2 Demos in Saarbrücken
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AStA der Universität des Saarlandes

Die Vorsitzenden
Daniel Werner und Konrad Hilsenbeck
Referenten für Hochschulpolitik und Öffentlichkeitsarbeit


Im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreikes 2009 wird es auch im
Saarland eine Demonstration geben:

Dienstag, den 17.11.2009
ab 11.30 Uhr
Ausgangs- und Endpunkt: St.Johanner-Markt

Unsere Forderungen sind unter Anderem:

Die Ökonomisierung des Bildungssektors stoppen!
G8 und Bachelor-/Master-Programm (frei von wirtschaftlichen Interessen)
überarbeiten!
Direkte Mitbestimmung und Gestaltung der Bildung!
Die konsequente Abschaffung jeglicher Form von Gebühren!

Auf der Route der Demonstration wird es zu den einzelnen Forderungen
verschieden dargestellte Kundgebungen geben.
Im Anschluss an die Demonstration möchten wir durch eine Volksküche auf
dem Marktplatz eine angenehme gesellige Atmosphäre schaffen, um zu reden
und sich auszutauschen.

Initiiert ist die Demo von Studierenden der Universität des Saarlandes
(UdS), der Hochschule für Bildende Künste Saar (HBK) und der Hochschule
für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW). Der AStA der UdS
unterstützt die Demo. Es gibt keine übergeordnete Gruppierung, vorallem
keine politische, die für die Planung verantwortlich ist.
Das Interesse einzelner Personen war ausschlaggebend für ein Treffen in
dieser Woche, auf dem man den gemeinsamen Nenner formulierte.
Dieser ist zu allererst ein Zeichen zu setzen!
Wir solidarisieren mit den landesweiten Protesten an anderen Hochschulen
und mit der Protestbewegung in Österreich.
Wichtiger noch als eine Solidaritäterklärung ist es uns aber, die
gesamte Gesellschaft zu erreichen.
Die Kita-Streiks, die Schülerdemo im Sommer in Saarlouis und die Demos
der Studierenden zeigen, dass auf jeder Stufe des Bildungssystems Mängel
und Fehler sind. Wir wollen diese besprechen und zwar gemeinsam!

Alle, ob Alt oder Jung, die der Meinung sind, dass unser Bildungssystem
nicht auf einem guten Wege ist, der sollen sich uns anschließen!


Bei Rückfragen freuen wir uns über eine Mail an
bildungsstreiksaar@googlemail.com
<mailto:bildungsstreiksaar@googlemail.com>
Ansprechpartnerin: Isabell Popescu

Saarbrücken, 18.11.09

Der Musiksaal bleibt besetzt!

Seit 18 Stunden ist der Musiksaal C5.1 an der Universität des Saarlandes von Studierenden besetzt. An dem ersten Tag der Besetzung suchten die rund 50 "Erstbesetzer" erfolgreich den Dialog mit den Kommilitonen und Kommilitoninnen.
Bereits am frühen Morgen um 8 Uhr verließen rund 40 Studierende der Psychologie freiwillig Ihre Lehrveranstaltung im Musiksaal und imitierten mit den Besetzern die erste offene Diskussion des Tages. Der Einladung zu einem offenen Plenum um 14 Uhr folgten 150 Studierende und
debattierten angeregt über Ihre Eindrücke der Mängel und Misstände des Bildungssystems. Die Hoffnung der "Erstbesetzer", dass sie mit ihrer Meinung nicht alleine da stehen wurde also bestätigt. Der durch die Besetzung
gewonnene Ort wird demnach weiter genutzt werden, um in Gruppen inhaltliche Konzepte und Forderungen auszuarbeiten und täglich um 14:00 Uhr den Studierenden die Möglichkeit zu geben im offenen Plenum zu diskutieren. "Den im Studium fehlenden Raum für kritisches Denken, freie Meinungsäußerung und konstruktive Zusammenarbeit zwischen den Studierenden haben wir uns erkämpft
und werden ihn halten!", sagt Timo Zimmerschied, Studierender der Universität des Saarlandes.

Ansprechpartnerin: Isabell Marie Popescu (0176 81065304)

DGB unterstützt Demo der Saar-Italiener am 14.11. um 11 Uhr gegen die Schließung des Italienischen Konsulats in Saarbrücken
12. November 2009

Eugen Roth: “‘No’ alla chiusura del Consolato d’Italia!”
Eugen Roth

Saarbrücken – “Im Saarland leben 23.600 Italienerinnen und Italiener, das ist der größte Anteil italienischstämmiger Bevölkerung in einem Bundesland. Man könnte diese Gemeinschaft mit der Größe einer Kommune vergleichen. Sollte das Italienische Konsulat in Saarbrücken wie von der Berlusconi-Regierung beabsichtigt geschlossen werden, müssten die Mitglieder dieser Kommune für notarielle oder Pass-Angelegenheiten, für die Registrierung von Geburten oder bei Beratungsbedarf im Bezug auf Renten immer nach Frankfurt fahren. Ein aufwändiger und extrem bürokratischer Akt, der eine starke Diskriminierung unserer ansonsten vollkommen integrierten italienischen Saarländerinnen und Saarländer bedeuten würde.

Deshalb unterstützt der DGB Saar die Proteste gegen die beabsichtigte Schließung des Italienischen Konsulats in Saarbrücken: ‘No’ alla chiusura del Consolato d’Italia!” Mit diesen Worten hob Eugen Roth, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Saar, die Bedeutung der ortsnah angebotenen konsularischen Dienstleistungen für die italienische Bevölkerung im Saarland hervor. Wie Roth betonte, gehe dem Saarland bei einer Schließung auch “ein weiteres Stück Internationalität und Lebensqualität und damit Prestige” verloren. Offensichtlich sei Rom sehr weit entfernt von den mit Schließung bedrohten Konsulaten in Hamburg, Mannheim, Nürnberg und Saarbrücken. Die dort geleisteten Hilfen würden nicht angemessen bewertet. Roth weiter: “So spiegelt man vor, es sei alles in Ordnung mit der Arbeitnehmer-Freizügigkeit in Europa.”

Doch wie der Saar-Gewerkschaftsvorsitzende betonte, müsse die Europäische Integration noch viel weiter und schneller voranschreiten, bis man davon sprechen könne, dass die Konsulatsschalter überflüssig sind.

Der DGB Saar ruft zur Unterstützung der Protestdemonstration gegen die Schließung des Italienischen Konsulats am Samstag, 14. November 2009 um 11 Uhr ab Rathausplatz Saarbrücken auf (Marschroute über Richard-Wagner-Str, Ursulinenstraße, Viktoriastraße,