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Raubvermögen in der Finanz- und Wirtschaftskrise des Kapitals:
Die Reichsten der Welt sind auch in der Krise 2009 immer reicher geworden.
von Reinhold Schramm
Die Erholung des Aktienmarktes mit Hilfe ihrer Regierungen hat den Millionärsrängen
dazu verholfen, mit einem Anstieg von 17 Prozent auf zehn Millionen zu kommen.
Zugleich stieg ihr gesamtes Vermögen mit einer Erhöhung von 19 Prozent
auf 39.000 Milliarden US-Dollar, was nahezu die Verluste in ihrer Finanz-
und Wirtschaftskrise ausgleicht.
Der Börsenwert stieg um die Hälfte an und die Hedge-Fonds haben
sich größtenteils von ihren Verlusten im Jahr 2008 erholt. Ihre
Regierungen in ihrer Welt sorgten für flankierende Maßnahmen zur
Erholung der Vermögenden und fortgesetzten und verschärften Enteignung
der Lohnarbeit und Armen, die Umverteilung von unten nach oben, so auch in
der Germania AG.
"Wir sehen bereits deutliche Anzeichen einer Erholung und, in einigen
Bereichen, einen vollständigen Rückgang auf das Level des Wohlstands
und Wachstums von 2007", sagte die Leiterin des "Wealth Management"(1)
der "Bank of America", Sallie Krawchek.
Das schnellste Wachstum des bourgeoissozialistischen Wohlstands fand in Indien
und im 'harmonischen' China und Brasilien statt. Der Plünderungs- und
Ausbeutungswohlstand in Lateinamerika und der Asien-Pazifik-Region stieg auf
Rekordhochs. Asiens Millionärränge reichten mit drei Millionen erstmals
an Europa heran. Das kollektive bourgeoissozialistische und 'harmonische'
Vermögen der Millionäre in Asien stieg um 31 Prozent auf 9.700 Milliarden
US-Dollar und überstieg damit das Millionärsvermögen Europas
von 9.500 Milliarden USD.
In Nordamerika (USA-Kanada) stiegen die Ränge der Reichen um 17 Prozent,
deren Raub-Vermögen wuchs um 18 Prozent auf 10,7 Billionen US-Dollar
(bzw. 10.700.000.000.000 USD).
Die sozialdarwinistische und imperialistische USA waren 2009 - trotz ihrer
Finanzkrise, die analog sozial nach unten abgeladen wurde, die Heimat der
meisten Millionäre: 2,87 Millionen; gefolgt von Japan mit 1,75 Millionen
und Deutschland mit 'nur' 881.000 Millionäre und Multimillionäre.
Die VR China wurde im Untertreibungsbericht mit nur 477.000 Vermögensmillionäre
angegeben (- nach China.org.cn auch schon mit rund 825. Tausend Millionäre
und Multimillionäre auf USD-Basis) etc.
Die höchste Bevölkerungsdichte an Millionären hatte die Schweiz:
Knapp 35 Millionäre pro 1.000 Erwachsene.
Im Bericht heißt es, dass den Reichen gut gedient ist mit einem breiten
Spektrum an Investitionen, darunter Güter und Immobilien. "Die Reichen
haben ihre Investitionen nicht konzentriert, sondern verteilt", sagte
der Leiter des US- "Wealth Management"(1) von "Merrill Lynch",
Lyle LaMothe.
Eine Herausforderung für Makler wäre es, ihre Millionärs-Klienten
zu überzeugen, risikoreichere und gewinnbringende Investitionen zu tätigen.
"Es gibt immer noch Zögern", sagte LaMothe. "Liquidität
ist unheimlich wichtig, und die Leute benötigen Kapitalfluss, um ihren
Lebensstiel beizubehalten. Aber sie wollen den Kapitalismus in einer Weise
austauschen, die nicht ihr Risikoprofil erhöht." [Da ist auch die
deutsche BDI-BND-VS-Bundesregierung und ihre BDA-Parlamentsmehrheit (nicht
nur) in der sozialpartnerschaftlichen Germany AG behilflich.]
Im Bericht heißt es: Die Zuversicht der Investoren in ihre Vermögens-Berater
und Regulatoren sei weiterhin verhalten. Die Reichen handhaben ihre Investitionen
aktiv, indem sie kundenspezifische Beratung suchen und Transparenz über
die Aktien, die sie kaufen, fordern. Familien, die 'ihr Geld' während
der Krise eher im Inland behielten, begannen, 'ihr Geld' in ausländische
Märkte umzuleiten, insbesondere in ('ihre') 'Entwicklungsländer'.
Laut Spekulations-Bericht: Nordamerikanische und europäische Investoren
werden 'voraussichtlich' ihre Investitions-Verlagerung in die asiatischen
Märkte steigern. Von europäischen Investoren wird erwartet, dass
sie ihren nordamerikanischen Aktienbesitz erhöhen.
Reiche Klienten nehmen große Unternehmen stärker ins Visier, die
'dicke' Dividenden bezahlen. Die Investoren wären offen für Bereiche,
über die sie vor ihrer Krise nie nachgedacht hätten, um ihren Lebensstil
beibehalten zu können.
Für den Leiter des US- "Wealth Management" von "Merrill
Lynch", Lyle La Mothe, unterstreicht der Bericht über die Reichen,
dass die Klienten insolvent seien und dass sie nicht dazu tendieren, sich
auf ein-prozentige Sparkonten zu beschränken. [Dafür sorgen auch
ihre Wirtschafts- und Gewaltapparate, ihre bürgerlichen Parteien und
Regierungen.]
Quelle vgl.:
Tageszeitung China Daily / China.org.cn - am 24.06.2010: "Reichste Leute
der Welt sind trotz Rezession 2009 immer reicher geworden".
http://german.china.org.cn/international/2010-06/24/content_20338797.htm
1) Vgl.: "Wealth Management" - Vermögensmanagement:
http://www.berater-lotse.de/verbraucher/infothek/vermoegensmanagment/wealthmanagement/
Empfehlung auch für die 'freiheitliche' und 'demokratische' 'Neid'-Diskussion
beim Hartz IV-Niedriglohn und Sozialabbau in der Germany AG:
1) Welt- Klassengesellschaft und Vermögensverteilung.
http://www.debatte.info/index.php?id=848
2) Raubvermögen der reichsten 1011 Plünderer der Welt.
http://www.debatte.info/index.php?id=867
3) Finanz- und Wirtschaftskrise? - aber nicht für die Reichen!
http://www.debatte.info/index.php?id=875
4) Klassengesellschaft, Eigentums- und Vermögensverteilung in Deutschland.
http://www.debatte.info/fileadmin/download/rschramm_10052009.pdf
5) Lohnverzicht reduziert die Altersrente - und erhöht die Kapitalvermögen
(auch ohne 'deren' Arbeit)!
http://www.debatte.info/index.php?id=872
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Juni
2010 NS-Terror gegen
Zeugen Jehovas Von Stefan Gleser
Zum Abschluss der Reihe über die Pfalz im Nationalsozialismus
sprach der
Theologe und Heimatforscher Otmar Weber über „Sie gaben Zeugnis
– Die
Verfolgung der Zeugen Jehovas in der NS-Zeit" am vergangenen Mittwoch
im
Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern.
Keine christliche Gemeinde wurde „rascher, rabiater, blutiger“
verfolgt,
so Weber in seiner Einleitung. In der Weimarer Republik sahen die
Amtskirchen die Zeugen Jehovas als unliebsame Konkurrenten an. Die
Völkischen vermuteten in den „Ernsten Bibelforschern“,
wie sie auch
genannt wurden, verkappte, von den USA und Juden finanzierte Freimaurer.
Zu Beginn des NS-Regimes versuchte die Leitung mit der Distanzierung von
„Handelsjuden des Britisch-Amerikanischen Weltreiches, die das
Großgeschäft aufgebaut und benutzt haben als ein Mittel der
Ausbeutung
und der Bedrückung vieler Völker“ die Vorwürfe zu
widerlegen. Es war und
blieb die einzige Anpassung an den Geist der Zeit.
Die Zeugen Jehovas lehnten den Kriegsdienst ab, verweigerten Treueeid
und Hitlergruss. Gegen Ende der Weimarer Republik zählten sie etwa
25000
Gläubige. Davon kamen etwa 6000 in Haft. Rund 2000 verloren in den
Konzentrationslagern ihr Leben. Das Fallbeil richtete etwa 250 Zeugen
Jehovas hin, weil diese sich geweigert hatten, eine Waffe anzurühren.
Vielen Frauen wurde das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen.
Weber verdeutlichte den Widerstand der Zeugen Jehovas an drei Beispielen
aus der Pfalz. Im November 1936 verurteilte das Sondergericht
Frankenthal Anhänger der Glaubensgemeinschaft zu Geld- und
Gefängnisstrafen. Den Angeklagten wurde „willkürlicher
Individualismus“
vorgeworfen; sie seien „staatsfeindliche Elemente“. Ein Bäckermeister
aus Ludwigshafen wurde mehr als 8 Jahre lang im Konzentrationslager
Buchenwald geschunden. Ein anderer Zeuge Jehovas aus der Westpfalz
beschrieb Hitlers Deutschland als „Satanswelt“. Darauf hin
bescheinigte
ihm ein Arzt der Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster „monotonen
Wahn“, und „Gemeingefährlichkeit“.
In den Konzentrationslagern trugen die Zeugen Jehovas den „lila
Winkel“.
Sie bildeten eine geschlossene, disziplinierte und solidarische Einheit.
Sie unterschieden sich in dreifacher Hinsicht von anderen Häftlingen:
Sie hätten das Lager jederzeit verlassen können, wenn sie von
ihrem
Glauben abgefallen wären, sie unternahmen keine Fluchtversuche und
beteiligten sich nicht an konspirativer Arbeit.
Selbst einem Theologen wie Weber fiel es schwer, sich in die
Vorstellungen der Zeugen Jehovas hineinzuversetzen und sie zu erklären.
Ein durch eisernen Ordnungssinn geprägter Gruppengeist, der unbedingte
Glaube, dass das Wort der Bibel mehr zähle als staatliche Autorität
und
dass es zu einem Entscheidungskampf (Harmagedon) zwischen Jesus und den
irdischen Herrschern käme. Die Zeugen Jehovas fühlen sich weltlichen
Angelegenheiten nicht sonderlich verbunden. Deshalb die politische
Neutralität. Deshalb waren sie bereit, zugunsten ihres Glauben auf
Familie, Beruf, kleine Alltagsfreuden zu verzichten und die Lagerhaft
auf sich zu nehmen.
Jahrzehntelang habe sich die Würdigung des Widerstandes auf die „Weiße
Rose“, und die Attentäter des 20. Julis konzentriert. Erst
allmählich
seien, so Weber zum Abschluss seines Vortrages, Deserteure, Opfer der
Wehrmachtsjustiz und Zeugen Jehovas anerkannt worden.
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