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Merkel
bleibt jetzt nur noch der Schwarze Peter“
Nach Ole von Beust wird es auch höchste
Zeit für Saarfürst Müller
Saartire von Oliver Drecksack
Einsam wird es um Bundeskanzlerin Angela Merkel. In nur einem Jahr
verlor die Kanzlerin Dieter Althaus, Günther Oettinger, Roland Koch,
Christian Wulff und Jürgen Rüttgers. Zunächst nahm im vergangenen
Herbst Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus mehr oder weniger
freiwillig seinen Hut. Baden-Württembergs Regierungschef Oettinger fühlte
sich bei der EU wohler, Hessens brutalst möglicher Koch will nur noch
für seine Familie brutzeln, Niedersachsens Wulff musste schnell mal
Bundespräsident werden und Nordrhein-Westfalens bester Rüttgers
wurde
vom undankbaren Volk einfach geschasst. Nun hat auch Ole von Beust die
Schnauze gestrichen voll vom pausenlosen regieren. Der Hamburger
Bürgermeister gab am Sonntag Nachmittag bekannt, er sei amtsmüde
und
warf das Handtuch.
Als letzter Recke steht jetzt nur noch der saarländische
Ministerpräsident Peter Müller treu und fest an der Seite von Angela
Merkel. Den wünschen sich die Saarländer allerdings auch schon lange
dorthin wo der Pfeffer wächst. Wetten sollen an der Saar bereits
kursieren, wann der schwarze Saarpeter endlich seine Abdankung bekannt
gibt. Von den Grünen am Nasenring durch die politische Arena gezogen,
vom Landesrechnungshof wegen Steuerverschwendung geprügelt und von der
Opposition täglich zum Hampelmann gemacht, droht der Saarfürst im
eigenen Sumpf sang und klanglos abzusaufen. Deutscher Bierbotschafter
war er zu Beginn seiner Amtszeit, Arbeitsminister sollte er in Berlin
werden, doch gewogen und als zu leicht befunden musste Peter Müller das
schwarze CDU Nest an der Saar weiter hüten. Bei einem Grillunfall im
heimischen Garten wäre Müller fast zum ersten Märtyrer des
Saarlands
geworden, aber eben nur fast. So wurde er zum Gespött der SPD und
anderer ruchloser Gesellen.
Die Frage wird sein, ob Saarfrürst Müller erst noch ein weiteres
seismisches Ereignis im Saarland abwarten will, oder ob er warten will
bis er, womöglich aus den eigenen Reihen, entrümpelt wird. Das
Saarmaika-Experiment mit FDP und Grünen hat Müller nämlich
nicht gerade beliebter gemacht. Wer grün gewählt hat, hat sich inzwischen
schwarz geärgert und auch die FDP krebst im Saarland in der Wählergunst
wieder um die fünf Prozent Hürde. Weder FDP noch Grüne werden
der CDU im Saarland noch einmal das Regierungsnest anwärmen können.
Es wird also Zeit für Peter Müller zu gehen. Vielleicht wartet ja
an
Angela Merkels Seite in Berlin noch eine Aufgabe auf ihn. Im
Kasperltheater der schwarz gelben Koalition würde er jedenfalls noch
als
Hanswurst eine ganz gute Figur machen, zwischen Gurkensalat,
Wildsaukeule und altrömischen Cäsaren-Wahn.
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