| Eine
Pflegekraft betreut heute 25 Prozent mehr Patienten als 1995 und das bei
einem Reallohnverlust
Jusos Saar erteilen Forderungen nach längerer Arbeitszeit
im öffentlichen Dienst
eine klare Abfuhr
Saarbrücken (sk) - Die Jusos Saar fordern Gehaltssteigerungen im
öffentlichen Dienst
und stellen sich damit hinter die Forderungen von Ver.di und des Deutschen
Beamtenbunds. „Es kann nicht sein, dass die kommunalen Arbeitgeber
und der Bund
Steuerüberschüsse in Millionenhöhe einfahren und gleichzeitig
längere Arbeitszeiten
für ihre Angestellten fordern“, so der Juso Landesvorsitzende
Sebastian Thul.
Der saarländischen Städte- und Gemeindetag sollte nochmal Kassensturz
machen und
über die Forderungen der Gewerkschaften nachdenken. In diesem Zusammenhang
fordern
die Jusos auch die Landesregierung auf, ihr Eingriffe in den Geldsäckel
der Kommunen
zu unterlassen und eigene Lösungswege zur Staatsentschuldung zu präsentieren.
„Die
saarländische Landesregierung bedient sich seit Jahren aus den Finanzen
ihrer
Kommunen, damit muss nun endlich Schluss sein“, so Thul weiter.
Die Kommunen werden
in die Schuldenfalle gedrängt und bauen immer mehr Personal ab.
Klar ist für die Saar-Jusos auch, dass insbesondere der Krankenhausbereich
mehr
staatliche Investition benötigt. Die Kliniken stehen mit dem Rücken
an der Wand, sie
benötigen mindestens einen Ausgleich für die gestiegenen Energiepreise
und die
steigenden Ausgaben durch die Mehrwertsteuererhöhung. „Die
Krankenhäuser brauchen
mehr Geld und ihre Beschäftigten ebenfalls“, so Thul weiter.
Die starre Budgetierung
der Krankenhäuser und die Einführung von sogenannten Diagnosis
Related Groups (DRG),
haben zu massivem Personalabbau in den kommunalen Krankenhäusern
geführt. „Eine
Pflegekraft betreut heute 25 % mehr Patienten als 1995 und das bei einem
Reallohnverlust, das kann nicht länger hingenommen werden“,
so Thul abschließend.
|