zurück takt@takt.de

Stadtzeitung Saarbrücken

Saarländer sind die Klügsten und Gescheitesten des Universums


LINKE Saar fordert Mindestlohn für Schülerinnen und Schüler

Von Claude Michael Jung


Die ganze Welt schaut auf das Saarland. Das kleine Land mit seinen lieblichen Hügeln
und roten Auen gilt nicht umsonst als der Nabel der Welt. Hier an der Saar, der
Mutter aller Flüsse, ist man ein Vorbild für die gesamte Menschheit, was die
frühkindliche Bildung anbelangt. Gerade die Pizza-Studie beweist es immer wieder,
dass die hier geborenen Wonneproppen die Klügsten und Gescheitesten des Universums
sind. „Nichts geht über den Homo Saarlandis“, hatte schon Julius Cäsar zu seinem
Vertrauten Marcus Antonius gesagt, als er nach Osten über den Limes hinweg. in die
Provinz Palatina (Pfalz) blickte und das dort herrschende Bildungsdebakel mit
ansehen musste.

Damit die Saarländer auch weiterhin die Klügsten und Gescheitesten des Universums
bleiben, hat sich nun an der Saar und ihren Nebenläufen ein parteiübergreifender
Bildungsrat konstituieret. Hier ziehen die bildungspolitischen Experten aller
Couleur an einem Tischtuch. Glasklar ihre Forderung, nach der sofortigen Einführung
eines Stundenlohns für Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen. Kleinere
Differenzen bestehen lediglich noch in der Höhe des Stundenlohnes, den der
hoffnungsvolle Saar-Nachwuchs auf den Schulbänken zum Monatsende zu erwarten hat.

Während die CDU Landesregierung lediglich Prämien für die Kopfnoten in Betragen und
Fleiß, in Naturalien, wie Gummibärchen und Autogramme des Saarfürsten Peter Müller
(CDU), zahlen möchte, sehen die Sozis im Lande die Dinge ganz anders. Ihr
Bildungsexperte fordert einen gestaffelten Lohn je nach Alter und erlittener
Unterrichtsstunde, zwischen 1.02 Euro und 1.38 Euro für die Abiturjahrgänge
einzuführen. Mit dem, von den Sozis ins Gespräch gebrachten Schülerlohnspektrum
können sich auch FDP und Grüne anfreunden. Die heidnischen Grünen fordern lediglich
die Religionsstunden unbezahlt zu lassen, das sei Privatvergnügen argumentieren ihre
Bildungsexperten. Zum Ausgleich wollen die Grünen jedoch ein angemessenes
Weihnachtsgeld, je nach Kassenlage und Gutdünken gewähren.

Mächtig haut dagegen die LINKE auf den maroden Putz des saarländischen Schulsystems
und löst dabei Freudenstürme, schon bei den Kleinsten in den Kindergärten aus.
Selbst notorische Schulschwänzer spenden Applaus und wollen keine Unterrichtsstunde
mehr, sehr zum Entsetzten vieler Lehrer, versäumen.

Das LINKE Bildungsprogramm sieht die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns,
nicht unter acht Euro, eine Anwesenheitsprämie für alle Schulbankdrücker, die
Gewährung von Feriengeld, samt Bonusmeilen für Flüge in den Bildungsurlaub, sowie
Einmalzahlungen für schulische Spitzenleistungen, beispielsweise im
Sexualkundeunterricht vor. „Gerade der Sexualkundeunterricht muss im Saarland in
besonderer Weise gefördert werden, damit sich das einzigartige, kluge, tüchtige und
gescheite Saarvolk wieder prächtig vermehre und auch seine Nachbarn im
missionarischen Sendungsbewusstsein mit seinen Weisheiten kontaminieren kann“ so der
bildungspolitische Experte der LINKE an der Saar, Oberschulrat Traugott Baldrian.
Oberschulrat Baldrian rät weiter dazu, an den Oberstufen der weiterbildenden Schulen
des Lands, endlich die Forderungen der 68iger Generation, nach einem Liebeszimmer zu
verwirklichen, damit der trockenen Theorie des Sexualkundeunterrichts auch die
erfrischende Praxis folgen kann.