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Es geht wieder was auf dem stillen Örtchen im Weltall

Lokus auf der ISS-Raumstation wieder bereit zu längeren Sitzungen

Von Gisbert Spränzer

Wieder mal der Ort der Erleichterung auf der ISS-Raumstation außer Betrieb. Wie
Kommandant Gennadi Padalka, der gemeinsam mit Flugingenieur Frank De Winne den
defekten Abtritt reparieren konnte, gegenüber der saarländischen Funkstation
After-Mega-13, während einer ersten ausgiebigen Testsitzung ausführte, sei das
Instrument jetzt wieder voll funktionstüchtig. Die Pumpe arbeite mit Hochdruck,
lediglich ein vorbeiziehender Satellit unbekannter Nationalität sei während der
Reparaturarbeiten durch den Druck plötzlich ausströmender Fäkalien von seiner
Flugbahn abgekommen und treibe nun desorientiert in den Weiten des Weltalls. Gennadi
Padalka beklagte die Unzuverlässigkeit des hoch technisierten Abtritts und gab
seiner Hoffnung Ausdruck, irgendwann über einen wirklich zuverlässigen Ort der
Besinnung im Weltall verfügen zu können.

Hoffnung auf störungsfreie Andachten und besinnliche Lokus-Runden können sich die
Astronauten, Kosmonauten und Taikonauten derweil bereits machen. Abhilfe wird schon
bald von saarländischen Heimwerkern kommen. Wie Saar-Heimwerkerpräsident Emil
Bossler heute in seinem Baumarkt vor den Saarbrücker Toren bekannt gab, werde er mit
seinem Team am kommenden Wochenende einen robusten Abtritt nach saarländischer Norm
zusammenschrauben. Wie Bossler ausführte kenne er das Problem verschlossener
Lokustüren aus den Zügen der Deutschen Bahn. „Man rast durch die Gegend und hat das
Gefühl kurz vor dem Platzen zu stehen“ so Bossler.

Weiter gab Emil Bossler an, der Weltraumlokus made in Saabrigge werde mit allem
ausgestattet, was für gemütliche Sitzungen notwendig sei. Körniges Klopapier werde
ebenso zum Interieur gehören, wie Zeitungsständer, Wecker, Notizblock, TV und
Musikanlage.

Nach Angaben Bosslers könne der Multifunktionslokus für den harten Weltraumbetrieb
bereits am 30 August mit einer Saarrakete des Typs Alee-Hopp III ins All geschossen
werden. Dies sei der Tag der Landtagswahl, fügte Bossler an. Aus Kostengründen werde
man dann die CDU-Landesregierung gleich mit ins Universum befördern und dort
entsorgen, so Bossler abschließend.