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Sigi Becker und Klaus der Geiger kommen zu zwei einmaligen Konzerten in Saarbrücken zusammen

Donnerstag 4. und Freitag 5. März 20 Uhr im Kleinen Theater im Rathaus Saarbrücken

Saarbrücken – “Klaus der Geiger” mit bürgerlichem Namen Klaus von Wrochem ist wohl Deutschlands bekanntester Straßenmusiker. Er ist eine Institution, eine Erscheinung. Klaus (*1940) blickt auf 40 Jahre Musik auf der Straße zurück. In dieser Zeit hat der klassisch ausgebildete Geiger viele Bürgerproteste mit seinen politischen und gesellschaftskritischen Liedern begleitet. Anfangs mit Polizeigewalt von der Straße vertrieben, ist er heute gerne gesehener Gast bei Festivals und klassischen Konzerten.

Seit gut 30 Jahren steht Sigi Becker mit eigenen Texten und Liedern auf der Bühne. Aufgewachsen an der deutsch-französischen Grenze lernte er, dass auf beiden Seiten Menschen leben, dass politische Problemlagen an Grenzen nicht halt machen und Grenzen überwunden werden können.

Zwei unterschiedliche Temperamente treffen hier zusammen: Eine an den Bedingungen der Straße geschulte musikalisch extrovertierte Präsenz, mit einer eher zurückgenommenen kammermusikalischen Haltung. Neben einer großen politischen Nähe verbindet beide Sigi Beckers Lied “’s gibt Träume”, das Klaus vor Jahren gecovert hat und zu einem “Hit” der Straßenmusikszene gemacht hat.

Buchvorstellung mit Klaus Körner, Hamburg
"Wir zwei betreiben ein Compagniegeschäft" - Karl Marx und Friedrich Engels - eine Freundschaft
Donnerstag, 11. Februar 2010, 20:00 Uhr
Galerie im Filmhaus, Mainzer Straße 8, 66111 Saarbrücken

Am Anfang stand eine Begegnung zwischen Karl Marx und Friedrich Engels Ende August 1844 in Paris, bei der Sie eine vollständige Übereinstimmung ihrer Ansichten feststellten. Daraus erwuchs eine fast vierzigjährige Zusammenarbeit und Freundschaft.
Zwischen 1845 und 1849 kämpften Marx und Engels gemeinsam als Publizisten und
politische Organisatoren für die Revolution in Deutschland.ekannteste Schrift ist das „Kommunistische Manifest„.Nach dem Sieg der
Reaktion in Deutschland entstand im englischen Exil eine Art Arbeitsteilung. Marx studierte die Bewegungsgesetze der kapitalistischen Gesellschaft und schrieb sein Hauptwerk „das Kapital„.
Engels wurde zum großen Propagandisten des Marxschen Werks, das bis heute nichts von
seiner analytischen Kraft verloren hat.

Der Autor Klaus Körner, Jahrgang 1939 schrieb Bücher und Aufsätze zur Geschichte
und politischen Kultur der Bundesrepublik. Zuletzt erschienen Karl Marx ( dtv Porträt) und das Karl Marx Lesebuch( dtv München)

Vortrag "Linker Radikalismus in Israel - Von der palästinensischen
kommunistischen Partei zum Antizionismus der Gegenwart"

mit Stephan Grigat
Montag, 1. März 2010
20:00 Uhr
Galerie im Filmhaus
Mainzerstraße 8, 66111 Saarbrücken

In dem Vortrag soll es nicht um all das Richtige und Wichtige gehen, für
das die israelische KP und ihre Vorläufer sich trotz ihrer stalinistischen Grundhaltung eingesetzt haben. Eine Darstellung der
sozialen und politischen Kämpfe im gewerkschaftlichen Bereich, des
feministischen und antirassistischen Engagements, oder auch eine
Würdigung der Bemühungen um die Aufrechterhaltung humanistischer und
rechtsstaatlicher Prinzipien in einer von Krieg und Anti-Terror-Kampf
geprägten Gesellschaft würde einer Gesamtdarstellung der israelischen
Linken und des israelischen Antizionismus bedürfen, die nicht nur in
deutscher Sprache noch aussteht. Es geht vielmehr um eine exemplarische
Darstellung des Verhaltens der israelischen und palästinensischen
Marxisten-Leninisten in entscheidenden historischen Situationen: bei den
Pogromen von 1929, während des arabischen Aufstandes 1936 bis 1939, vom
Zweiten Weltkrieg bis zur Staatsgründung und während der antisemitischen
Schauprozesse im Ostblock. Mit dem Verhalten der Kommunisten während
dieser Ereignisse wurden Grundlagen geschaffen, die bis heute nachwirken
und in den Reaktionen der gegenwärtigen radikalen, antizionistischen
israelischen Linken auf den Machtzuwachs der Hamas, bei der
Positionierung hinsichtlich des arabischen und islamischen
Antisemitismus und in der Einschätzung der iranischen Bedrohung ihren
Nachhall finden.

Stephan Grigat ist Lehrbeauftragter für Politikwissenschaft an der
Universität Wien und gehört zu der Gruppe Café Critique
(www.cafecritique.priv.at <http://www.cafecritique.priv.at/>). Er ist
Autor von „Fetisch und Freiheit. Über die Rezeption der Marxschen
Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des
Antisemitismus“ (ça ira 2007), Herausgeber von „Feindaufklärung und
Reeducation. Kritische Theorie gegen Postnazismus und Islamismus“ (ça
ira 2006) und Mitherausgeber von „Der Iran – Analyse einer islamischen
Diktatur und ihrer europäischen Förderer“ (Studienverlag 2008).

Veranstalterinnen: Heinrich-Böll-Stiftung Saar, CriThink! e.V.