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Finanzminister Eichel entdeckt neue Achse des Bösen
Schweiz, Österreich, Luxemburg
und Belgien als neue Schurkenstaaten ausgemacht
Von Claude Michael Jung
In der EU blockierten Luxemburg, Österreich und Belgien ein gemeinsames
Vorgehen
gegen die Schlupflöcher bei der Steuererfassung, indem sie auf das
Nicht-EU-Mitglied
Schweiz verwiesen. Solange die Schweiz nicht richtig in diesen Fragen
mitarbeite,
verweigerten auch diese drei EU-Länder die Zusammenarbeit mit den
Steuerbehörden.
Das sagte der ehemalige SPD-Finanzminister Hans Eichel im Deutschlandradio
Kultur:
"Die Schweiz stellt sich heute zwischen die deutschen Steuerbehörden
und die
deutschen Steuerflüchtlinge und verhindert, dass die deutschen Steuerflüchtlinge
ehrlich zahlen müssen."
Auf das Heftigste attackierte der ehemalige Herr
der deutschen Finanzlöcher die
Schweiz wegen ihres Bankgeheimnisses. Er warf den Schweizer Banken knallhart
vor,
Steuerbetrüger zu schützen. Gegenüber dem Finanzmagazin
„Zappenduster“ sagte Eichel.
„Deutschlands Finanzsäckel wird ab sofort am Genfer See, ebenso
wie in den Ardennen
gefüllt.“ Eichel ermahnte die Nachbarländer zu kooperieren
und drohte den
Schurkenstaaten, notfalls werde er an der Spitze deutscher Steuerjäger
in die
Nachbarstaaten einmarschieren.
Derzeit üben zwischen Aachen und Saarbrücken
Reservisten zahlreicher Finanzämter für
die neue deutsche Ardennenoffensive. Die schnelle Eingreiftruppe der Finanzämter
wurde eigens zu Eichels Blitzkriegmanöver aus dem Ruhestand wieder
in den aktiven
Dienst versetzt. Eberhard K., zu aktiven Zeiten war er als Steuerinspektor
für den
Lohnsteuerjahresausgleich der Buchstaben H I J und K beim Finanzamt Trier
zuständig,
hofft auf gutes Wetter beim Vormarsch auf die Bankenzentren in Luxemburg
und
Brüssel. Seinen Enkelkindern will er billige Schokolade und seiner
Frau ein Kilo
Kaffee aus den besetzten Schurkenstaaten mitbringen. Oberamtmann Heinrich
B. aus dem
saarländischen Bexbach, er ist zuständig für den Aktentransport
über die Ardennen,
freut sich auf belgisches Kirschbier und die berühmten Fritten in
Brüssel.
Während in Belgien Konfusion über Eichels
geplanten Blitzkrieg herrscht, soll die
Regierung Luxemburgs bereits mit der Sicherung der Moselbrücken zu
Deutschland
begonnen haben. Hunderte Autofahrer aus dem Saarland und dem Raum Trier
berichten,
sie seien an den Tankstellen des Großherzogtums am Kauf billigen
Sprits und
preisgünstiger Tabakwaren gehindert worden. Zahlreiche deutsche Autofahrer
aus dem
grenznahen Raum , die mit dem letzten Tropfen zur luxemburger Zapfsäule
unterwegs
waren, mussten ihre Karosse sogar auf dem Rückzug schieben, berichten
Augenzeugen.
Unterdessen warnen zahlreiche Fußballfans
und Friedensinitiativen vor einem
vorschnellen Einmarsch deutscher Steuerjäger in die Schweiz und Österreich.
Gerade
im Vorfeld der Fußball Europameisterschaft und den negativen Erfahrungen
deutscher
Mannschaften mit den Kickern Austrias sei es ratsam, mit dem Einmarsch
der
Oberinspektoren und Amtmännern aus den bundesdeutschen Finanzämtern
erst mal
abzuwarten und den Verlauf des Tourniers genau zu beobachten.
Von einem Golfplatz bei Kitzbühel aus warnte
Kaiser Franz I. den ex SPD Finanzhans
Eichel generell davor in die Alpenländer einzumarschieren. Nach Beckenbauers
Beobachtungen sollen die Österreicher in den letzten Wochen gerade
Standardsituationen wie Frei und Strafstöße sehr intensiv trainiert
haben. Auch sei
damit zu rechnen, dass sich Deutschlands Steuerjäger ins Abseits
der Alpentäler
verlaufen und dort von kapitalen Bären mit Haut und Haaren gefressen
werden könnten.
Vor einem Blitzkrieg Hans Eichels gegen Schwarzgeldkonten
in den Katakomben der
schweizer Banken, raten auch andere Größen des Fußballs
ab. Der Geist von Spiez, der
noch 1954 beim WM-Turnier in der Eidgenossenschaft den elf Freunden Sepp
Herbergers
den Sieg beschert hatte, könne nun, wegen Hans Eichels Attacke seinen
Zorn gegen
Yogi Löw und seinen Kader richten, sagte ein leicht abergläubiger
Trainer, der
demnächst die Nationalelf der Schweiz trainieren wird.
Bereits am vergangenen Wochenende hatte Eichel
die Schweiz schon einmal massiv
attackiert und die Abschaffung des Schweizer Bankgeheimnisses prophezeit.
Schweizer
Abwehrexperten nehmen die Attacken des deutschen ex Finanzministers eher
gelassen.
Gemeinsam mit Banken in Österreich, Luxemburg und Belgien planen
mehrere Schweizer
Bankhäuser demnächst an ihren Bankschaltern Wetten anzunehmen,
ob Eichels schneidige
Offensive gegen die Finanzachse des Bösen ein Erfolg oder ein Rohrkrepierer
wird.
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