takt@takt.de
zurück

Weltwirtschaftskrise verschärft sich -Emirat Dubai meldet Konkurs an

Auch die Schweiz steht vor dem Untergang Von Claude Michael Jung

Schwerste Zweifel an der Zahlungsfähigkeit der Golf-Staaten haben seit vergangenem
Donnerstag die europäischen Aktienmärkte torkeln lassen. Bei vielen Anlegern
herrscht offenbar die Furcht, dass die Araber ihre weltweiten Aktiendepots auflösen,
um wieder flüssig zu werden, vermutet ein besorgter Spielbankdirektor. Knallhart
traf es Aktien des deutschen Sportwagenbauers Porsche. Sie brachen um bis zu zehn
Prozent ein und waren damit so billig, dass sie im freien Handel auf den Basaren von
Bagdad, Teheran und Kairo sogar als Einwickelpapier für Gemüse und Fisch Verwendung
fanden.

Dubai, das moderne Babylon am persischen Golf mit künstlicher Palmeninsel und einem
geplanten 1000 Meter hohen Wolkenkratzer mit 200 Stockwerken und 150 Aufzügen kann
seine Schulden nicht mehr aus eigener Kraft stemmen und wird wohl in naher Zukunft
unter den Hammer kommen. Deutlich sichtbar sind die ersten Zerfallserscheinungen. Am
Hadschi Halef Omar Airport dürfen sogar wieder dänische Zeitungen mit
Mohammed-Karikaturen offen verkauft werden. Steinigungen werden mit Straßenschotter,
statt mit Marmorbrocken durchgeführt, der sogar mehrmals verwendet wird.
Auspeitschungen werden von billigen Arbeitskräften aus Bangladesch nur äußerst lasch
vollstreckt und sogar Frauen werden immer unverschämter; einige verprügeln ihre
Männer jetzt brutal auf offener Straße.

Mit Rändern unter den Augen hat Staatschef Mohammed bin Raschid al-Maktum seine
internationalen Gläubiger um Zahlungsaufschub gebeten. Um nicht mit in den
Abstiegsstrudel zu geraten haben auch die anderen Feudalherren am Golf reagiert und
wollen ihren Monarchien eine Rosskur verpassen. Luxuslimousinen aus den USA,
Stuttgart und München dürfen ab sofort nicht mehr eingeführt werden. Stattdessen wir
der Import von Kleinwagen aus Indien prämiert. Besonders schwer trifft es die
Prinzen aus Tausend und einer Nacht. Ihnen wird künftig lediglich noch ein
gebrauchter Opel Astra zum paradieren auf den Prachtboulevards der Golfstaaten
zugestanden.

Aus dem Emirat Katar meldet der Wirtschaftsdienst PI (Prost international), dass ein
Bankdirektor seinen Hellsehern und Zauberern aus Kostengründen die Benutzung von
Dienstfahrzeugen untersagt hat und darauf besteht, dass sein Personal ab sofort auf
dem Kamel (zweihöckriges Wüstenschiff) zum Dienst reitet. Zusehends verfallen die
Werte, auch in den Schaufensterauslagen. Dort wo gestern noch Gold und Diamanten
glitzerten, schimmern jetzt nur noch blass Tünnef aus China und Glasperlen aus
Korea. Dosenmilch gibt es wieder aus der original Blechdose statt in edlen
Porzellankaraffen. Parfümiertes Standard-Toilettenpapier mit Goldrand wird nur noch
auf Schmuggelpfaden aus Saudi Arabien eingeführt.

Selbst bei der Deutschen Bahn sind angesichts der drohenden Staatspleite der
Golfemirate die Weichen auf „Achtung“ umgesprungen. Der gerade erste eingefädelte
Milliardendeal für den Bau neuer Schienenschnellwege am Golf droht sich in eine Fata
Morgana umzuwandeln. Bahnchef Grube sieht seine Felle im heißen Wüstenwind davon
flattern, seit der saudi arabische Bin Laden Baukonzern angeboten hat, die
Schnellbahntrasse für den Verkehr mit Rennkamelen nutzbar zu machen. Um die
drohenden Verluste wettzumachen soll man bei der Bahn bereits vorsichtshalber über
eine Fahrpreiserhöhung nachdenken, wird hinter vorgehaltener Hand gemunkelt.

Als erstes europäisches Land hat es die Schweiz erwischt. Dort ist am Sonntag die
Volksinitiative zum Verbot neuer Minarette überraschend angenommen worden. Die Rache
der Araber ist fürchterlich. Kurz nach Öffnung der Banken transportierten bärtige
Turbanträger die eingelagerten Bakschischs per LKW und Güterzug ab. Transportleiter
Mustapha Ali Jabba Dabbaduh bestätigte in einem Interview mit dem arabischen
Fernsehsender „AL Bimbes“ den Abzug des gesamten arabischen Vermögens aus der
Eidgenossenschaft. Es wird gemunkelt, Ziel der gigantischen Werttransporte könnten
die karibischen Inseln sein. In Saarbrücken hat die Voodoo-Regierung Ostermann
inzwischen angekündigt in jedem Dorf, auf Pump, ein Minarett bauen zu wollen, falls
man in Zukunft auf das Vermögen Ali Babas aufpassen dürfe.

Das Phänomen der „failed states“ greift mit der Pleite der Sultane, Emire und
Scheichs, am persischen Golf weiter um sich. Getreu der Domino Theorie werden
weitere Staaten in den Abgrund stürzen. Deutsche Bad Banker sollen vorsichtshalber
bei der Bundesregierung schon mal um die Aufstellung eines weiteren
Schattenhaushalts nachgesucht haben, falls arabische Finanzmittel zur Rettung des
Turmbaus zu Neu-Babylon der Republik „Adieu“ sagen. Auch wer seine Moneten in einem
der sogenannten "Dubai-Fonds" angelegt hat und auf Baugruben in der Wüste gesetzt
hat sollte sich nicht grämen wenn die Kohle futsch ist. Wer zockt kann verlieren.
Bleibt letztendlich die Hoffnung von den Scheichs mit ein paar Kamelen abgefunden zu
werden. Eseln raten Experten inzwischen in Thermalquellen am Südpol zu investieren.
Hochglanzprospekte mit gigantischen Renditeversprechungen unterm Ozonloch gibt's
demnächst an ihrem Bankschalter.