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Saarbrücker Zeitung hat keine Zukunft und sieht ihrem Ende gelassen entgegen, oder ? Von Gudrun Müller Noch
scheint es so als sei die Saarbrücker Zeitung ein mächtiges
Organ, das wie in all den letzten Jahrzehnten über Sein oder Nichtsein
in der saarländischen Provinz entscheidet. Dem ist nicht mehr so.
Der SZ steht massiver Stellenabbau bevor und es ist absehbar, wann die
Monopolzeitung im Saarland ihr Erscheinen einstellen wid. Wer wird ihr
nachtrauern, diesem rechtslastigen, im Kern reaktionären Printmedium?
In meinem Bekanntenkreis ist mir kein Trauender und keine Trauernde bekannt,
eher kommt Freude auf. Das Ende der Ära der Tageszeitungen ist für
die Ausgebeuteten, die von Hartz IV Betroffenen Freude pur. Alle Massenmedien
sind Hartz IV Befürworter, oder ? Verschiedene Produkte der SZ sind bereits eingestellt Saarbrücken (soz) - Wie das “Hamburger Abendblatt” bereits am 27.6.09 berichtet steht der “Saarbrücker Zeitung” ein massiver Stellenabbau bevor. Nicht nur die “Saarbrücker Zeitung” selbst, sondern auch die Tochterblätter “Trierischer Volksfreund” sowie die “Lausitzer Rundschau” sollen von dem Abbau betroffen sein. Rund 190 Jobs stehen auf dem Spiel, berichtet das “Hamburger Abendblatt” in seiner Online-Ausgabe vom vorletzten Wochenende und bezieht sich dabei auf Verlagskreise. Alle drei Zeitungen der Saarbrücker Zeitung Druckerei und Verlag GmbH gehören mehrheitlich der Stuttgarter Holtzbrinck-Gruppe an. Alleine in der Saarbrücker Gutenbergstraße, dem Sitz der traditionsträchtigen Zeitung, sollen 90 Stellen gestrichen werden - in sämtlichen Abteilungen. Bei der “Lausitzer Rundschau” seien es hingegen hauptsächlich Redaktionsstellen, die den Sparmaßnahmen zum Opfer fallen werden. Internen Informationen nach, sei der Stellenabbau bereits in einer Betriebsversammlung im Mai von Geschäftsführer Joachim Meinhold angekündigt worden. Damals war von 150 bis 200 Arbeitsplätzen die Rede gewesen. Ein Grund für das lange Hinauszögern dieser Meldung liege an der besonderen Struktur der Saarbrücker Zeitung Druckerei und Verlag GmbH; 15 Prozent sind einer Beteiligungsgesellschaft der Mitarbeiter angehörig. Deren Geschäftsführer, Roland Harig, ist zudem Vorsitzender des Konzernbetriebsrats. Weitere Anteile gehören den 1970 im Landtag des Saarlandes vertretenen Parteien CDU, SPD und FDP durch eine Fördergesellschaft. Nach Angaben der Branchenseite “Meedia” hat die “Saarbrücker Zeitung” im Vergleich zum Vorjahr nur ein Minus von einem Prozent hinnehmen müssen. Im Verhältnis zum Gesamtverkauf von vor fünf Jahren, musste das Blatt jedoch zehn Prozent einbüßen. Verschiedene Produkte der Tochter sind bereits eingestellt: Die Tabloid-Zeitung “20cent”, die durch die Tochtergesellschaft Saarbrücker VerlagsService GmbH in der Lausitz und im Saarland erschien, wurde Ende Februar dieses Jahres eingestellt. Als Begründung wurden fehlende Werbeeinnahmen durch die vorherrschende Krise genannt. Auch für das vom Tochterunternehmen produzierte Lifestylemagazin “Potato” kam im März das Aus. Bei der “Saarbrücker Zeitung”
handelt es sich um die auflagenstärkste Tageszeitung im Saarland.
Insgesamt verfügt man über elf Lokalredaktionen. Zum Verlag
gehören durch die verschiedenen Tochterfirmen auch das Internetportal
SOL.de, der “Saaramateur” sowie der Radiosender bigFM Saarland.
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