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15.12.2010
Letzte Etappe - Fidel Castro sandte am 13.12.2010 eine Botschaft
an die Teilnehmer der XVII. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Südafrika.
Compañeras und Compañeros,
es ist mir eine Freude und eine große Ehre, die mir zugekommene
Bitte zu erfüllen, euch eine Botschaft aus Anlass der XVII. Weltfestspiele
der Jugend und Studenten zu übermitteln, die im Heimatland Nelson
Mandelas stattfinden, dem lebenden Symbol des Kampfes gegen das verhasste
Apartheid-System.
Kuba war der Austragungsort von zwei Weltfestspielen: den XI., im Jahr 1978,
und den XIV., 1997. Zum ersten Mal hatte das Festival außerhalb von
Europa stattgefunden, in einem Land dieser Hemisphäre.
Die Entscheidung wurden von der IX. Versammlung des Weltbundes der Demokratischen
Jugend getroffen, die Ende 1974 in Varna, Bulgarien, stattfand.
Es waren andere Zeiten. Die Welt sah sich ernsten, aber weniger dramatischen
Problemen gegenüber. Die fortschrittlichsten Jugendlichen kämpften
für das Recht aller Menschen auf ein würdiges Leben; der alte
Traum der größten Denker unserer Gattung, als offensichtlich
war, dass Wissenschaft, Technologie, Produktivität der Arbeit und
die Entwicklung des Bewusstseins dies möglich machten.
In kurzer Zeit beschleunigte sich die Globalisierung, die Kommunikation
erreichte ungeahnte Ausmaße, die Medien zur Verbreitung von Bildung,
Gesundheit und Kultur vervielfachten sich. Unsere Träume waren nicht
unbegründet. In diesem Geist wurden die XI. Weltfestspiele der Jugend
und Studenten durchgeführt, an denen auch unser Volk teilnahm.
Im Generalrat des Weltbundes der Demokratischen Jugend, der Anfang Oktober
1995 gerade im heldenhaften Südafrika durchgeführt wurde, wurde
die Durchführung des XIV. Festivals in Havanna beschlossen, an dem
12.000 Delegierte aus 132 Ländern teilnahmen. Unser Land führte
damals seit fast 37 Jahre seinen politischen und ideologischen Kampf gegen
das Imperium und seine brutale Wirtschaftsblockade.
Bis in die 1980er Jahre gab es nicht nur die Volksrepublik China, die
Demokratische Volksrepublik Korea, Vietnam, Laos und Kampuchea, die völkermörderische
Kriege und die Verbrechen der Yankees erlitten hatten, sondern auch das
sozialistische Lager in Europa und die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken,
einen riesigen multinationalen Staat von 22.402.200 Quadratkilometern,
mit riesigen Ressourcen landwirtschaftlicher Anbauflächen, Wäldern,
Erdöl, Gas, Mineralien und anderem. Gegen die imperialistische Supermacht
mit mehr als 800 Militärbasen über den ganzen Planeten erhob
sich eine sozialistische Supermacht.
Die Auflösung der UdSSR, welches auch immer die Fehler in dem einen
oder anderen Augenblick der Geschichte waren, stellte einen harten Schlag
für die fortschrittliche Bewegung der Welt dar.
Die Yankees reagierten schnell und weiteten ihre Militärbasen und
die Benutzung der von der UdSSR geschaffenen Einrichtungen aus, um die
Russische Föderation, die trotzdem eine große Macht bleibt,
mit ihrer Kriegsmaschinerie noch weiter einzukreisen.
Das militärische Abenteurertum der Vereinigten Staaten und ihrer
NATO-Verbündeten verstärkte sich in Europa und Asien. Sie entfesselten
den Kosovo-Krieg und lösten Serbien auf.
Im Bereich unserer Hemisphäre intervenierten sie sogar schon vor
der Auflösung der UdSSR 1965 in der Dominikanischen Republik, bombardierten
und intervenierten mit Söldnerkräften in Nicaragua, intervenierten
mit ihren regulären Truppen in Grenada, Panama und Haiti, förderten
blutige Putsche in Chile, Argentinien und Uruguay und unterstützten
die brutale Unterdrückung durch Stroessner in Paraguay.
Sie schufen die Schule der Amerikas, wo sie nicht nur Tausende lateinamerikanische
Offiziere in Verschwörungen und Staatsstreichen ausbildeten, sondern
auch viele von ihnen mit den Doktrinen des Hasses und den ausgefeiltesten
Foltertechniken vertraut machten, während sie sich vor der Welt als
die Paladine "der Menschenrechte und der Demokratie" präsentierten.
Im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts scheint die imperialistische Supermacht
über ihre eigenen Ufer zu treten.
Die blutigen Ereignisse des 11. September 2001, als die Zwillingstürme
in New York zerstört wurden - eine dramatische Episode, bei der rund
3000 Menschen das Leben verloren - und der spätere Angriff auf das
Pentagon, kamen dem skrupellosen Abenteurer George W. Bush wie gerufen,
um den so genannten Krieg gegen den Terror zu entfachen, der ganz einfach
eine gefährliche Eskalation der brutalen Politik darstellt, die die
Vereinigten Staaten auf unserem Planeten schon anwendete.
Das beschämende Komplizentum der NATO mit solch einem verabscheuungswürdigen
Krieg ist mehr als bewiesen. Diese kriegerische Organisation hat ihre
Absicht proklamiert, in jedem Land der Welt zu intervenieren, in dem sie
ihre Interessen, also die der USA, bedroht sieht.
Das Monopol der Massenmedien in den Händen der großen kapitalistischen
Transnationalen Konzerne ist vom Imperialismus benutzt worden, um Lügen
zu sähen, beschränkte Einschätzungen zu schaffen und egoistische
Instinkte zu entwickeln.
Während Jugendliche und Studierende nach Südafrika reisten,
um für eine Welt des Friedens, der Würde und Gerechtigkeit zu
kämpfen, entfesselten die Universitätsstudenten und ihre Professoren
in Großbritannien eine Straßenschlacht gegen die bulligen
und gut ausgerüsteten Repressionskräfte, die sie auf schneidigen
Pferden angriffen. Nur selten und vielleicht nie zuvor in der Geschichte
konnte man solch ein Spektakel der kapitalistischen "Demokratie"
sehen. Die regierenden neoliberalen Parteien erfüllen ihre Rolle
als Gendarm der Oligarchie, verraten ihre Wahlversprechen und beschlossen
im Parlament Maßnahmen, die die Kosten für das Universitätsstudium
auf 14.000 Dollar im Jahr erhöhten. Das Schlimmste von allem war,
wie die neoliberalen Parlamentarier erklärten, dass "der Markt
dieses Problem lösen" werde. Nur die Reichen hätten ein
Recht auf Universitätsabschlüsse.
Vor wenigen Tagen erklärte der gegenwärtige Verteidigungsminister
der Vereinigten Staaten, Robert Gates, als er die von Wikileaks enthüllten
Geheimnisse kommentierte: "Es ist eine Tatsache, dass die Regierungen
mit den USA umgehen, weil sie daran interessiert sind, nicht weil sie
uns mögen, nicht weil sie uns vertrauen und nicht weil sie glauben,
dass wir Geheimnisse bewahren könnten. Einige Regierungen gehen mit
uns um, weil sie uns fürchten, einige, weil sie uns respektieren,
die Mehrheit, weil sie uns braucht. Noch sind wir im Kern, wie früher
gesagt wurde, die unverzichtbare Nation."
Nicht wenige intelligente und gut informierte Menschen beherbergen die
Überzeugung, dass das Yankee-Imperium, wie alle es vorausgesagt haben,
in seine letzte Etappe eingetreten ist, und die Signale sind unwiderlegbar.
Ein auf der Webseite TomDispatch veröffentlichter Artikel, der von
der Seite Rebelión ins Spanische übersetzt wurde, stellt wie
Hypothesen für den wahrscheinlichen Fortgang der Ereignisse in den
USA auf, und in allen stellt der Weltkrieg eine der Möglichkeiten
dar, auch wenn nicht ausgeschlossen wird, dass es einen anderen Ausweg
geben kann. Er fügt hinzu, dass dieses Land definitiv in weniger
als 15 Jahren seine dominante Rolle bei technologischen Innovationen und
die privilegierte Funktion des Dollar als Reservewährung verlieren
wird. Er zitiert, dass China in diesem Jahr bereits 12 Prozent gegenüber
den USA mit elf Prozent bei den weltweiten Handelsexporten erreicht hat,
und hebt die Präsentation des Superrechners Tianhe-1 durch Chinas
Verteidigungsminister im Oktober hervor, der so mächtig ist, dass
er, wie ein US-Experte ausdrückte, "die Maschine Nr. 1"
der USA "liquidiert".
Unsere lieben Landsleute haben bei ihrer Ankunft in Südafrika im
Rahmen ihrer Aktivitäten den internationalistischen Kämpfern
den verdienten Tribut erwiesen, die im Kampf für Afrika ihr Leben
gaben.
Im benachbarten Haiti bietet unsere medizinische Mission seit zwölf
Jahren dem haitianischen Volk ihre Dienste, heute in Zusammenarbeit mit
an der ELAM (Lateinamerikanische Medizinschule) ausgebildeten internationalistischen
Ärzten. Dort kämpfen sie auch für Afrika, indem sie die
Cholera-Epidemie bekämpfen, die die Krankheit der Armut ist, um ihre
Ausdehnung auf diesen Kontinent zu verhindern, wo es ebenso wie in Lateinamerika
viel Armut gibt. Mit ihrer erworbenen Erfahrung haben unsere Ärzte
die Sterblichkeitsrate außerordentlich gesenkt. Sehr nahe bei Südafrika,
in Zimbabwe, brach im August 2008 diese Epidemie der Zeitung Herald aus
Harare gemäß "explosionsartig" aus. Robert Mugabe
beschuldigte die Regierungen der USA und Großbritanniens, diese
Krankheit eingeschleppt zu haben.
Als Beweis für völlige Skrupellosigkeit bei den Yankees ist
notwendig daran zu erinnern, dass die US-Regierung dem Apartheidregime
Atomwaffen übergeben hat, und dass die Rassisten kurz davor waren,
sie gegen die kubanischen und angolanischen Truppen einzusetzen, die nach
dem Sieg von Cuito Cuanavale in Richtung Süden vorrückten, wo
der kubanische Befehlsstab, der diese Gefahr ahnte, die angemessenen Maßnahmen
und Taktiken ergriff, die ihm die völlige Lufthoheit ermöglichten.
Auch wenn sie versucht hätten, solche Waffen einzusetzen, hätten
sie den Sieg nicht errungen. Aber es ist berechtigt, sich zu fragen: Was
wäre geschehen, wenn die südafrikanischen Rassisten die Atomwaffen
gegen Truppen Kubas und Angolas eingesetzt hätten? Welches wäre
die internationale Reaktion gewesen? Wie hätte solch ein Akt der
Barbarei gerechtfertigt werden können? Wie hätte die UdSSR reagiert?
Das sind Fragen, die wir uns stellen müssen.
Als die Rassisten die Regierung an Nelson Mandela übergaben, sagten
sie ihm kein Wort darüber, was sie mit diesen Waffen getan haben.
Die Untersuchung und Anklage solcher Tatsachen wäre heutzutage ein
großer Dienst an der Welt. Ich fordere euch auf, liebe Landsleute,
dieses Thema bei den Weltfestspielen der Jugend und Studenten vorzulegen.
Vaterland oder Tod!
Wir werden siegen!
Fidel Castro Ruz
13. Dezember 2010
Aus: Granma - International - Digital
http://www.granma.cu/aleman/kuba/14dic-Botschaft-Fidels.html
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17.12.2010 JMStV-Staatsvertrag
in letzter Minute versenkt
U-Busse??? Ha, irgendwie schon, so....
Von Marcl Mack
Es war dann also, wie in allen Marinefilmen auf einmal: großes Gewalle
prächtige und gewaltige Digitalnatur und Männer - auch Frauen, klare
Sache - die sich gegen die Gewalten stemmen und dabei auch noch
versuchen irgendwie weniger unvernünftige Entscheidungen zu treffen,
als
sie es könnten. Unter dem Ein.Druck der digiNatur. Das ist nur ein Bild,
oder wie es im 21. halt ist: Bilder. "Genau", sagte der wortkarge
net.Bär und spuckte einen Strahl Kautabakssaft auf das Tau, das er
gerade am re.splicen war.
Nun, da waren also die Flotten aller Länder ausgelaufen, um sich - vor
allem anderen - in internationalen Gewässern.de einen zu geben, einen
zu
machen, einen zu drehen, den Nippel durch die Lasche zu ziehen und in
aller bescheidenen Überhabe und Mehrwertigkeit richtige Entscheidungen
zu treffen. Aber für wen richtig?? Die Antworten auf diese Frage dürften
die Promovationsaufsatzarchive der Fachbereiche Politik*, Medien*, und
Psychologie* der Zukunft satt füllen. Die Kapitäne und die ersten,
zweiten, dritten und vierten Offiziere gaben lauthals Kommandos und es
war ein Gewusel wie im Bilderbuch. "Setzt jeden Fetzen in den Wind, wir
fahren gen JAva!!" Steuerbord - backbord: "Alle Segel reffen, Anker
werfen, in die Boote - wir rudern zurück ab 16 und ab 18 zuerst!!"
Das
war ein gewaltiges Schauspiel und über allem brauste der Wind, der erst
ein leises Flüstern der Vernunft war, als ob diese die Diskussion
suchte. Glitt aber ab an den öltuchgestopften Ohren und erhob sich zu
einem Brausen erst, dann zu einem Sturm, geeignet den Steuerpersonen die
Scheiße aus den Knochen zu wehen.
Viele Boote und Schiffe konnten sich noch vor dem Sturm mit kurzen
klandestinen Manövern abhaken lassen, doch die 'Berlin' und die
'Nordrheinwestfalen' (kurz NRW) gerieten in den Sturm. Die 'Saarland'
rettete sich durch Selbstversenkung - ein perfektes Manöver, auch wenn
es nicht dazu taugt in die Lehrbücher aufgenommen zu werden, die unter
den knarrend schwingenden Laternen gerne gelesen werden.
Doch wieder zur Geschichte, zur Ballade, zur Moritat über die beiden
tragischen Schiffe: Der Kapitän der 'Berlin' hatte halt schon ins
Logbuch geschrieben und was geschrieben steht, das soll wahr sein. Da
müssen wir durch. Doch die Mannschaften - die Personenschaften ist
korrekter, gell - taumelten und machten wirr. Das Schiff mußte
Belastungen aushalten fuhr gleichzeitig in alle Richtungen und schwankte
und krängte, die Suppe schwappte aus den Bootsmanntellern und machte
noch länger sichtbare Flecken auf die Blusen, rechts und links und in
der Mitte. Nur durch eine Beschwörung in der Offiziersmesse gelang es
den ursprünglichen Kurs wieder zu finden und dann Nichts wie durch -
ab
dafür mit Schaden.
Ganz anders die 'NRW', die, als größter Pott ihrer Klasse, direkt
in den
Sturm steuerte. Alle Ruderbänke besetzt, sollen die Segel nur in Fetzen
gehen... früher mal mit Kohle betrieben, aber dann in die Schornsteine
Bäume gepflanzt, schon lange, karriolte also das nun doch schon
minderbetriebene Kraftschiff durch die tiefen Täler, die sich
auftürmende Wellen bildeten. So kreuzte das Schiff und auf dem Weg von
der Besprechung an Backbord zu der Besprechung an Steuerbord ging so
mancher verloren, fiel vom Glauben ab oder klammerte sich an Irreales.
Jeder guckt wie er durch kommt, ein wilder Wind zwitscherte in Kopfhöhe
über's Deck und dann gab es auch noch U-Bootalarm, Nun war das große
Mäandern angesagt, das es unvorhersagbar machen sollte voraus zu sehen,
welcher Kurs denn nun verfolgt werden würde. Doch die, die
bekanntermaßen ziemlich Alles aussitzen - oder meinen das zu können
-
zelebrierten überraschend eine Meuterei und da war der Sturm in den
Kabinen und zwischen den Hängematten. Und immer noch war U-Bootalarm,
Zickzack-Kurs und jede Sirene machte Wüüüü Wüüüüh,
es ging drunter und
drüber, die U-Boote waren die 'Ba-Wü', die 'Bayern', die 'RhLPfalz'
und
sie wollten die 'NRW' auf Position zwingen.
Mit einer Meuterei hatte keiner gerechnet, und wie das auf Schiffen so
sein kann, man sieht nur was zu sehen ist und U-Boote sieht man nicht,
die sind getaucht, und auf höchster See ist eine Noskerei illusinär,
so
vereinten sich Alle in fröhlicher Meuterei, schmissen unnötigen
Ballast
über Bord und sangen "Rette sich wer kann"... Und der Sturm
verflachte.
Wartete aber noch, bis er sicher sein konnte.
Nun, ein Kapitän, der sich großer Theoreme bemächtigt hatte
- zumindest,
wenn die Überschrift als wahr gülte - war mit dem Verlauf der manöver
gar nicht zufrieden. Er tobte und schrie und drohte Häfen zu sperren
und
was alles. So sind Kapitäne nun mal. Oder können sein.. legen Raster
auf
zuvor unbefahrene Meere und wundern sich, wenn am Ende etwas ganz
anderes herauskommt. Die 'Schleswig-Holstein' übrigens fuhr gar nicht
erst raus, die alten Küstler wissen genau: "Nordrheinsee ist
Mordrheinsee". Die blieben im Hafen.
Ich sah immer noch dem alten net.Bär zu, der das Netz flickte.
Da sprach der alte net.Bär noch einmal, obwohl es noch der selbe Tag
war: "Nimm was Labskaus, gibt Kraft." Ich aber: "Nee, danke,
Kraft und
so ist meins nicht...", er wieder: "Was Flasche Beck's dann?",
ich
wieder: "Geh mir fort, das macht nur wirr im Kopp." Dann schauten
wir
zu, wie das Packeis die Trümmer der Flotten zu Denkmälern aufdrückte.
Und so macht das Warten auf den Bus auch mal Spaß.
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15. Dezember 2010 - Ein
Erfolg -
Umstrittener Jugendschutz - NRW stoppt Staatsvertrag
Am
Ende will keiner mehr zustimmen: Nachdem bereits die Opposition die Neufassung
des Jungendmedienschutz-Staatsvertrages ablehnt, konnte nun auch die rot-grüne
Landesregierung von NRW den Vertrag nicht mehr billigen, dern sie hatte keine
Mehrheit mehr im NRW-Landtag, Die Linke, die CDU und FDP hatten dagegen votiert.
Umstritten sind vor allem die Jugendschutz-Vorgaben für Internetseiten.
Der Landtag in NRW hat den Staatsvertrag fürs Erste gestoppt.
Der geplante Staatsvertrag der Bundesländer zur Stärkung
des Jugendschutzes im Internet kann nicht ratifiziert werden. Im nordrhein-westfälischen
Landtag wollen neben CDU, FDP und Linken jetzt auch die Regierungsfraktionen
von SPD und Grünen dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMSTV) nicht
mehr zustimmen. Das verlautete nach einer Sitzung der SPD-Fraktionsspitze.
NRW ist das letzte Bundesland, das den Vertrag noch ratifizieren
muss. Bislang hat kein Länderparlament ihn abgelehnt. Der Staatsvertrag
soll den Jugendschutz im Internet durch freiwillige Altersklassifizierungen
stärken.
Eltern sollen mit einer Jugendschutzsoftware die Angebote
filtern können, die für ihre Kinder zugänglich sind. Angebote
ohne Altersklassifizierung würden von dem Filter ausgeblendet, erläuterte
eine Sprecherin des NRW-Medienministeriums. Quer durch die Fraktionen gibt
es Kritik an der Praktikabilität und Wirksamkeit der vorgesehenen Regelung,
aber auch Bedenken gegen eine drohende Einschränkung der Meinungsvielfalt.
Rot-Grün schwenkt um
Das Aus für den Staatsvertrag hatte sich schon am Dienstag
abgezeichnet, nachdem auch die CDU-Fraktion einstimmig beschlossen hatte,
nicht zuzustimmen. Zuvor hatte dies bereits die FDP erklärt. Der Vertrag
war allerdings noch unter Beteiligung der schwarz-gelben Koalition verhandelt
worden, die bis Juli regierte.
Trotz inhaltlicher Bedenken
wären die rot-grünen Koalitionsfraktionen "aus staatspolitischer
Verantwortung" bereit gewesen, dem Staatsvertrag zuzustimmen, hieß
es aus der SPD-Fraktion. |
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