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| 29.5.2010
Berlusconi tanzt den Mussolini Mussolini-Berlusconi - Der italienische Ministerpräsident hat einmal mehr gezeigt, wes Geistes Kind er ist. Bei einer Pressekonferenz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris verteidigte er am Donnerstag seinen Regierungsstil unter Rückgriff auf den Diktator Mussolini, der ab 1922 in Italien den Faschismus errichtet und sich mit Hitlerdeutschland verbündet hatte. Nach seiner Verhaftung wurde der Diktator von deutschen Fallschirmjägern befreit und an die Spitze einer faschistischen Satellitenregierung, der sogenannten Republik von Salò, gesetzt. Nach der Befreiung Italiens wurde Mussolini 1945 von Partisanen erschossen. Die Leichen von Mussolini und seiner Geliebten wurden auf dem Piazzale Loreto in Mailand an den Beinen aufgehängt. »Ich wage einen Satz von jemandem zu zitieren, der als Diktator betrachtet wurde, ein großer und mächtiger Diktator«, sagte nun Berlusconi bei der Pressekonferenz, an der auch andere Staatschefs teilnahmen, unter ihnen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. »Sie sagen, dass ich Macht habe, das stimmt nicht«, zitierte Berlusconi Mussolini. »Ich weiß nur, dass ich meinem Pferd befehlen kann, nach rechts oder links zu gehen.« Für ihn bedeute das, dass er »im Dienste aller« stehe, sagte Berlusconi. »Jeder kann mich kritisieren oder sogar beschimpfen.« Berlusconi hatte in der Vergangenheit unter anderem
durch Gesetzesänderungen immer wieder in Gerichtsverfahren eingegriffen
und sich selbst sowie ihm Nahestehende Personen dadurch vor Strafverfolgung
geschützt. Durch sein Medienimperium mit Fernseh- und Rundfunksendern
sowie Tageszeitungen kontrolliert er ein Großteil der in Italien
veröffentlichten Meinung. Er steht an der Spitze der Rechtspartei
»Popolo della Libertà« (Volk der Freiheit), zu der
sich seine eigene Partei »Forza Italia« sowie die faschistische
Alleanza Nazionale zusammengeschlossen haben.
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Republik von Salò
- Die Italienische Sozialrepublik (amtliche deutsche Übersetzung
von Repubblica Sociale Italiana, RSI), auch Sozialrepublik Italien, war
ein faschistischer Staat in Norditalien unter der militärischen Protektion
des Deutschen Reichs, der sich von seinem Territorium her auf das deutsche
Besatzungsgebiet beschränkte. Die Bezeichnung Republik von Salò
(Repubblica di Salò) ist jedoch auch weit verbreitet. Der Staat
bestand zwischen dem 23. September 1943 und dem 25. April 1945 und führte
den Zweiten Weltkrieg bis zum Ende auf Seiten Deutschlands und der Achsenmächte
weiter. Die Hauptstadt war Salò am Gardasee (ab 1944 Mailand),
Staatschef der am 25. Juli 1943 abgesetzte diktatorische Ministerpräsident
Italiens, Benito Mussolini. Die Republik, welche den zweiten und letzten
faschistischen Staat in Italien darstellte, hörte in der Nacht vom
2. Mai 1945 auf zu existieren, als die am 29. April jenes Jahres unterzeichnete
Kapitulation der deutschen und republikanisch-italienischen Streitkräfte
im Norden des Landes wirksam wurde.
Pier Paolo Pasolinis „Salo – Die 120 Tage von Sodom - Die 120 Tage von Sodom ist ein Spielfilm des italienischen Regisseurs Pier Paolo Pasolini aus dem Jahr 1975. Der Film basiert auf dem Buch Die 120 Tage von Sodom des Marquis de Sade; es war Pasolinis letzter Film, bevor er im Erscheinungsjahr ermordet wurde. In der Erzählstruktur lehnte sich Pasolini auch an Dantes Inferno an: Der Film ist in drei Segmente geteilt, die Höllenkreise der Leidenschaft, der Scheiße und des Blutes, von denen aus Parallelen zur Vorhölle der Göttlichen Komödie gezogen werden können.Der Film spielt in der „Italienischen Sozialrepublik“, der sogenannten Republik von Salò, einem faschistischen Marionettenstaat im vom Deutschen Reich besetzten Norditalien.
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