Pfälzer ab sofort nur noch mässig besoffen hinter dem Lenkrad

Nur noch beschränkter Alkoholverkauf an Tankstellen in der Pfalz

Von Claude Michael Jung

„Es gibt Gesetzte, Verordnungen und Vorschriften, die sind so unnötig wie ein Kropf“. Mit diesen klaren Worten kommentierte der saarländische Thekenphilosoph Max Flabbes den neuesten Streich des westpfälzischen Amtsschimmels. Als erste kreisfreie Stadt in der Westpfalz hat Zweibrücken den nächtlichen Verkauf von Alkohol an Tankstellen nun klipp und klar geregelt. Das Regelwerk der weltfremden Ordnungswüteriche sieht vor, dass Zweibrücker Tankstellenbetreiber ab sofort zwischen 22 und sechs Uhr nur noch sechs Flaschen Bier, eine Flasche Wein oder 0,1 Liter Schnaps als Reiseproviant pro Autoinsasse verkaufen dürfen.

Nach Darstellung des saarländischen Thekenphilosophen sei das Promillesicherungsgesetz aus den Zweibrücker Amtsstuben mehr als ungerecht. So kommen nach den Berechnungen von Max Flabbes Einzelreisende mit der vorgeschriebenen Intuskapazität wesentlich schwerer und langsamer in den Straßengraben als Fahrer eines neunsitzigen Kleinbusses. Flabbes rät promillebewußten Autofahrern dazu, in Pirmasens oder Kaiserslautern im Notfall nochmal aufzutanken. Diese Städte seien derzeit noch nicht vom Regulierungsvirus befallen, so Flabbes.

Die Zweibrücker Amtsschimmel haben sich in ihrer Regulierungswut an die Praxis der Stadt Frankenthal angelehnt. Dort gilt an den Tankstellen ähnlicher Wurres. Um nicht mit einem größeren Verordnungskatalog im Handschuhfach die Pfalz durchqueren zu müssen, rät der Thekenphilosoph, rechtzeitig vor Erreichen der Landesgrenze aufzutanken und die Gegend non- stop zügig zu durchqueren. Auch ist es nach Auffassung von Max Flabbes angebracht, generell glockennüchtern am Lenkrad zu sitzen, alleine schon, um einem hochnotpeinlichen Interview mit der Polizei und dem Verkehrsrichter zu entgehen.

Ansonsten betrachtet der saarländische Thekenphilosoph die ganze Angelegenheit als neuen Pfälzer Witz, von denen bereits zig- Tausend im Saarland kursieren und die selbst in trostlosen Zeiten die Menschen an der Saar und ihren Nebenflüssen immer wieder zu Heiterkeitsausbrüchen animieren.

 

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