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Das Geheimnis der Burg Königsberg bei Siersburg Linke im Saarland will auf historischem Grund und Boden eine
Parteischule errichten
History-Saartire von Gisbert Spränzer

„Seit Anfang August finden auf dem Königsberg bei Siersburg
archäologische Ausgrabungen des Landesdenkmalamtes statt. Die Maßnahme
gilt einer Wallanlage mit vorgelagertem Graben, die den Bergsporn
abriegelt. Dass es sich um eine Bergfestung handelt, ist offensichtlich.
Wann sie errichtet und benutzt wurde und wie der Wall aufgebaut ist, lag
bislang im Dunkeln“. Soweit eine aktuelle Meldung aus dem saarländischen
Umweltministerium. Bereits in der Antike erwähnte der römische
Historiker Claudius Auricanus, ein Zeitgenosse von Jesus, die Festung
auf dem Königsberg bei Siersburg. Laut Auricanus diente das Bollwek aber
nicht nur rein militärischen Zwecken oder als Schutz vor herannahenden
Feinden. Einst von den Kelten unter Fürst Nixnutz III. erbaut, diente
die Burg vor allem dem keltischen Lotterleben. Der an der Saar geborene
Claudius Auricanus beschreibt das Castell als saarländisches Sodom und
Gomorrha. Laut Auricanus übten die frühen Saarländer hier völlig neue
Sexualpraktiken, die heute leider völlig in Vergessenheit geraten sind.

Einer Legende nach befand sich auf Burg Königsberg der erste Swingerclub
der Weltgeschichte. In römischer Zeit wurde unter Statthalter Pontius
Optimus die keltische Tradition fortgesetzt und weiterentwickelt. Eine
Schule für höhere Söhne und Töchter der Freude wurde gegründet und
bildete die Elite der damals bekannten Lustbarkeit aus. Sex von der Saar
war ein Markenbegriff und bis nach Spanien, Nordafrika und sogar im
Heiligen Land ein Begriff. In Rom schnalzte Kaiser Caligula mit der
Zunge, als ihn eine Siersburger Musterschülerin in die Technik des an
der Saar erfundenen modernen Stellungskriegs auf der Matte einweihte.
Caligula zog sich einen doppelten Knoten in den Beinen und Armen zu, als
er mit einer griechischen Sklavin den saarländischen Sex nachvollziehen
wollte, berichten römische Quellen.


Auch der große saarländische Dichter und Philosoph des Mittelalters,
Emilianus von Kaltnaggisch, erwähnt die Burg auf dem Königsberg bei
Siersburg. Der Hunnenkönig Attila soll, so Emilianus von Kaltnaggisch,
nach der Plünderung der französischen Stadt Orleans hier Station gemacht
und mit seinen Reitern eine gewaltige Orgie gefeiert haben, in deren
Verlauf Attila durch einen Herzkasper den Löffel abgab. Noch heute
buddeln saarländische Archäologen bei Siersburg intensiv nach dem Grab
Attilas, besonders nach dessen Grabbeigaben, die nach der Beschreibung
des Dichters Emilianus von Kaltnaggisch sogar den Schatz der Nibelungen
an Wert bei weitem übertreffen sollen. Sollten die Klunkern des
Hunnenkönigs gefunden werden, so wäre das Saarland seine gesamten
Schulden mit einem Schlag los, wird im Saarbrücker Finanzministerium
gemunkelt.


Gleich zu Beginn des Dreißigjährigen Kriegs wurde die Burg Königsberg
von streng katholischen Truppen des Habsburger Kaisers bis auf die
Grundmauern zerstört. Der als prüde und sexuell vollkommen verklemmt
geltende Kaiser Ferdinand II. mochte sich nicht mit dem Hort der Lust an
der Saar abfinden, zumal hier gerade der Monotonie der Einehe der Kampf
angesagt wurde. "Besser eine Wüste regieren als ein Land voller Ketzer,"
soll Kaiser Ferdinand II. (1619-1635) gesagt haben und ließ die Lustburg
bei Siersburg zerstören. Der Versuch des Ordens der Frommen Schwestern
vom heißem Herzen, die Burg wieder aufzubauen und als Kloster zu nutzen,
scheiterte. So gingen die frühen Errungenschaften des Sexuallebens der
Saarländer unwiederbringlich verloren. Wie man einen ordentlichen
Aufhüpfer hinlegt haben die Saarländer längst vergessen. Saarmännchen
verbringen heutzutage ihre Freizeit lieber im Baumarkt als auf der
Matratze, haben emsige Statistiker herausgefunden.


Unterdessen denken saarländische Politiker darüber nach, die Siersburger
Lustburg wieder aufzubauen und zu nutzen, vorausgesetzt, bei der EU
findet sich ein Depp, der das Freudenhaus aus den finanziellen
Gießkannen der Europäischen Gemeinschaft kräftig gießt. Sollte das
Saarbrücker Prestigeprojekt „Stadtmitte am Fluss“ scheitern, so habe der
Wiederaufbau von Burg Königsberg allerhöchste Priorität, ließ ein hohes
Regierungstier in einer Kneipe nahe dem Saar-Landtag fallen. „Das wäre
doch mal was anderes als ständig Sandburgen zu bauen, die beim ersten
lauen Lüftchen wieder verschwinden“, so der Jamaika-Politiker, der
lieber nicht genannt werden will.


Selbst die Opposition ist hellauf begeistert. Die Sozen planen schon
eine Hofreitschule der saarländischen Liebeskunst, um dem Saarland eine
Jusoschwemme zu bescheren. Die Linken dagegen wollen wohl aus dem
verschollen geglaubten Schatz der SED auf historischem Grund und Boden
eine Parteischule errichten. Hier sollen zwar nicht die Lehren von Karl
Marx unterrichtet werden, davon seien die Linken ebenso weit entfernt
wie die Saar vom Mars, betonte ein Parteisprecher. Man werde ein
Internat mit Verließen und Folterkammer einrichten und dort den
gepflegten Umgang (Parteiknigge) miteinander lehren, heißt es aus dem
Elferrat des saarländischen Landesverbandes. „Integrieren statt
intrigieren,“ so das Leitmotiv der roten Partei-Uni auf dem Gelände der
ehemaligen Lustburg.


Ob das Vorhaben der Linken jemals umgesetzt werden kann, ist allerdings
fraglich. „Eine Burg kann man jederzeit wieder aufbauen, den Linken aber
das Wörtchen „miteinander“ zu vermitteln ist schwieriger, als mit einem
lahmen Pferd ein Galopprennen zu gewinnen“, so ein Beobachter am Rand
des derzeitigen internen Parteigemetzels.

Radikal mutig – Hanna Poddig kommt am 24.08. ins Saarland

Veranstaltung im Haus der Gewerkschaften – Fritz-Dobisch-Str. 5 in Saarbrücken

Saarbrücken – Die Berliner Vollzeitaktivistin Hanna Poddig kommt am 24.08. ins Saarland. Anlass ist ein Gerichtsprozess gegen den deutschlandweit bekannten Gentechnikkritiker Jörg Bergstedt, der am 25.08. um 11:00 Uhr beim Oberlandesgericht in Saarbrücken in seine nächste Runde geht. »Hanna Poddig ist immer da, wo die Kampagnen sind«, charakterisierte die taz die Berliner Vollzeitaktivistin. Diskussionsfreudig, kreativ und mit vollem Einsatz engagiert sie sich u. a. als Globalisierungskritikerin, Rüstungsgegnerin und Umweltaktivistin.

Hanna Poddig ist dabei politisch im besten Sinne: sie glaubt daran, dass jeder die Welt ändern kann, wenn er bei sich anfängt. Hanna holt ihr Essen aus Supermarktcontainern, weil die Nahrungsmittel sonst – nicht aus Gründen der Qualität – weggeschmissen werden, besetzt Genmaisfelder und bringt die Mächtigen der Energiekonzerne ins Schwitzen.

Sie und ihre politischen Gruppen verstehen sich darauf eine Gegenöffentlichkeit zu schaffen, die jenseits von Schwarzen Blöcken und »linken Krawallmachern« auf Konflikte und Missstände aufmerksam macht, die uns alle angehen.

Am 24.08 um 19:00 Uhr stellt Hanna Poddig im Haus der Gewerkschaften , Fritz-Dobisch-Str. 5 in Saarbrücken ihr Buch „Radikal mutig – Meine Anleitung zum Anderssein“ vor. Der Eintritt ist frei.

Das Buch “Radikal mutig” ist ein authentisches Zeugnis unserer neuen linken Protestgeneration. Die 23-jährige Autorin Hanna Poddig berichtet offen und mitreißend über ihr Leben als Vollzeitaktivistin. Ihr Protest und ihre Kritik genauso wie ihre Ideen und Vorschläge zielen stets darauf ab, ihre Umwelt zum Nachdenken anzuregen. Sie lebt ein konsequentes Leben vor, das sozial verträglich und ökologisch nachhaltig ist.

» Ich möchte, dass Menschen sich für das, was sie tun, bewusst entscheiden.« Hanna Poddig

Hanna Poddig (geb. 1986) war Mitglied der Umweltorganisation Robin Wood seit vielen Jahren aktive Globalisierungskritikerin und Rüstungsgegnerin. Auf vielen Symposien und Tagungen hat sie ihre Ideen und Ansichten bereits präsentiert, TV-Anstalten sowie viele Printmedien haben ihren alternativen Weg bereits vorgestellt. Im Bewusstsein, dass jeder Veränderung die Einsicht vorausgeht, zielt Hanna Poddig auf eine Revolution im Kleinen ab.

Der Eintritt ist frei.
Veranstalter: Attac Saar + Verein Biologisch und Ganzheitlich Leben e.V.
Infos: info@attac-saar.de (Tel.: 0681-30140377)