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Michael Buback präsentiert sein Buch "Der zweite Tod meines Vaters" |
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Staatsschutz macht PR-Aktion und verhaftet Verena Becker (RAF) Michael Buback macht R A F, jetzt Verkauft sich sein neu erschienenes Buch hervorragend, oder ?
Die nun in Buchform gegossene Verschwörungstheorie von Michael Buback, dem Sohn des erschossenen Bundesanwalts, besagt, dass Verena Becker, RAF-Aktivistin und mit Sonnenberg im Mai 1977 in Singen verhaftet, an der Erschießung beteiligt gewesen, aber von den Ermittlungsbehörden gedeckt worden sein könnte, weil Becker schon seit 1972 als Informantin für den Verfassungsschutz arbeitete. Dafür spricht ein plötzlich aufgetauchter kurzer Aktenvermerk des Stasi-Majors Siegfried J., der davon handelt, Verena Becker sei von „westdeutschen Abwehrorganen unter Kontrolle gehalten“ und „bearbeitet“ worden. Für diese Zusammenarbeit soll sie mit 100.000 Mark alimentiert worden sein. Der Staat im Visier Dass Becker in die Tat verwickelt ist, wusste man spätestens seit 1982, als sie gegenüber den Ermittlungsbehörden Stefan Wisniewski als Todesschützen benannte, ebenfalls belastet von dem in der RAF-Connection als geschwätzig geltenden Peter Jürgen Boock. Dieses Drehbuch favorisiert auch die ARD von Egmont R. Koch, der glaubt, Buback habe sich zu sehr auf Verena Becker eingeschossen. Würde sich indessen bestätigen, dass Becker von den Behörden gedeckt und bezahlt worden war, säßen nicht mehr die versprengten ehemaligen RAFler, sondern der Staat auf der Anklagebank. Unterdessen hat Verena Becker, von der „intuitive“
Tagebuchaufzeichnungen aus den vergangenen Jahren gerade kriminalistisch
ausgewertet werden, angekündigt, selbst eine Enthüllung über
die Ereignisse am 7. April 1977 zu schreiben. Wie brisant dies für
die staatlichen Organe werden könnte, lässt sich an der Tatsache
erahnen, dass Innenminister Wolfgang Schäuble, wie jetzt bekannt
wurde, erwägt, die bisher unter Verschluss gehaltene Verfassungs- Doch auch die wird nur eine Teilwahrheit zu Tage fördern. Wer die siebziger Jahre im linken Spektrum erlebt hat, weiß um den Wahrheitsgehalt von Verfassungschutzakten. Wahrheit ist, sagt Jürgen Habermas, der Konsens aller vernünftigen Sprecher. Darauf wird man lange warten müssen. Was das RAF-Drama aber am Laufen hält, ist nicht die allerorts eingeforderte „Wahrheit“, sondern die Spannung des Publikums, wer von den überlebenden RAF-Akteurinnen und Akteuren zuerst das Schweigen brechen wird. So politisch verfehlt und verirrt das RAF-Programm war, so gegen alle Erfahrung bemerkenswert ist das bisherige Schweigen. Als militärische Formation war die RAF ein Desaster; als eingeschworene Gruppe transportiert sie ein Angebot, das die Jüngeren, von politischen Inhalten gereinigt, offenbar annehmen. Eben das macht die RAF immer noch bühnentauglich.
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