Videospiele in Kunds - Da wurden Lehrfilme gedreht. Thema: Wie verübe ich ein Massaker, oder?

Guttenberg
läßt fahnden

Was alles von der Bundesregierung vertuscht wurde damit ein Kriegsverbrechen und die Schuldigen im Dunkeln bleiben. Jeden Tag kommt ein Schnipsel "Wahrheit" mehr ins Licht.Sowas kommt von sowas, oder wenn die deutsche Kriegsarmee der demokratischen Kontrolle entzogen wird.
Vom Hufeisenplan zum Drei-Stufen-Plan
Vollmeise oder ? Deutsches Kriegsverbrechen

Da hat die Regierung Wochen Zeit gehabt sich etwas auszudenken. Und dann so eine miese Story, oder ?
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Schneiderhan beschuldigt Guttenberg

Der ehemalige Bundeswehr-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan hat Guttenberg falsche Angaben im Zusammenhang mit der Kundus-Affäre vorgeworfen. Insbesondere hielt Schneiderhan dem CSU-Politiker vor, den Ablauf seiner Entlassung am 25. November falsch darzustellen. "Was diesen 25. nachmittags angeht, sagt er die Unwahrheit", sagte der General der Wochenzeitung "Die Zeit". Guttenberg hätte ihn auch nur in den einstweiligen Ruhestand versetzen können.

Schneiderhan übernahm erneut die Verantwortung dafür, dass dem Minister nicht alle Berichte über den Raketenangriff auf zwei Tanklaster in Afghanistan vorgelegen hätten. Er wehrte sich jedoch gegen den Vorwurf, Guttenberg seien wichtige Akten vorenthalten und Berichte unterschlagen worden. "Das finde ich inzwischen ehrenrührig", sagte der Vier-Sterne-General.

 

Fr., 18.12 09

Neues Video aufgetaucht Bundeswehr filmte Kundus_Massaker vom Boden aus. Die Bundeswehr hat den umstrittenen Luftangriff in Kundus nicht nur mit Video aus der Luft gefilmt. Neues Material der Bundeswehr zeigt den Angriff auf die 142 Personen und die beiden Tanklaster auch vom Boden aus.

Auf dem Video sind zwei rasch davonfahrende Autos zu sehen, kurz danach explodiert eine Bombe.Die Video-Aufnahmen stammen von einer Überwachungskamera im deutschen Feldlager.Im deutsche Lager in Kundus stehen zwei 20 Meter hohe Gitterrohrmasten, an denen Wärmebildkameras befestigt sind. Die Kameras könnten selbst bei absoluter Dunkelheit Menschen oder Autos in sieben bis acht Kilometern Entfernung wahrnehmen - also etwa der Distanz vom Lager, in der sich das Bombardement der beiden Tanklaster ereignete.

16.12.09 Kundus, die Taliban und Oberst Klein - Ein Weihnachtsmärchen für Leute mit viel Humor

Von Gudrun Müller

BND und KSK haben in den Wochen seit dem Rücktritt von Verteidigungsminister Jung ein klassisches Weihnachtsmärchen geschrieben. Nein, nicht seit den frühen Morgenstunden wird zurückgeschossen lauten dieses Mal die einleitenden Worte, sondern so:

Der Bundesnachrichtendienst (BND) und das Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr (KSK) sollen in den Wochen vor dem Luftangriff in Nordafghanistan einen Drei-Stufen-Plan der Taliban aufgedeckt haben, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Die Recherchen seien in der Bundesregierung bekannt gewesen. BND und KSK hätten die Rekrutierung von Selbstmordattentätern in der Region und Bewegungen größerer Gruppen bewaffneter Taliban beobachtet. (Einige erinnern sich sicher noch an den legendären *Hufeisenplan, der ein früherer SPD-Verteidigungsminister der Weltöffentlichkeit präsentierte und der Argumentationsgrundlage war, um das ehemalige Jugoslawien mit einem Krieg zu überziehen.)

Der deutsche Oberst Georg Klein soll den Luftschlag in Kundus unter dem Eindruck von Geheimdienstinformationen über Pläne der Taliban zur Erstürmung des Bundeswehrfeldlagers befohlen haben. Der stellvertretende Vorsitzende des Untersuchungsausschusses, Karl Lamers (CDU), bestätigte bei n-tv, dass ein Angriff auf das Bundeswehr-Lager geplant war.

"Wir sind immer davon ausgegangen, dass es natürlich einen Zusammenhang gibt mit den Tanklastwagen, die einem Luftangriff ausgesetzt wurden, und den Taliban, die um diese Tanklastwagen herum waren", sagte Lamers bei n-tv. "Es war klar, dass eine große Gefahr für das deutsche Militärlager dadurch bestand." In den Wochen zuvor habe es bereits Ankündigungen gegeben, dass ein solcher Anschlag stattfinden könnte.

Die Bundeswehr sagt, der Angriff war "militärisch-taktisch ein Erfolg. Dass der Erfolg (gewaltige Detonation, 142 Tote Afghanen), strategisch ein Desaster war, wie die Bundeswehr sagt, hängt damit zusammen, dass die Massen-Tötung ein Kriegsverbrechen war, oder?". Der Afghanistan-Einsatz habe durch die hohe Zahl der Toten national und international Schaden genommen, bedauert die Bundeswehr und der erfolgreiche Einsatz belaste darüber hinaus das Verhältnis von Deutschland zu Bündnispartnern.

*Hufeisenplan
G.M. Der Hufeisenplan bezeichnet einen in seiner Nichtexistenz militärstrategischen Plan der serbischen Regierung zur systematischen Vertreibung der Albaner aus dem Kosovo. Verteidigungsminister Scharpings Plan-Spiel "Operation Hufeisen" war ein German-Fake mit fatalen Konsequenzen für die Serben.
Heinz Loquai, Brigadegeneral a. D. sagte: Das Beispiel "Hufeisenplan" zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie leicht es sein kann, erfolgreiche politische Kampagnen zur Rechtfertigung des politischen Handelns zu führen, wenn der Nährboden bereitet ist. Kein Staatsanwalt würde es in einem Rechtsstaat wagen, mit einer in sich so widersprüchlichen Anklageschrift und mit so schwachen Beweisen Anklage zu erheben. Doch der Verteidigungsminister offerierte seine Anklage nicht nur den Parlamentariern, den Medien und der Öffentlichkeit. Noch bemerkenswerter ist, daß seine Behauptungen bereitwillig und nahezu kritiklos übernommen wurden. Allerdings - seine innenpolitische Funktion erfüllte der "Hufeisenplan". Er schob die öffentliche Kritik an den NATO-Luftangriffen beiseite, er schuf für sie sogar eine zusätzliche Rechtfertigung, von der die Politiker noch gar nichts gewußt hatten, als sie die Entscheidung für den Krieg trafen. Der angebliche "Hufeisen-Plan" der jugoslawischen Regierung hat nie existiert.