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Oku ist neuer Schirmherr des Netzwerks für Demokratie und Courage Saar
Der Sänger der saarländischen Band "Oku and the Reggaerockers" Oku ist neuer Schirmherr des Netzwerks für Demokratie und Courage Saar e.V.
(NDC). Das Netzwerk hat damit einen prominenten Unterstützer gefunden. "Wir sind froh, dass Oku uns in unserem Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus zur Seite steht. Seit einigen Jahren schon tritt die Band bei unserem landesweiten Aktionstagen gegen Rechts auf. Nun haben wir einen starken Unterstützer aus der saarländischen Musikszene an unserer Seite. Wir hoffen mit Okus Hilfe noch mehr Menschen auf unsere Arbeit aufmerksam machen zu können", so der Vorsitzende des NDC Mike Kirsch. Das NDC führt jährlich über 60 Projekttage für Demokratie und couragiertes Handeln an
saarländischen Schulen durch. Junge Menschen gehen dieser Arbeit ehrenamtlich nach und setzen sich damit für eine tolerantere Gesellschaft ein. "In Zeiten, in denen der Gedanke an Demokratie, Courage und Gemeinschaft verloren geht, möchte ich gerne eine Stimme sein, die an das Wohl der Gesellschaft erinnert und vielleicht auch Andere zum Mitmachen bewegt", so der Sänger. Des Weiteren bewirbt das NDC erneut die Fördermitgliedschaft im Verein. "Menschen die sich finanziell am Kampf gegen rechtes Gedankengut beteiligen möchten können dies durch eine Fördermitgliedschaft im NDC Saar tun. Da die staatliche Unterstützung im Kampf gegen Rechts immer weiter zurückgefahren wird setzen wir auf ein hohes Maß an zivilem Engagement", so Kirsch. Auskunft über die Fördermitgliedschaft im NDC bietet die Landesgeschäftstelle
unter der Tel.: 0681- 4000119 oder per E-Mail an: buero@ndc-saar.org.
Anlage: Bild 1 links Mike Kirsch Vorsitzender des NDC Saar e.V.; rechts Oku
Bild 2 Oku
KONTAKT (für Rückfragen)
Netzwerk für Demokratie und Courage Saar e.V.
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66111 Saarbrücken
Telefon: 0681- 4 000 119
Fax: 0681- 4 000 120
Mail: buero@ndc-saar.org
Homepage: www.netzwerk-courage.de


Eve Niemczyk
DGB Saar
Fritz Dobisch Str. 5

66111 Saarbrücken

Tel.-Nr.: 0681 / 4000 112
Fax.-Nr. 0681 / 4000 120

 

Armutsregelsatz von Armen abgeleitet

11.10.2010 - „Ursula von der Leyen behauptet, die neuen Regelleistungen für Hartz- IV-Empfänger würden von `kleinen Einkommen’ abgeleitet. Das erweckt den Eindruck, dass es sich bei der Referenzgruppe um Beschäftigte mit geringem Erwerbseinkommen handelt“, so die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Katja Kipping.
„In Wahrheit sind es die Ärmsten in der Gesellschaft, von denen nur die wenigsten einen Job haben, wie die Bundesregierung in ihrer Antwort auf eine schriftliche Frage von mir selbst zugeben muss. Das kann nicht die Grundlage zur Berechnung eines Existenzminimums sein.“ Kipping weiter.

„Tatsache ist, dass nicht einmal 20 Prozent derjenigen, die die Referenzgruppe für die Berechnung der Regelleistungen für Erwachsene bei Hartz IV bilden, erwerbstätig sind. Dagegen sind in der Referenzgruppe über 20 Prozent Erwerbslose und 38 Prozent Rentner. Das heißt, die Regelleistungen werden hauptsächlich von armen Erwerbslosen und Rentnern abgeleitet. Bei dieser Grundlage der Berechnung ist es nicht verwunderlich, dass nur Armutsregelleistungen herauskommen.“



Deutschland einig Naziland und eine Einladung zur Ausstellung: Frankfurt – Auschwitz - Die dokumentarisch – künstlerische Ausstellung zur Vernichtung der Roma u. Sinti. Von Bernd Rausch

Die rassistische, antiziganistische und antisemitische Aufladung der Gesellschaft in Deutschland dieser Tage ist ohne rassistische und antisemitische Mainstream Politiker und -Medien nicht denkbar.

Sarrazin, Steinbach, Seehofer sind nur die willkommenen Objekte der Massenmedien, ob Spiegel, Bild, ARD u.a. . In nur wenigen Wochen wurde ein Klima geschaffen, das zeigt, dass nationalsozialistisches Denken und Fühlen sich im Konsens der Mehrheitsgesellschaft als Alltagsbewusstsein von „Mob und Elite“ transformiert hat.

Der Vorsitzende des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma Romani Rose antwortet im Konkret Magazin Oktober 2010 auf die Frage: „Thilo Sarrazin hat bewiesen, dass in Deutschland rassistische und antisemitische Positionen nicht nur von der NPD beklatscht werden. Befürchten Sie auch eine Zunahme Roma-feindlicher Ressentiments?“

Romani Rose: Ich glaube, dass der Antisemitismus in Deutschland viel stärker ist als er statistisch erfasst werden kann. Glücklicherweise stoßen jedoch Menschen, die sich öffentlich antisemitisch äußern, auf Sanktionen. Dagegen wird der Rassismus gegenüber unserer Minderheit häufig toleriert.

Die neuen/alten Nationalsozialisten kommen aus der Mitte der "bürgerlichen" Gesellschaft, ob Sarrazin (SPD) oder Steinbach (CDU) oder viele andere.

Ulla Jelpke, Bundestagsabgeordnete (Die Linke) sagt zu Steinbachs Einlassung "Und ich kann es auch leider nicht ändern, dass Polen bereits im März 1939 mobilgemacht hat." : „Erika Steinbachs Relativierung der deutschen Kriegsschuld entspricht der Logik von Hitlers Lüge 'ab 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen’, mit der er den Überfall der Nazi-Wehrmacht auf Polen bekanntgab“.Die revanchistischen und beleidigenden Äußerungen von Frau Steinbach gegen den polnischen Widerstandskämpfer und späteren polnischen Außenminister Wladyslaw Bartoszewski ist für die CDU geführte Bundesregierung kein Problem. Wenn sich das rechtsradikale und revanchistische Bundesvorstandsmitglied Steinbach derart abfällig äußert, wird das von der Unionsfraktion toleriert und als "persönliche Meinung" Steinbachs gewertet.

Sarrazins rassistisches und antisemitisches Buch wurde mit tatkräftiger Unterstützung der sog. deutschen Elite und ihrer Massenmedien zum größten Bucherfolg seit Hitlers „Mein Kampf“.

Und wir wollen von Glück sprechen, dass all dies nicht noch viel schlimmer ist, als es eh schon ist. Doch dieser Umstand ist nicht der Erkenntnis oder Einsicht der deutschen Mehrheitsgesellschaft geschuldet, sondern der exportorientierten und somit abhängigen deutschen Wirtschaftsunternehmen (Stichwort: Exportweltmeister). Nichts ist vergangen.

Vom 24.10.2010 bis zum 14.11.2010 findet die dokumentarisch – künstlerische Ausstellung zur Vernichtung der Roma u. Sinti (Frankfurt - Auschwitz) im Hochbunker Friedberger Anlage 5-6 in Frankfurt statt. Die Ausstellung ist an 4 Sonntagen (24.10, 31.10., 7.11.,14.11.) von 11 Uhr bis 14 Uhr geöffnet.

24.10.2010 - 14. Uhr - Eröffnungsveranstaltung mit Joachim Brenner (dokumentarischer Teil der Ausstellung), Bernd Rausch (künstlerischer Teil der Ausstellung).
31.10.2010 - 14. Uhr - Gespräch mit Frau Rose uns Frau Strauss (Angehörige, Roma-Familien)
7.11.3010 - 14. Uhr - Ute Daub hält einen Vortrag zu Eva Justin

Kontakt: Förderverein Roma e. V., Stoltzestraße 17, 60311 Ffm, 069/440123 AB - Foerderverein.Roma@t-online.de, www.foerdervereinroma.de, Bernd Rausch: rausch.b@web.de
takt@takt.de, http://www.ausstellung-rausch.de/Seiten07/Ausstellungsprojekte/Roma-Sinti-2009/Ausstellung_F-A/Ausstellung-ehem-Synagoge/Eingang.htm