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9.03.11 Das Kapital im Welt-Krieg um Rohstoffe und Märkte

Die imperialistische Neuaufteilung der arabisch-afrikanischen Welt.

Der NATO-Truppenaufmarsch im Mittelmeer.

von Reinhold Schramm

Die USA und andere NATO-Staaten ziehen starke Militäreinheiten vor und auf der Mittelmeerinsel Kreta zusammen. Man wolle sich "für den Fall der Fälle" vorbereiten, heißt es aus NATO-Militärkreisen. Zudem begannen Schiffe der Deutschen Marine vor der tunesischen Küste mit dem Transport von Flüchtlingen.

Auf der griechischen Insel Kreta hat ein NATO-Truppenaufmarsch begonnen. Wie griechische Medien und Augenzeugen berichten, liefen bereits zwei große amerikanische Kriegsschiffe in der Bucht von Souda ein, darunter der Hubschrauberträger "USS Kearsarge". An Bord seien rund 1.200 Mann, darunter fast 800 Marineinfanteristen, berichtete der griechische Rundfunk. Die "USS Kearsarge" eignet sich sowohl für "Landungsunternehmen" als auch für "Evakuierungsaktionen", heißt es im Bericht.

Auf dem Flughafen von Souda-Akrotiri sollen bereits Spezialeinheiten aus verschiedenen NATO-Staaten, darunter auch deutsche Bundeswehr-Soldaten, angekommen sein. Genauere Zahlen hierzu wollte das 'griechische' NATO-Verteidigungsministerium in Athen nicht nennen. Einwohner der Region von Souda-Akrotiri auf Kreta sagten, sie hätten mindestens sechs Transall-Maschinen gesichtet.

Bereits am Donnerstag, 04.03.2011, waren auf Kreta rund 400 Soldaten aus den USA eingetroffen, hieß es aus diplomatischen Quellen. Die Bucht und der Flughafen von Souda auf Kreta bilden einen der größten Marine- und Luftwaffenstützpunkte des NATO-Militärbündnisses im Mittelmeer.

Zeitgleich begann die Deutsche Marine vor der tunesischen Küste mit ihrem Einsatz. Zwei Fregatten und ein Einsatzgruppenversorger seien vor der tunesischen Hafenstadt Gabes vor Anker gegangen, sagte ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums in Berlin. Einzelheiten zu der Aktion, die vom UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) koordiniert wird, nannte der Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums nicht. [1]

Quelle vgl.: [1] dpa / t-online.de - am 05.03.2011. Truppenaufmarsch der NATO im Mittelmeer.
http://nachrichten.t-online.de/libyenkrise-truppenaufmarsch-der-nato-im-mittelmeer/id_44798346/index


 

9.3.11 Lohnunterschlagung: 68 Prozent aller Niedriglöhner sind Frauen

von Reinhold Schramm

Jede dritte Frau mit Vollzeitarbeit muss sich (nicht) mit einem Niedriglohn begnügen. Von den 7,3 Millionen weiblichen Vollzeitarbeitskräften sind 33 Prozent (rund 2,4 Millionen) Geringverdienerinnen. Bei den Männern sind es 13 Prozent.

Ob ganztags oder halbtags: "Über alle Erwerbsformen hinweg arbeiten Frauen eher auf schlechter bezahlten Stellen", heißt es beim Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen. Insgesamt 68 Prozent aller Niedriglöhner sind Frauen.

Als Geringverdiener gelten Menschen, die weniger als zwei Drittel des mittleren Einkommens erhalten, berichtet Eva Roth in der Frankfurter Rundschau. Bei Vollzeitbeschäftigten liegt die Niedriglohnschwelle in Westdeutschland bei einem Bruttomonatslohn von 1870 Euro und in Ostdeutschland nur bei 1367 Euro. Dabei sind Jahresleistungen und Zuschläge mitberücksichtigt.

Warum erhalten Frauen in einem so genannten Normalarbeitsverhältnis ein geringeres Gehalt als Männer? Frauen sind häufig in Branchen mit einer geringeren Tarifbindung tätig. Frauenarbeit wird geringer bewertet als Männerarbeit - auch in Tarifverträgen. Der tarifliche Mindestlohn in der Pflegebranche beträgt in Westdeutschland 8,50 Euro, im Baugewerbe ist die Untergrenze 28 Prozent höher und liegt bei 10,90 Euro. Für die Verkäuferin beträgt die tarifliche Grundvergütung 1680 Euro im Monat und für einen Drucker sind es 2336 Euro.

Frauen bekommen für ihre Arbeit in Deutschland 23 Prozent weniger als Männer, im EU-Durchschnitt sind es immer noch 17,5 Prozent.

Von den 6,7 Millionen in atypischer Arbeit sind 74 Prozent Frauen. Zu dieser Gruppe gehören so genannte "Minijobberinnen", Leiharbeiterinnen, Menschen mit einer kleinen Teilzeitstelle oder einem befristeten Arbeitsvertrag. [1] (Ein eigenwilliger Auszug. Bitte den vollständigen Bericht in der FR lesen.)

Quelle: [1] FR, 06.03.2011. Gehaltsunterschiede: Niedriglöhne sind Frauensache. Von Eva Roth.
www.fr-online.de/wirtschaft/niedrigloehne-sind-frauensache/-/1472780/7764886/-/index.html

Empfehlung: Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen überwinden. Lippenbekenntnisse sind weiterhin Programm in Deutschland.
www.labournet.de/diskussion/arbeitsalltag/lohn/ungleichschramm.pdf