels, die NATO verspricht Hilfe zum Wiederaufbau Georgiens, Zusicherung für dessen zukünftige Mitgliedschaft im Bündnis jedoch gibt sie nicht. Verständlich werden all diese widersprüchlichen Signale nur, wenn man sich die langen Linien vor Augen führt, die sich seit dem Ende der Sowjetunion durch das Dickicht der globalen Neuordnung ziehen. Da sind zunächst die USA: Ihre Strategen glaubten als "einzige Weltmacht", und nicht nur das, sondern auch als einzige zukunftsfähige Alternative aus dem "Kalten Krieg" hervorgegangen zu sein. Man lese dazu das nach wie vor höchst aktuelle Buch Sbigniew Brzezinskis.1 Zur Wahrnemung ihrer historischen Aufgabe, so Brzezinski, müssten die
USA die Wiederentstehung anderer führender Kräfte, vor allem auf
dem eurasischen Kontinent als dem territorialen Zentrum der Welt, im Keim
unterbinden. Systematische politische Interventionen der USA auf dem Eurasischen
Kontinent waren und sind politischer Ausdruck dieser Strategie. Sie stützt
sich auf die EU und auf Japan als "Brückenköpfe" im Westen
und im Osten des eurasischen Raumes sowie auf die "Stabilisierung"
des "eurasischen Balkans" vom Süden her. Darunter versteht
Brzezinski Zentralasien und den Kaukasus. Zentraler Konfliktraum, in dem die neuen globalen Interessenlinien sich jetzt kreuzen, ist die von den Geo- und Energiepolitikern so getaufte "strategische Ellipse". Sie umfasst den "eurasischen Balkan", konkret, die Räume nördlich und südlich des Kaukasus, in deren Mitte die Bergketten des Kaukasus eine Schwelle bilden, welche die afrikanische von der eurasischen Landmasse trennt - bzw. sie miteinander verbindet. Für die USA ist der Kaukasus jedenfalls zur Zeit der einzige verbliebene südliche Zugang nach Eurasien. 80% der heute verfügbaren fossilen Ressourcen lagern im Bereich der "strategischen Ellipse". Gut die Hälfte davon liegt im südlichen Einzugsbereich - Arabien, Irak, Iran. Im Norden umfasst sie die Ölfelder Azerbeidschans, Russlands, Kasachstans und Turkmenistans, öffnet sich für die Zugänge zu sibirischem Gas und Öl. Nach dem Ende der Sowjetunion galt den Westmächten dieser Raum als "Machtvacuum". Eine Neuaufteilung der Einflusssphären schien möglich, wenn es gelänge, das bis dahin bestehende Förder- und Transportmonopol Moskaus für Öl und Gas zu brechen. Seit 1990 forcierten die USA daher die Erschließung des Raumes entlang eines "Transportkorridores", der Öl und Gas in neuen Pipelines unter Umgehung Russlands, sozusagen an seinem Bauch entlang über die kaspische Schwelle nach Westen transportieren könnte. In einem Zug sollten so auch zugleich Iran und China außen vor gehalten und das Monopol der arabischen Staaten gebrochen werden. Demokratisierung der fossilen Weltressourcen, etwas sachlicher ausgedrückt, Diversifikation lautete das politische Zauberwort, mit dem diese Strategie verkauft werden sollte. Herausragendes Ergebnis war der Bau der Pipeline vom azerbeidschanischen Baku über das georgische Tiblissi nach Ceyhan an der türkischen Küste des Mittelmeeres, nach den Städtenamen kurz BTC-Linie getauft. Sie ist seit 2005 in Betrieb. Die Europäische Union folgte mit dem Plan der sog. Nabuco-Pipeline, die zentralasiatisches und kaukasisches Gas, ebenfalls unter Umgehung Russlands durch die Türkei über Bulgarien, Ungarn mit Endpunkt in Österreich direkt nach Europa schaffen soll. Ihre - von den US-Think-Tanks wie der Heridage Foundation und anderen - immer wieder formulierte Aufgabe ist, die EU von Russland unabhängig zu machen. Dahinter steht das Ziel, die EU als "Brückenkopf" zu erhalten. Seit Wladimir Putin 2004 mit der Zerschlagung von Yukos die Übernahme des russischen Ölmarktes durch US-Konzerne stoppte, hat sich der Wind gedreht. Mit "North Stream" entstand 2005 ein deutsch-russisches Projekt, das die Verbindung zwischen Russland als Gaslieferanten und Deutschland und von Deutschland aus mit der EU langfristig vertiefen wird. Mit "South Stream" kommt seit Mitte 2007 das südliche Pendant dazu, mit dem Gasprom den Nabuco-Plänen unmittelbare Konkurrenz macht. Die Mitglieder der EU Bulgarien, Ungarn, Österreich schlossen seit 2007 nacheinander Einzelverträge mit Gazprom als Betreiber der "South Stream" ab, statt in "atlantischer Solidarität" auf die Fertigstellung des Nabuco-Linie zu orientieren, die ebenfalls über ihre Territorien führen soll. Während mit den Bauabschnitten zur "South Stream" schon begonnen wurde, liegt das Nabuco-Projekt noch in der Planung. Im Mai 2007 zwischen Gazprom und Turkmenistan abgeschlossene Verträge, turkmenisches Gas in Zukunft über bereits bestehende russische Leitungen an Gasprom zu verkaufen, statt auf die Inbetriebnahme einer im Zusammenhang mit Nabuco projektierten Unterwasser Pipeline durch das Kaspische Meeer zu warten, bilden den aktuellen Abschluss dieser Entwicklung. Ohne turkmenisches Gas ist Nabuco jedoch nicht mehr gewinnbringend zu betreiben. Damit ist der Versuch der USA, die EU von russischer Energieversorgung unabhängig zu machen, um sie als westlichen "Brückenkopf" für die Beherrschung Eurasiens zu erhalten, vorerst gescheitert. Es entsteht ein eurasischer Energieverbund mit einem wieder erstarkten Russland als Zentrum für die Gas- und Ölversorgung, in dem umgekehrt die EU, speziell Deutschland der wichtigste Handelspartner Russlands ist. Das ist eine Tatsache, der sich europäische, wie auch US-amerikanische Politik zu stellen hat. Forderungen nach "Sanktionen" gegen Russland sind vor diesem Hintergrund bestenfalls Gesten, die den Zweck haben, den "atlantischen Partner" zu beruhigen, um ihn nicht ganz zu vergraulen, wenn sie nicht schlicht Ressentiments aus unbewältigter Geschichte sind. Dem gleichen Muster folgt die Propaganda, die Russland ökonomisch umwirbt, aber politisch und moralisch klein halten will. Die Frage ist allein, ob die USA sich mit solchen Gesten abspeisen lassen. Zur Zeit hält man sich in diplomatischen Floskeln. Nach der Wahl wird man es sehen. Kai Ehlers 1 Sbigniew Brzezinski, Die einzige Weltmacht, Fischer 1997 2 Sbigniew Brzezinski, The second chance (englisch), basisic books, New York, 2007
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| Trüffelpreise
im Saarland boomen trotz Rezession
Trüffelkönig in Saarbrücken gekrönt
Bedingt durch eine, als saugudd
zu bezeichnenden Trüffelernte boomen die Preise für An der oberen Saar hat derweil der erste Trüffelmarkt
der Saison begonnen. Der Edelpilz wird hier besonders gern im Omelette oder
zu Grummbeerkichelcher und Dibbelabbes gefuttert. Ein ortsansässiger
Gourmet berichtet, besonders zur Currywurst sei das Saargold ein Hochgenuss
und ersetze als Beilage während der Bei der 25. Trüffelauktion an der oberen Saar
ging die Rekord-Knolle, eine blaue Saar-Trüffel von 870 Gramm an einen
bisher unbekannten Bieter aus der SPD. Bei den Medienberichten zufolge wurde auf einem Bauernmarkt
in der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken der diesjährige
Trüffelkönig gekrönt. Genau 1, 972 Unterdessen bewertet die saarländische CDU Landesregierung
den anhaltenden Trüffelboom im Saarland als Erfolg ihrer Regierungskunst.
Regierungssprecher Hermann Seicher (CDU) betonte vor der Presse, das Aufsteigerland
werde künftig die Zucht von |
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