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Filmwerkstatt mit Regisseur Günther Ruschel

Mi., 25.11. / Do., 26.11.2009, 20.00 Uhr, Kino achteinhalb, Nauwieserstraße 19, 66111 Saarbrücken, veranstaltet vom Saarländischen Filmbüro in Zusammenarbeit mit dem Kino achteinhalb.

Johann Becker - Stille Zeit

R: Günther Ruschel, 55 Min, D 2008, Dokumentarfilm

Der aus Oberthal im Saarland stammende Kommunist Johann Becker
alias Krees Johann wurde 1902 geboren. Mit seinen frühen
Versuchen, sich während des Nationalsozialismus der Arbeiter-
bewegung anzuschließen, war er ein Kämpfer gegen seine Zeit.

1935 haben einige Dorfbewohner Becker denunziert. Er wurde
von der Gestapo inhaftiert und verbrachte zehn Jahre in den
Konzentrationslagern Emsland, Buchenwald und Dachau. In
Buchenwald und Dachau rettete er als Barackenältester das
Leben vieler Mithäftlinge. Dort begegnete er dem Schriftsteller
Ernst Wiechert, der ihm in seinem Buch Der Totenwald (1946) ein
Denkmal setzte.

Nach seiner Entlassung aus dem KZ kehrte Becker nach Oberthal
zurück, wo er mit diversen Hilfsarbeiten seine Familie ernährte.
Der Film dokumentiert nicht nur den Lebensmut Johann Beckers,
der sich noch unter schwierigsten Bedingungen für andere
einsetzte. Thematisiert werden auch die Situation der Dorf-
gemeinschaft nach dem Krieg, ihr Verhalten und die psychologischen
Auswirkungen auf die gesamte Familie Becker. Die Dokumentation
lässt zahlreiche Zeitzeugen und Familienmitglieder Beckers zu Wort
kommen, und zeichnet so ein prägnantes Bild der Zeit.

Der Regisseur ist zur Diskussion anwesend.
Anschließend Umtrunk.

Eintritt 5,10 / 4,10 Euro

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Saarländisches Filmbüro e.V.
www.filmbuero-saar.de

Nauwieserstraße 19
D-66111 Saarbrücken

tel +49 (0)681 360 47
mobil +49 (0)177 534 60 78

FRANZ KAFKA
Vor dem Gesetz

20 Shortstorys des Prager Modernen Klassikers

Erlesen und vorgetragen
von Steffen Gresch

SAMSTAG, 7.NOVEMBER 2009, 21.00 UHR
DIE WINZER
SAARBRÜCKER KULTURSALON
MARTIN-LUTHER-STR.5 VISAVIS LVA

Das Publikum erlebt keine gewöhnliche Lesung, sondern einen „filmischen“, szenischen Vortrag. Dabei versetzt der Schauspieler Steffen Gresch den
Zuschauer in die Perspektive des Dichters, welcher als ein Alter ego, sein fiktives „zweites Leben“ mit 20 einander aufbauenden Kurzgeschichten erzählt. Vor dem inneren Auge des Zuhörers entsteht ein
„Episoden-Film“: psychodramatisch, doch mit offenem Ausgang. Legendäre Parabeln wie „Vor dem Gesetz“, „Elf Söhne“ oder „Erstes Leid“, sind nur einige jener brillanten Miniatur-„Kafkaesken“, die – spannungsvoll und bildhaft vorgetragen - weit über den Erwartungshorizont - auch künftiger Lesergenerationen, hinauszuweisen gedenken. Kafka-Leser wissen mehr. Kafka-Hörer auch.


Franz Kafka ist der Dichter, der unser Jahrhundert am reinsten ausdrückt.

Elias Canetti


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