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29. März 2010 Deutsche Reichsbahn verschleppte
Millionen Menschen aus ganz Europa in den Tod oder in ein Sklavendasein Vor 65 Jahren kapitulierte Nazi-Deutschland. Integraler Bestandteil des NS-Zwangsregimes war die „Deutsche Reichsbahn“. Sie verschleppte Millionen Menschen aus ganz Europa in den Tod oder in ein Sklavendasein. Ohne die „Deutsche Reichsbahn“ und ihre Massentransporte wären die Morde, die Ausbeutung und die unmenschlichen Leiden der Opfer unmöglich gewesen. Die Wagen der „Deutschen Reichsbahn“ wurden für Hunderttausende zu rollenden Särgen. Wir sind Überlebende dieser Todestransporte. Für unseren Weg in Vertreibung, Gefangenschaft und Vernichtung hat die „Deutsche Reichsbahn“ Kilometer für Kilometer Gebühren erhoben. An den Massenverbrechen hat sie sich bereichert. Auch 65 Jahre danach ist die Verbrechensbeihilfe der „Deutschen Reichsbahn“ nicht abgegolten. Eine angemessene Ehrung der Millionen, die von den Transporten mit der „Deutschen Reichsbahn“ nicht zurückkehrten, wäre längst an der Zeit gewesen. Den bedürftigen Überlebenden zu helfen, sollte selbstverständlich sein. In diesem Jahr feiern die „Reichsbahn“-Erben ihr 175. Jubiläum. Es ist höchste Zeit, dass sie sich der eigenen Geschichte stellen. Die historischen Nachfolger der „Deutschen Reichsbahn“ müssen ihrer moralischen und finanziellen Pflicht endlich nachkommen. Wir appellieren an die deutsche und internationale
Öffentlichkeit, sich an die Seite der Überlebenden zu stellen
und für Aussöhnung und Gerechtigkeit einzutreten. Weißrussland: Michail A. Treister, Weißrussische Gesellschaftliche
Organisation der Juden – Elwina Siemakowa, Weißrussische Gesellschaftliche Organisation der „Ostarbeiter“ Aleksanda W. Borisowa, Weißrussische Vereinigung ehemaliger Häftlinge Deutscher Konzentrationslager und Antifaschistischer Widerstandskämpfer während des Krieges Polen: Stanislaw Zalewski, Polnischer Verband ehemaliger Politischer Häftlinge der NSGefängnisse und Konzentrationslager Tomasz Miedzinski, Vereinigung der Jüdischen Kombattanten und Geschädigten im Zweiten Weltkrieg Czeslaw Cywinski, Weltverband der Soldaten der Heimatarmee Edmund Baranowski, Verband der Warschauer Aufständischen Dionizy Smyk, Rat der Kombattanten und Verfolgten in Kleinpolen, Polnischer Verband der Soldaten der Bauernbataillone, Abteilung in Krakow Benedykt Wietrzykowski, Vereinigung der Ausgesiedelten aus Gdynia Zdzislaw Rakoczy, Vereinigung der ehemaligen Polnischen Politischer Häftlinge, Abteilung in Kleinpolen, Krakau Edward Szczesniak, Vereinigung der „Grauen Reihen” [konspirative Pfadfinderbewegung] in Warschau Jerzy J. Kowalewski, Gesellschaft zur Pflege des Andenkens an Auschwitz, Abteilung in Warschau Roman Kwiatkowski, Vereinigung der Sinti und Roma in Polen Wlodzimierz Woloszynski, Vereinigung der Kriegskinder in Polen Russland: Nikolai Dorozynski, Russischer Verband der minderjährigen NS-Häftlinge Ukraine: Markian D. Demidow, Ukrainischer Verband der Häftlinge – Opfer des Nazismus Dr. Boris Zabarko, Ukrainischer Verband der Juden – ehemaliger Ghetto- und NSKonzentrationslagerhäftlinge Witalij Kaczanowski, Organisation der Antifaschistischen
Widerstandsbewegung
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