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29.5.2010 Dennis Hopper ist tot

Trotz seiner schweren Krebserkrankung war Hopper noch im März zum Walk of Fame gekommen, um sich mit einem Stern ehren zu lassen. Er genoss den Applaus von prominenten Freunden und hunderten Fans auf dem weltbekannten Bürgersteig.

Hopper mit seinem Freund Nicholson.


1969 drehte Roger Corman mit Peter Fonda und Dennis Hopper für 400.000 US-Dollar das Roadmovie Easy Rider. Der Film wurde zum Kulthit der Hippie-Bewegung und schließlich zur Legende, ebenso wie der berühmte Titelsong Born to Be Wild. Der Grund dafür war vor allem, dass er sich grundlegend von allem unterschied, was man je zuvor im Kino gesehen hatte. Easy Rider passte in kein Schema, wirkte nicht angestaubt, sondern frisch – New Hollywood war geboren und hatte mit Dennis Hopper, Peter Fonda und Jack Nicholson drei seiner ersten Helden gefunden.

Hopper galt auch weiterhin als Exzentriker und seine nächste Regiearbeit The Last Movie erntete durchgehend schlechte Kritiken. Da er durch seine Eigenwilligkeit die meisten Regisseure in den Wahnsinn trieb, stand er lange Zeit auf einer so genannten Schwarzen Liste. In den 1970er und 1980er Jahren hatte er aus diesem Grund fast keine kommerziellen Erfolge, was er jedoch keineswegs bedauerte. Er drehte viel in Europa, begann zu trinken und Drogen zu nehmen.

1986 erregte Hopper Aufsehen in der Rolle eines Sadisten in David Lynchs Blue Velvet1988 erreichte er mit seiner Regiearbeit Colors – Farben der Gewalt erstmals seit Easy Rider wieder ein breiteres Publikum.

Insgesamt hat Hopper über 140 Filme gedreht. Zwei seiner größten Leidenschaften neben der Schauspielerei waren die Fotografie und die Malerei. Seine Werke werden weltweit ausgestellt.

Am 30. Oktober 2009 wurde bekannt, dass der US-Schauspieler nach Angaben seines Managers Sam Meydew an Prostatakrebs erkrankt war. Hopper wurde an der University of Southern California behandelt und erlag seiner Krankheit am 28. Mai 2010 in seinem Haus in Venice.