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11. Juni 2011 Tobruk und el Alamain bald wieder in deutscher Hand

Wüstenfuchs geistert durchs Nato-Hauptquartier in Brüssel

Satire von Charles Duremont

Wie eine gewöhnlich undichte Stelle aus dem Nato-Hauptquartier in Brüssel durchsickern ließ, suchen hohe Lamettaträger derzeit nach Plänen eines gewissen Erwin Rommel. Hintergrund ist die Demokratisierung Libyens nach dem Sturz von Machthaber Muammar al Gaddafi. Dafür sollen
auch Soldaten der Bundeswehr den Stämmen der Cyrenaika, Tripolitaniens und der Provinz Fessan die demokratische Grundordnung mit Piff-Paff einbläuen. Während aus Afghanistan immer mehr Särge nach Deutschland
zurückkommen, bereitet Kriegsminister de Maizière schon die nächste militärische Pleite der Deutschen vor. De Maizière sagte auf dem Nato-Verteidigungsministertreffen in Brüssel, die Bundesregierung werde dies „ konstruktiv prüfen“. Nötig sei dafür bloß ein UN-Mandat. Angeblich sollen die Bundestagsabgeordneten in den Sommerferien schon
mal den Gassenhauer „Lili Marleen“ unter der Dusche singen und sich mit den großen „Siegen“ des deutschen Afrikakorps und seines Oberkommandierenden Erwin Rommel vertraut machen. Besonders den großartigen „Siegen“ vor El Alamein, Tobruck und der „erfolgreichen“ Schlacht am Kasserinpass gegen die US- Truppen unter General Patton sollten sich die Kriegsbefürworter unter den Volksvertretern widmen.

Die von US- Präsident Barak Obama hoch dekorierte Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bereits bei ihrem Besuch in Washington ein deutsches Engagement im Libyen nach Gaddafi zugesagt. Versprochen ist versprochen,
das können nicht mal die Chefs der Parlamentsarmee rückgängig machen – Oder? Zwar sind noch nicht einmal sämtliche Minen der Kriegsparteien aus dem Zweiten Weltkrieg aus dem libyschen Wüstensand geräumt, aber die
Friedens- und Demokratieboten Deutschlands werden bestimmt nicht reintreten oder -fahren, wenn sie auf den Spuren ihrer legendären Propagandafigur, des Wüstenfuchses Erwin Rommel, wandeln.


Immerhin steht bereits eine Battlegroup (BG II) mit 990 deutschen Soldaten bei Fuß. Darunter sind Pioniere und Sanitäter. Fehlen nur noch Priester, Särge, Weihwasser und die Gesangbücher vom letzten Mal.

7. Juni 2011EHEC-Multikiller jetzt auch in Biosprit entdeckt

Adieu Deutschland, die letzten Jahre waren einfach zuviel für Dich

Von Yvonne Chantré
Sowohl Biodiesel als auch E-10- Fusel sind mit den berüchtigten EHEC- Killern verseucht. Dies fanden unabhängige Seuchenexperten und Privatgelehrte heraus. Schon beim Tanken können die unsichtbaren Killer
auf den Menschen überspringen. Besonders gefährdet sind junge Frauen mit Miniröcken und knappen Höschen. Hier können die schamlosen Killer fast ungehindert in den Darm eindringen und gewaltige Durchfälle auslösen.
Aber auch Automobile sind beim Tanken gefährdet. Je größer der Tank, um so mehr dieser todbringenden Minimonster können sich im Inneren der
Karossen breit machen und jederzeit für den plötzlichen Autotod samt Insassen sorgen. Ausfall der Beleuchtung, Bremsversagen, Ausfall der Servolenkung und des elektrischen Fensterhebers sind nur einige
Anzeichen für eine Kontamination mit den EHEC-Killern. Aber auch die Lichthupe kann plötzlich ausfallen und die Hatz auf den Vordermann uninteressant machen. Experten raten, sofort nach einem Besuch an der Tanke die teure Karosse unbedingt einem Vollwaschgang bei 90 Grad zu unterziehen und den eigenen Schlangenalabasterleib mindestens 60 Minuten
lang bei hohen Wassertemperaturen und mit einem gängigen chlorhaltigen Desinfektionsmittel versehen in die Badewanne zu stecken.

Mittlerweile gelten sogar Biogasanlagen als Brutstätte der unheimlichen Killer-Viren. Auch Solaranlagen gelten bereits als Aufzuchtstationen der kleinen Killer. Hier tanken die Biester Sonnenenergie pur, um länger aktiv bleiben zu können. Der Großhumpendorfer Arzt, Schauspieler und
Bergsteiger Dr. Hubert Engerling glaubt fest daran, dass die Vorgänger der neuen Erreger zuerst als Computerviren durchs Internet gehuscht sind und dort bereits in Ordnern und Dateien ihr Unwesen getrieben ha ben. In Freiheit gelangten die Ehec- Killer durch eine arglos in eine Hamburger Biotonne entsorgte Festplatte. Hier fanden die Killer paradiesische Zustände, zumal die Biotonne wochenlang nicht geleert wurde. Dann kam der Tag X für Hamburg und die gut gemästeten Ehec-Killer: die Biotonne wurde geleert, und die Insassen waren in der Freiheit angekommen.

Derzeit scheint die Erregerquelle unauffindbar zu sein. Dies war bereits bei den Pestausbrüchen im Mittelalter so. Wer hätte damals schon auf nah- und fernöstliche Flöhe, die im Pelz von Schiffsratten nach Europa einreisten, getippt. Deutschlands politische Schamanen sind überzeugt,
dass der EHEC-Erreger ein Erzeugnis böswilliger Konkurrenten des deutschen Wachstums sind. Noch ist der Gurken-Zoff mit Spanien nicht beigelegt. Hier wird die Kanzlerin noch, um in den Genuss eines vollkommenen Ablasses zu gelangen, nach Santiago de Compostella pilgern
müssen; barfuß versteht sich. Unterdessen stehen auch die Klimaanlagen in den ICEs im Verdacht, den EHEC- Erreger auszubrüten. „Bei der Bahn ist alles möglich“, so ein
Reisender mit Netzkarte gegenüber dem Eisenbahnmagazin „Am Prellbock“. Fachleute rufen bereits scharenweise nach geeigneten Exorzisten, Bitt- und Betprozessionen sollen den killenden Erreger mit geweihtem Wasser und Rauch austreiben. In frommen Zirkeln spricht man offen - nach Attila
– über eine neue Geissel Gottes.

Politkritiker, aber auch eingefleischte Fatalisten, sehen den
EHEC-Erreger als Endprodukt des politischen Mistes, der ständig aus den Parteihintern ungefiltert an die Öffentlichkeit dringt und mittlerweile das ganze Land verseucht hat. Besonders die Ablagen der sogenannten Volksparteien haben es in sich. Was die Gr&o uml;ße der Haufen anbelangt, haben auch die Grünen mittlerweile aufgeholt. Mit dem EHEC-Killer und der von ihm ausgelösten Darm-Epidemie ist Deutschland jetzt von der letzten der sieben biblischen Plagen befallen
worden. Nach Vogel- und Schweinegrippe, Rinderwahn, Sozenplage und der immer größer werdenden Grünen-Seuche sowie der Pleiteplage der Banken kommt jetzt die Großoffensive der Durchfall-Erreger. Niemand kann sie
stoppen. Es gibt keinen Impfstoff, nicht einmal für die Leistungsträger der Gesellschaft. Die Bundeskanzlerin will in der kommenden Woche die Wirtschaftsbosse wieder einmal ins Kanzleramt laden. Dort soll dann gemeinsam das letzte Abendmahl gefeiert werden. Zum Nachtisch gibt es
die letzte Ölung. Deutschland hat es geschafft. Niemand braucht mehr Autos, und die Bahn benötigt auch keine neuen ICE- Züge mehr. In zehn Jahren kann das Land des ehemaligen Exportweltmeisters zu einem Naturparadies werden, in dem die letzten Überlebenden in ihren Gehegen
besichtigt werden dürfen. Adieu Deutschland, die letzten Jahre waren einfach zuviel für Dich.

6. Juni 2011 - Ehec-Erreger – Rache der Griechen an Deutschland

Wer hat in Hamburg oder Lübeck ins Gemüse geschissen? – Alles über Irans bedauerlichen Verwaltungsfehler und warum die Mindestlohnfrage in Deutschland endlich gelöst ist

Saartierisches von Gisbert Spränzer

Deutsche Hersteller produzierten im Jahr 2010 Fahrräder im Wert von 360 Millionen Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des “Europäischen Tag des Fahrrades” am 3. Juni mitteilte, ist das ein Anstieg von 10,4% gegenüber 2009. Zwar ist die Zahl der produzierten Fahrräder um rund 2,6 Prozent auf 1,3 Millionen Stück gesunken, aber die Zahl der Fahrradrüpel steigt stetig

weiter. Mein Kumpel Ivanhoe ist erst unlängst beim Spaziergang mit seinem Herrchen fast von einem Mountainbiker gekillt worden. Jetzt wird auch noch gefordert, dass die Tiefflieger der Bürgersteige und Fussgängerzonen mit Sturzhelmen aufgerüstet werden sollen, etwa so ,wie die alten Rittersleute im Mittelalter; fehlt nur noch das Blechzeug drumrum. “Diese sogenannten schwächeren Verkehrsteilnehmer haben eh nix im Kopp und brauchen deswegen gar keinen Helm”, hat Ivanhoe gebrummt. Randy, Ivanhoe und ich, wir prominenten Dorfhunde, sind der Meinung, dass Fahrradrüpel aus unserer geheiligten Verkehrsordnung verschwinden müssen, genauso wie Sozis und ähnliche Schmeißfliegen.

Seit Vatertag ernährt Herrchen sich wegen der gefährlichen Ehec-Darminfektionen nur noch von ganz sicheren Lebensmitteln, Fass- und Flaschenbier. Sogar den Salat aus unserem Garten hat er letztens gekocht und daraus Spinat gemacht. Herrchen ist ja der Meinung, dass der Ehec-Erreger die letzte Rache von Osama bin Laden an der Menschheit ist. Sogar den ollen Gaddafi, die Pfälzer und Sozis hat er im Verdacht, ihn vergiften zu wollen. Hoffentlich lässt er seine Pfoten von meinem Hundefutter, denn Hundekuchen gilt ebenfalls als keimfrei. Meine Kumpels und ich haben jedenfalls noch nie Durchfall von Hundefutter gehabt. Ich glaub’ ja nicht an Herrchens Verschwörungstheorien, aber wenn jemand richtig Gründe hat, die Deutschen zu vergiften, dann sind es die Griechen.

Während des Länderspiels gegen Österreich hat Herrchen vor der Glotze fast einen Herzkasper gekriegt. Wenn die Ösis das Match gewonnen hätten, wäre seine Welt glatt zusammengebrochen. Eine Niederlage der deutschen Adler, ausgerecht in Wien, hätte Herrchen in den Wahnsinn getrieben, ebenso wie ein Abschmatzer von Claudia Roth oder eine Nacht mit Alice Schwarzer. Herrchens Errettung durch Mario Gomez wird bestimmt als „Wunder von Wien“ in die Fußballgeschichte eingehen, da bin ich ganz sicher. Das lässt sogar die zweistündige Ehrenrunde der Bundeskanzlerin vor dem iranischen Luftraum anlässlich ihrer Indienreise fast vergessen. Schön war der „bedauerliche Verwaltungsfehler“, wie das der iranische Botschafter in Deutschland diplomatisch ausdrückte, trotzdem. Ich finde jedenfalls, die Iraner hätten die Kanzlerin und ihr Gefolge auch gleich einkassieren können. Das finden auch viele CDU-Landesf ürsten so, denk’ ich mal.

Apropos CDU-Landesfürsten: Saarfürst Peter Müller hat es ja bald hinter sich. Den Vorsitz der CDU im Saarland hat er schon mal an die Rote Gretel abgetreten. Die hat auch gleich mächtig auf den Putz gehauen und einen Mindestlohn, von dem man angeblich leben kann, gefordert. Jetzt haben die Sozis und Gewerkschaften ein echtes Problem mit ihren Hungerlohnthesen von einem Mindestlohn von 8.50 Euro. Herrchen hat gesagt, dass wir wohl bald gar keinen Mindestlohn mehr brauchen, weil die Arbeitslosen jetzt gleich im Jobcenter von der Polizei abgeknallt werden. Dadurch würden die Löhne in Deutschland automatisch steigen und alle Probleme wären gelöst, so Herrchens Wort zum Sonntag.

Herrchen macht der Vatertagskater immer noch zu schaffen. Deswegen ist jetzt auch eine Alkoholverdunstungsstunde im Wald angesagt. Prima, dann kann ich ja gleich nach Fuchsbandwürmern schnüffeln. Vielleicht sind Meister Reinekes Bandwürmer ja auch Schuld an der ganzen Misere mit den Ehec-Erregern. Also ich hab’ die Wurmkur hinter mir und meine Kumpels Ivanhoe und Randy auch. Wir haben auch nicht in Hamburg oder Lübeck ins Gemüse geschissen, ich schwör ‘s. Bis bald denn – „Wuff”