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Mai 2010 - Rakentenschau zum 1. Mai in Saarbrücken Was Herrchen den Milchviehhaltern im Saarland geraten
hat und wie man aus einem Ofenrohr und ein paar Feuerwerkskörpern
‘nen richtig tollen Friedenskracher bastelt Saartierisches von Gisbert Spränzer Herrchen hat gesagt, dass der DGB Saar die einzige Organisation auf dem gesamten Globus ist, der es immer wieder gelingt alle landesweit relevanten Parteien gemeinsam in einer Reihe zum Stehen zu bringen. So war es auch dieses Jahr wieder auf dem Tbilisser Platz vor dem Staatstheater in Saarbrücken, wohin der DGB Saar wieder zur Maikundgebung gerufen hatte. Herrchen und ich waren auch da, obwohl der Himmel seine Schleusen geöffnet hatte, um dem Sozis kräftig den Buckel zu waschen. Es waren auch mal wieder mächtig viele Harz IV-Sozis aufgelaufen, ich hab ’s genau gerochen. Recht lustig war es auch. Zuerst hatte der Moderator des DGB vergessen einige Wichtel aus der parteiübergreifenden Sozialräuberprominenz in der ersten Reihe persönlich zu begrüßen. Die hatten auch sofort ‘nen dicken Hals und schauten grimmig drein. Dann war das Redemanuskript von Saar DGB-Chef Eugen Roth nicht aufzufinden. Ich war zwar kurz mal zum schnuppern auf der Bühne, das Manuskript vom DGB Boss hab ich aber nicht gefetzt. Pfote drauf, ich schwör ’s. Roth hat aber auch ohne sein Manuskript mächtig auf die Pauke gehauen und den Bossen am Kampf- und Feiertag aller Werktätigen kräftig eingeschenkt. Von der Beute her gesehen hatte ich einen ganz guten Tag. Zuerst hab’ ich mich am Stand der Koordination Saarländischer Arbeitsloseninitiativen mit Keksen füttern lassen. Bloß das Stück Torte mit dem ich lange geliebäugelt hab’ wollten die Geizhälse nicht rausrücken. Mit Herrchen an der Leine bin ich dann schnell weitergezogen zum Landesverband Saarland der Deutscher Milchviehhalter. Unter dem Motto: “Faire Arbeit – faire Löhne – faire Milchpreise“ beteiligen sich zum ersten Mal Bauern und Bäuerinnen gemeinsam mit der Aktion 3.Welt Saar an der Kundgebung des DGB Saar in Saarbrücken. Die Milchbauern waren nicht etwa mit der Mistgabel aufmarschiert, sondern hatten, richtig clever, ihre hübchen Töchter zum Kampf für faire Milchpreise auf ’s Parkett geschickt und um Milch an die Kundgebungsteilnehmer auszuschenken. Herrchen war ganz hin und her gerissen von soviel Schönheit, Grazie und weiblicher Anmut. Gleich drei Becher fair gehandelte Vollmilch hat er abgekippt, bevor er irgendwie weiß im Gesicht wurde und freiwillig auf sein obligatorisches Maibier verzichtete. Den Milchbauern hat Herrchen aber noch dringend geraten im nächsten Jahr ein paar Kühe oder gleich ‘nen kräftigen Stier zur Maikundgebung mitzubringen und den Kawenzmann am besten in der ersten Reihe, zwischen den Politstrolchen zu postieren. Ich hab’ ja lieber auf die Frischmilch verzichtet. Ganz in der Nähe war nämlich eine prima Pfütze mit köstlichem Regenwasser zum schlabbern und gebadet hab’ ich, zu Herrchens Freude, hinterher auch noch drin. Geschüttelt hab’ ich mich dann noch schnell zwischen zwei linken Halunken, die mich auch promt einen Schweinehund genannt haben. Karriere hat Herrchen am Tag der Arbeit auch noch gemacht. Er ist jetzt Raketenexperte bei attac untere Saar. Die haben zum Tag der Arbeit gegen den Krieg in Afghanistan protestiert und eine Raketenschau auf dem Kundgebungsplatz veranstaltet. Die Raketen von attac sind zwar noch aus Pappe, aber mit Herrchens Erfahrung als Heimwerker werden sie schon sehr bald auch fliegen können. Herrchen wird in den Sommerferien einen Workshop in unserer Garage veranstalten und den Attacies zeigen wie man aus einem Ofenrohr und ein paar Feuerwerkskörpern ‘nen richtig tollen Friedenskracher bastelt. Herrchen baut wirklich erstklassige Raketen. Der letzte Start war ja auch erfolgreich, bloß der blöde Wetterhahn auf dem Kirchturmdach hat den ersten unbemannten Flug einer Saarrakete zum Mond verhindert und das ganze Dorf um den Mittagsschlaf gebracht. Tolle Musik hat ’s am 1. Mai beim Saar DGB
auch gegeben, als die Politbonzen endlich verduftet waren. Die Auftritte
von “Saarbruck Libre” und “Oku & The Reggaerockers”
waren echt dufte. Herrchen hat sogar mitgesungen, nachdem er sich eine
Rosskur aus Kräuterlikör gegen die rebellierende Frischmilch
in seinem Magen gegönnt hatte. Das DGB-Mai-Motto: “Wir gehen
vor!” hab’ ich dann später auf mich bezogen und Herrchen
klar gemacht, das es Zeit für den Rückzug ist. Immerhin steht
Herrchens höchster Feiertag bald an. Am 13. Mai ist nämlich
Vatertag, da zieht Herrchen immer mit einem Bollerwagen und einem Rudel
anderer Männchen über die Felder. Meine Kumpels Randy und Ivanhoe
sind samt ihrer Herrchen auch dabei. Also dann bis zu Herrchens großem
Feiertag – „Wuff“!
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30.5.10 Positiv im SPD Wahlkampf war >Nichts< Die SPD-Basis macht vor allem die Hartz-Reformen und die Rente mit 67 für den Niedergang ihrer Partei in der Wählerstimmung verantwortlich. Bei einer Befragung aller Ortsvereine seien häufig "fehlende Glaubwürdigkeit", "Profil- und Farblosigkeit" sowie "Entfremdung der Partei von Mitgliedern und Bevölkerung" als Ursachen für den Absturz auf 23 Prozent bei der Bundestagswahl im September 2009 genannt worden, berichtet das Deutschlmagazin >Der Spiegel<. Die SPD habe Ende März Fragebögen an etwa 10.000 Ortsvereine verschickt und bis Mitte Mai mehr als 4200 zurückerhalten, hieß es. Viele Antworten konnten dabei ohne Vorgaben formuliert werden. Auf die Frage, was im Wahlkampf besonders positiv gewesen sei, hätten die Auswerter als häufigste Antwort "nichts" verzeichnet, Spitzenkandidat Frank-Walter Steinmeier sei nur "gelegentlich" genannt worden.
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