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Stadtzeitung Saarbrücken

Georg K. Glaser
geboren: 30. Mai 1910 als Georg Glaser in Guntersblum; † 18. Januar 1995 in Paris) war ein deutschsprachiger französischer Schriftsteller.

Sein Hauptwerk "Geheimnis und Gewalt" konnte zunächst nur in französischer Übersetzung erscheinen, da alle deutschen Verlage eine Publikation ablehnten. Obwohl es in Frankreich wie in Deutschland höchstes Kritikerlob erntete, war ihm u. a. wegen der chaotischen Publikationsgeschichte mit mehreren, teilweise gekürzten und sehr fehlerhaften Ausgaben kein großer Erfolg beschieden.

 

Ein beeindruckendes, ein wertvolles, ein wichtiges Buch
Bernd Rausch

Georg-K.-Glaser-Preis für Literatur erneut ausgeschrieben

Mainz (sk) - Schriftsteller und Dichter sind auch in diesem Jahr wieder aufgerufen,
sich für den rheinland-pfälzischen Georg-K.- Glaser-Preis zu empfehlen. Der
Literaturpreis wird vom Kulturministerium in Mainz und dem Südwestrundfunk (SWR)
ausgeschrieben. Zugelassen für die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung sind alle
literarischen Gattungen wie Prosa, Lyrik, Szene und Essay. Die Werke müssen jedoch
bislang unveröffentlicht sein.

Beteiligen können sich Autoren, die in Rheinland-Pfalz leben, hier geboren oder
durch ihr Schaffen mit dem Land verbunden sind.

Der Preis ist nach dem 1910 im rheinhessischen Guntersblum geborenen und 1995 in
Paris gestorbenen Autor Georg K. Glaser benannt. Zu den Preisträgern zählen Dagmar
Leupold (2007), Norbert Scheuer (2006), Sandra Hoffmann (2005) und Hanns-Josef
Ortheil (2004). Einsendeschluss ist der 2. Mai. Die Verleihung ist für den 11.
September in Mainz geplant. Neben dem Hauptpreis gibt es auch einen mit 3000 Euro
dotierten Förderpreis.

aus Wikipedia
Georg Glaser war der Sohn eines Handwerkers, der nach dem Ersten Weltkrieg zum Postbeamten aufstieg. Er wuchs in Dolgesheim (Rheinhessen) auf und besuchte ab 1916 eine Volksschule in Worms. Seine harte Jugend war geprägt von der autoritären Erziehung und den körperlichen Misshandlungen durch seinen Vater. Glaser galt früh als Rebell und durchlebte Zeiten in Erziehungsanstalten. Er suchte Anschluss an anarchistische und kommunistische Jugendorganisationen; 1929 wurde er wegen Landfriedensbruchs verhaftet.

Zu Beginn der 1930er Jahre entstanden erste schriftstellerische Arbeiten. Zeitweise war Glaser Gerichtsreporter für die KPD und publizierte in angesehenen Zeitungen, u. a. der Frankfurter Zeitung; er war aber auch als Fabrikarbeiter in verschiedenen Industriebetrieben tätig.

Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung im Jahre 1933 war Glaser aktiv im antifaschistischen Widerstand, der vom damals noch durch Frankreich verwalteten Saargebiet ausging. 1935 wurde er erneut verhaftet, konnte jedoch nach Frankreich entkommen, wo er bis 1939 in der Normandie lebte und bei den Französischen Staatsbahnen angestellt war.

Da er inzwischen - nach seiner Ausbürgerung aus Deutschland - durch Heirat französischer Staatsbürger geworden war, wurde er 1939 zum Kriegsdienst in der französischen Armee eingezogen. 1940 geriet er in deutsche Kriegsgefangenschaft. 1943 gelang ihm die Flucht aus dem Gefangenenlager in der Nähe von Görlitz; er wurde jedoch in der Nähe von Straßburg gefasst und erneut in verschiedenen deutschen Lagern interniert.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ging Glaser zurück nach Frankreich. Er arbeitete am Fließband in den Renault-Werken sowie in einer Zuckerfabrik und engagierte sich in der französischen Arbeiterbewegung. 1949 gründete er eine Werkstatt für Kupfer- und Silberschmiedearbeiten im Pariser Stadtviertel St. Germain-des-Prés. Ab 1968 lebte er mit seiner Familie im Marais-Viertel. Die Initiale "K." fügte Glaser seinem Namen später als "Kreuz" für seine verstorbene Mutter (Katharina) hinzu.

Georg Glaser war der Sohn eines Handwerkers, der nach dem Ersten Weltkrieg zum Postbeamten aufstieg. Er wuchs in Dolgesheim (Rheinhessen) auf und besuchte ab 1916 eine Volksschule in Worms. Seine harte Jugend war geprägt von der autoritären Erziehung und den körperlichen Misshandlungen durch seinen Vater. Glaser galt früh als Rebell und durchlebte Zeiten in Erziehungsanstalten. Er suchte Anschluss an anarchistische und kommunistische Jugendorganisationen; 1929 wurde er wegen Landfriedensbruchs verhaftet.

Zu Beginn der 1930er Jahre entstanden erste schriftstellerische Arbeiten. Zeitweise war Glaser Gerichtsreporter für die KPD und publizierte in angesehenen Zeitungen, u. a. der Frankfurter Zeitung; er war aber auch als Fabrikarbeiter in verschiedenen Industriebetrieben tätig.

Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung im Jahre 1933 war Glaser aktiv im antifaschistischen Widerstand, der vom damals noch durch Frankreich verwalteten Saargebiet ausging. 1935 wurde er erneut verhaftet, konnte jedoch nach Frankreich entkommen, wo er bis 1939 in der Normandie lebte und bei den Französischen Staatsbahnen angestellt war.

Da er inzwischen - nach seiner Ausbürgerung aus Deutschland - durch Heirat französischer Staatsbürger geworden war, wurde er 1939 zum Kriegsdienst in der französischen Armee eingezogen. 1940 geriet er in deutsche Kriegsgefangenschaft. 1943 gelang ihm die Flucht aus dem Gefangenenlager in der Nähe von Görlitz; er wurde jedoch in der Nähe von Straßburg gefasst und erneut in verschiedenen deutschen Lagern interniert.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ging Glaser zurück nach Frankreich. Er arbeitete am Fließband in den Renault-Werken sowie in einer Zuckerfabrik und engagierte sich in der französischen Arbeiterbewegung. 1949 gründete er eine Werkstatt für Kupfer- und Silberschmiedearbeiten im Pariser Stadtviertel St. Germain-des-Prés. Ab 1968 lebte er mit seiner Familie im Marais-Viertel. Die Initiale "K." fügte Glaser seinem Namen später als "Kreuz" für seine verstorbene Mutter (Katharina) hinzu.

Georg Glaser war der Sohn eines Handwerkers, der nach dem Ersten Weltkrieg zum Postbeamten aufstieg. Er wuchs in Dolgesheim (Rheinhessen) auf und besuchte ab 1916 eine Volksschule in Worms. Seine harte Jugend war geprägt von der autoritären Erziehung und den körperlichen Misshandlungen durch seinen Vater. Glaser galt früh als Rebell und durchlebte Zeiten in Erziehungsanstalten. Er suchte Anschluss an anarchistische und kommunistische Jugendorganisationen; 1929 wurde er wegen Landfriedensbruchs verhaftet.

Zu Beginn der 1930er Jahre entstanden erste schriftstellerische Arbeiten. Zeitweise war Glaser Gerichtsreporter für die KPD und publizierte in angesehenen Zeitungen, u. a. der Frankfurter Zeitung; er war aber auch als Fabrikarbeiter in verschiedenen Industriebetrieben tätig.

Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung im Jahre 1933 war Glaser aktiv im antifaschistischen Widerstand, der vom damals noch durch Frankreich verwalteten Saargebiet ausging. 1935 wurde er erneut verhaftet, konnte jedoch nach Frankreich entkommen, wo er bis 1939 in der Normandie lebte und bei den Französischen Staatsbahnen angestellt war.

Da er inzwischen - nach seiner Ausbürgerung aus Deutschland - durch Heirat französischer Staatsbürger geworden war, wurde er 1939 zum Kriegsdienst in der französischen Armee eingezogen. 1940 geriet er in deutsche Kriegsgefangenschaft. 1943 gelang ihm die Flucht aus dem Gefangenenlager in der Nähe von Görlitz; er wurde jedoch in der Nähe von Straßburg gefasst und erneut in verschiedenen deutschen Lagern interniert.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ging Glaser zurück nach Frankreich. Er arbeitete am Fließband in den Renault-Werken sowie in einer Zuckerfabrik und engagierte sich in der französischen Arbeiterbewegung. 1949 gründete er eine Werkstatt für Kupfer- und Silberschmiedearbeiten im Pariser Stadtviertel St. Germain-des-Prés. Ab 1968 lebte er mit seiner Familie im Marais-Viertel. Die Initiale "K." fügte Glaser seinem Namen später als "Kreuz" für seine verstorbene Mutter (Katharina) hinzu.