Beiträge von takt 2010 - Von den griechischen Gewerkschaften lernen, heißt siegen lernen. Generalstreick statt Zustimmung zu Hartz IV
Wenn die Griechin baden geht, geht halb Europa mit.
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Bilder der der Künstlerin Z1M3 und Interviews mit ihr. Das Jahr der Griechen, Wiege der Kultur und der Demokratie. - Kolzo & Statt-Zeit präsentieren die körperlose griechische Künstlerin Z1M3

Die griechische Bevölkerung kann sich aus der deutschen Euro-Gefangenschaft befreien - Raus aus dem Euro, jetzt!

14.05.2011

Über den Gewerkschaftsstreik am 11. Mai in Griechenland und die Verschärfung der Repression in der Demo.

von ANT.AR.SY.A
(Antikapitalistische Linke Kooperation für den Sturz)

ANT.AR.SY.A (Antikapitalistische Linke Kooperation für den Sturz) begrüsst die heutige massive Teilnahme am Generalstreik und an den Demonstrationen in ganz Griechenland und verurteilt den Mordangriff der Polizei gegen viele Demostranten, die zum Krankenhaus geführt wurden.

Einige von denen sind schwer verletzt und einer kämpft um sein Leben mit schweren Verletzungen am Kopf, die ursächlich für seinen lebensbedrohlichen Zustand sind. Er ist zum Krankenhaus gebracht, wo er bis jetzt noch operiert ist.

Die Griechische Regierung von PASOK ist eine Mord-Regierung, wörtlich und metaphorisch! Um das „mittelfristige Programm“ zu verabschieden und um ihres Durchsetzungsvermögen ihren Herren, nämlich der Troika, den Industriellen und den Bankern zu zeigen, zögern sie nicht ihre Mord-Horden gegen eine friedliche Demonstration von Jugendlichen und Arbeitern zu schicken.

Zwei Jahren nach dem Mord an Alexandros Gregoropoulos bewegt sich die Regierung von PASOK auf den Fußstapfen der vorherigen Regierung von Nea Dimokratia (rechte Partei) und zögert nicht auf Gewalt und Blut gegen den gerechten Kampf der Jugend und der Arbeitern zurückzugreifen.
Basierend auf der Zustimmung von Nea Dimokratia und LAOS (nationalistische Partei) setzt sie ihre Politik durch. Gleichzeitig setzt sie die Linke, die Jugendlichen und die Immigranten in die Schusslinie um die wütenden Leute von dem Fiasko der Sparpaketen der Regierung, der EU und des IWF abzulenken. Sie erhaltet die Antwort, die zu ihr passt!

Die Regierung täuscht sich falls sie glaubt, dass diese Mord-Gewalt die Fortsetzung des Volkskampfes zurückhält. Dieser Kampf wird die Regierung der Gewalt und des Blutes, als auch ihre brutale Politik und das faule politische System, das diese Politik unterstützt, stürzen!

HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT!

14.5..2011

Solidarität mit der streikenden und kämpfenden griechischen Bevölkerung

Am 12-12-07. haben mehr als 2,5 Millionen ArbeiterInnen in Griechenland mit einem Generalstreik das Land lahm gelegt. Das ist fast die Hälfte aller ArbeiterInnen. Sie streikten gegen die geplante Pensionsreform, die eine Anhebung des Rentenalters um 2 Jahre vorsieht sowie Rentenkürzungen. Es war der größte Streik seit Jahrzehnten.

Hundertausende demonstrierten gegen die Regierungspläne. In Athen demonstrierten nach Schätzungen rund 200000 Menschen, in Saloniki waren es 90000, In der Hauptstadt kam es zu Widerstand gegen die Angriffe der Polizei, die Tränengas einsetzte.

Schon seit Mitternacht wurde der griechische Luftraum geschlossen, weil sich auch die Fluglotsen am Streik beteiligten ebenso wie die ArbeiterInnen im öffentlichen Dienst, die ArbeiterInnen in Banken, Ärzte, Lehrer und Journalisten. Sie alle folgten dem Streikaufruf der Gewerkschaften. In den Häfen ließ der Streik den gesamten Warenverkehr stocken. Es gibt keine Nachrichten in Radio und Fernsehen - morgen werden in Griechenland keine Zeitungen.erscheinen. Das gesamte Transportwesen steht still. Es fuhren nur Züge und Busse, um die Streikenden zur zentralen Demo in Athen zu befördern.
„Nichts geht mehr am Mittwoch" sagte Efstathios Anestis, der Sprecher der Gewerkschaft GSEE (General Confederation of Greek Labor) „ Dies ist der einzige Weg für die Arbeiter, um ihren Protest gegen die Pläne der Regierung auszudrücken".

Ziel der geplanten Reform ist es, mehr als 170 Pensionsfonds in 8 Fonds zusammenzuführen und die ArbeiterInnen zu zwingen über das Rentenalter von 65 Jahren hinaus zwei Jahre länger zu arbeiten, wenn sie eine unveränderte Rente erhalten wollen. Auf diese Weise will die Regierung erwartete Defizite in der Rentenversicherung ausgleichen.

Die Pensionsreform ist ein erster zentraler Angriff der neuen bürgerlichen Regierung auf die Arbeiterklasse. Wie in Frankreich wird versucht, die steigenden Kosten der Rentenversicherung durch Risikoverlagerung auf die ArbeiterInnen zu finanzieren. Kürzungen der Renten werden verbunden mit Privatisierungen der Rententräger, was insbesondere das Risiko mit sich bringt, daß selbige Pleite gehen und damit lebenslange Einzahlungen der ArbeiterInnen verloren gehen.

Der letzte Angriff auf die Renten erfolgte 2001 durch die „sozialistische" Regierung, was zu Massendemonstrationen führte, die sie beinahe gestürzt hätten.

Bilder Z1M3 - Künstlergruppe Kolzo
15.05.2011 Wir zahlen nicht für Eure Krise!
Der Chefvolkswirt Bundestagsfraktion Die Linke, Michael Schlecht, erklärte letzten Mittwoch zur Euro-Krise:
Die gescheiterte Griechenland-Rettung ist eine Mahnung für Portugal. Die von der EU verordneten Kürzungspakete haben der griechischen Wirtschaft das Genick gebrochen. Das gleiche Schicksal droht der portugiesischen Wirtschaft, wenn die Staats- und Regierungschefs der EU nicht endlich einen Kurs volkswirtschaftlicher Vernunft einschlagen. Die Kritiker der Griechenland-Hilfen aus den Reihen von Union und FDP proben einen Aufstand der Unanständigen. Immerhin waren sie es, die das Drehbuch für die griechische Tragödie mit verfaßt haben. Den griechischen Ministerpräsident Papandreou bitte ich, dem Druck nach weiteren Maßnahmen gegen seine Bevölkerung nicht nachzugeben.

Wer Europa retten will, muß Hilfen zum Wiederaufbau geben. Wir brauchen einen Marshall-Plan für die Krisenstaaten, finanziert über eine Besteuerung Reicher und Vermögender, zum Beispiel durch Einführung einer Millionärssteuer. Die Zinsforderungen der Kapitalmärkte müssen darüber hinaus beschnitten werden. Die Linke fordert die Einführung von Euro-Bonds sowie die Finanzierung von Staatskrediten über eine Europäische Bank für öffentliche Anleihen, um die Wucherzinsen der Banken zu drücken.

Die Hauptursache der Schuldenkrise in Europa sind die außenwirtschaftlichen Ungleichgewichte in der Euro-Zone. Sie sind vor allem eine Folge der gigantischen Außenhandelsüberschüsse Deutschlands, die sich in den letzten zehn Jahren auf nicht weniger als 1,5 Billionen Euro beliefen. Damit muß Schluß sein. Eine Abkehr von der extremen deutschen Exportorientierung erfordert jedoch einen deutlichen Anstieg der Löhne hierzulande.

Die Linke lehnt es ab, daß die Bevölkerung in den Krisenstaaten und die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Deutschland immer wieder für die Banken haften. Eine solche Politik ist brandgefährlich, denn sie wird Rechtspopulisten in Europa nach oben spülen.