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Der
Tod in der Karikatur Vernissage: 1. November 2009, 11 Uhr Media vita in morte sumus. Täglich führt uns die Zeitung vor Augen, dass wir mitten im Leben vom Tod umfangen sind: Plakative Überschriften im Großformat, schockierende Fotos auf der Titelseite und im hinteren Teil der Zeitung die Todesanzeigen. Daher ist es selbstverständlich, dass sich auch Zeichner häufig mit diesem Thema auseinandersetzen müssen. Das Deutsche Zeitungsmuseum präsentiert rund 120 Karikaturen zum
Thema Tod aus der Sammlung Koos van Weringh. Die Zeichnungen stammen aus
internationalen Zeitungen sowie Zeitschriften und decken den Zeitraum
von 1900 bis heute ab. Dabei handelt es sich keineswegs nur um Karikaturen
über die beiden Weltkriege und die vielen anderen Kriege des Jahrhunderts;
vielmehr dokumentiert die Bildauswahl Bezüge zu ganz unterschiedlichen
Themen – darunter Fußball, Aids und Rinderwahnsinn –
und verdeutlicht die Allgegenwärtigkeit des Sujets. Während
der Tod kontinuierlich als Sensenmann oder Skelett dargestellt wird, spiegelt
die Thematik der einzelnen Karikaturen stets auch das Problembewusstsein
der jeweiligen Zeit. Der Sammler Koos van Weringh, Jahrgang 1934, sammelt seit über 50 Jahren Karikaturen. Er hat eine Reihe von Büchern und Artikeln über deutsche und niederländische Zeichner veröffentlicht sowie zahlreiche Ausstellungen kuratiert.
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