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Von Bernd Rausch Michael Hanekes Drama "Das weiße Band" ist ein außergewöhnlicher Film. Der Film ist großartig komponiert mit seinen Schwarz/weiß-Bildern und seiner hervorragenden Erzählweise. Von den 148 Minuten ist keine zu viel. Das weiße Band ist ein Spielfilm des österreichischen Regisseurs Michael Haneke. Die Handlung des in Schwarz/Weiß gedrehten Films spielt in der Zeit vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs in Norddeutschland. Er schildert mysteriöse Vorfälle im fiktiven Dorf Eichwald, ein Dorf am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Der Film erzählt die Geschichte des vom Dorflehrer geleiteten Schul- und Kirchenchors und der kindlichen und jugendlichen Sänger und deren Familien: Gutsherr, Pfarrer, Gutsverwalter, Hebamme, Arzt, Bauern. - ein Querschnitt eben. Seltsame Unfälle passieren und nehmen nach und nach den Charakter ritueller Bestrafungen an. Die Hierarchie unter den Dorfbewohnern ist klar strukturiert: Die wichtigsten Bürger und Würdenträger üben die Macht aus, alle anderen fügen sich ihrem Willen. Es ist eine sehr eindringliche Inszenierung, welche durch ihre trostlose, minimalistische Darbietung besticht. Die beklemmende Art der Darstellung zeigt einen harten Film über ein Dorf, die Lügen, um den Schein der Wohlanständigkeit zu wahren. Die autoritären Strukturen innerhalb der protestantisch-bigotten Dorfgemeinschaft sind eine präzise Darstellung dessen, was 20 Jahre später zum Hitler-Nationalsozialismus wird. Der Film ist Ahnung von furchtbaren deutschen Zeiten.
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| camera
zwo - saarbrücken Mi 20.01. |
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Regie: Michael Haneke |
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