zurück
Imperialistische Kriege II

Bild: Bernd Rausch
26.3.2011 - Goldrausch in Libyen

Das goldene Kalb des Muammar al-Gaddafi

Satire von Mustapha el Alaaf

Wie „Bild“ unter Berufung auf die britische Financial Times („FT“) enthüllt, hat Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi einen rund 150 Tonnen schweren Goldschatz im Sand der Sahara verbuddelt. Angeblich kursiert im Internet ein Video, dass Gaddafi im Kreis von 99 Jungfrauen beim Tanz um einen gewaltigen Ochsen aus purem Gold zeigt. Auf Malta wollen britische und französische Journalisten, nach einem ausgedehnten Kneipenbesuch, eine Fata Morgana gesehen haben, die den libyschen Machthaber jolend, und mit einem Regenschirm in der Hand, auf dem Rücken eines wilden Stiers gezeigt hat. Westliche Geheimdienskreise vermuten den milliardenschweren Goldschatz im Süden des Landes, nahe der Oase Fantasta, etwa 1000 Kilometer südlich von Tripolis. Ein französisches Aufklärungsflugzeug musste wegen eines Sandsturm unverrichteter Dinge zu seinem Stützpunkt zurückkehren, hat aber auf dem Rückflug gestochen scharfe Fotos von einer Kamelkarawane geschossen, die unter anderem Vertreter internationaler Banken, mit einer großen Goldwaage im Gepäck, nach Süden transportiert.

Unterdessen bestätigte ein libyscher Diplomat den Marsch der Karawane, bestritt aber, dass der goldene Ochse filetiert werden und gegen neue Waffensysteme aus westlicher Produktion eingetauscht werden soll. Wie der Diplomat sagte, sei dies ein ganz normaler Vorgang. Gaddafi lasse seinen Goldschatz lediglich neu wiegen, da der Goldpreis durch die Krise in der arabischen Welt kontinuierlich steige und der Ochse täglich wertvoller werde. „Jede Bombe auf Libyen lässt das Rindvieh wachsen“ so der Diplomat.

Erfahrene Schatzjäger bezweifeln allerdings die Existenz des goldenen Rindviehs. Zumindest bezweifeln sie, dass der goldene Ochse jemals aufgefunden wird. Er wird sich ebenso in Luft auflösen wie der Hort der Nibelungen, der heilige Gral und der Schatz der Templer.

takt@takt.de

 

26.03.11 Supergau in Fukushima 1

von Reinhold Schramm

Die International Atomic Energy Agency (IAEA) des internationalen Atom-Kapitals hat gemeinsam mit den japanischen Behörden Messungen bis zu 200 km Entfernung von Fukushima I durchgeführt. Die Ergebnisse der Gammadosisrate liegen zwischen 2 und 160 µSv pro Stunde im Vergleich zum natürlichen Hintergrund von rund 0,1 µSv/h (in Berlin liegt der natürliche Hintergrund bei 0,07 µSv/h). Die IAEA gibt an, dass hohe Werte von Beta-Gamma-Kontaminationen zwischen 16 und 58 km Entfernung vom AKW-Fukushima I gefunden wurden. Die Werte liegen zwischen 200.000 und 900.000 Becquerel (Bq) pro Quadratmeter. Diese hohen Werte könnten auch in größeren Entfernungen auftreten.

Die japanischen Behörden gaben Messwerte bis zu 55.000 Bq Jod-131 pro kg Spinat der Präfektur Ibaraki an. Die japanischen Grenzwerte für beschränkten Nahrungsmittelverzehr liegen bei 2.000 Bq/kg.

Nach Tschernobyl wurde von den russischen Behörden als lokal begrenzte Kontamination von mehr als 555.000 Becquerel pro Quadratmeter definiert. Diese Größenordnung wurde in Japan zwischen 16 und 58 km Entfernung vom AKW-Fukushima I von der IAEA gemessen.

Quelle vgl.:
Gesellschaft für Strahlenschutz e.V., Pressemitteilung v. 23.03.11:
Die Gesellschaft für Strahlenschutz warnt: Supergau in Fuushima 1.GS
www.gfstrahlenschutz.de/pm110323.htm
Siehe auch: "Ich würde mir Sushi erst mal verkneifen" (Tageszeitung junge Welt)
www.jungewelt.de/2011/03-25/052.php