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Stadtzeitung Saarbrücken

Jetzt geht' s ans Eingelegte - Saures für die Saar-Sozis

Von Claude Michael Jung

Zeitgleich starten im Saarland SPD und LINKE am 6. Februar ins große
Karnevalsfinale. Bei den Sozis wird es allerdings kaum etwas zu lachen geben. Zwar
gibt es eingelegte Heringe bei den Sozis in der Siersburger Niedtalhalle, jedoch die
beiden politischen Heringe, SPD Landeschef Maas und der Bundesminister für
Zwangsarbeit und Asoziales, Olaf Scholz, dürften als Büttenredner nur dritte Wahl
sein. Wie das investigative Politmagazin „Zappenduster“ in Erfahrung bringen konnte,
sollen die Sozis in diesem Jahr sogar auf bezahlte Klakeure zurückgreifen, um Leben
in die Niedtalhalle zu bringen. Unter Parteifreunden gelten Maas, sowie auch Scholz
eher als Grabredner, denn als politische Karnevalsraketen.

In den letzten Tagen hatten PR Berater den Sozis an der Saar geraten, den
Langeweiler Olaf Scholz wieder auszuladen und stattdessen lieber den ex Harz IV
Minister Wolfgang Clement zum Schlagabtausch in die Bütt zu bitten. „Maas, 12 Runden
lang, contra Clement im Familienclynch, das wäre eine handfeste und deftige
Tragikömödie mit Schlägen, sowie Tritten unter der Gürtellinie, ein Bonbon für die
gepeinigte Sozenseele“, sagte Rotraut Schniss-Frech, die Vorsitzende des
Aschermittwochskommitees der Jusos im Land. Rotraut Schniss-Frech rief die
Saar-Jusos für den Fall, dass Olaf Scholz doch ein Auftritt beim politischen SPD
Aschermittwoch zugestanden werde, lieber in die nur knapp 7 Kilometer von Siersburg
entfernte Walderfingia-Halle nach Wallerfangen zum politischen Aschermittwoch der
LINKE umzuziehen. „Dort schläft wenigstens niemand bei der politischen
Generalabrechnung mit dem Gegner ein“, so Rotraut Schniss-Frech abschließend.

Unterdessen haben zahlreiche Friedensorganisationen im Saarland die wenigen Besucher
des SPD Aschermittwochs dazu aufgerufen, nicht mit Lebensmittel nach den Akteuren
auf der Bühne zu werfen. Alleine schon wegen der stark gestiegenen Preise für Eier,
Tomaten und ähnlichen Produkte, sei es ungehörig, diese auch noch auf den
politischen Hohlköpfen der Sozis zu pürieren, hieß es in dem viel beachteten
Friedensratschlag zum Sozen-Aschermittwoch.

Garantiert keine Veranstaltung zum gähnen, dürfen die Fans der LINKE in der
Walderfingia-Halle in Wallerfangen erwarten. Dort steigen neben dem größten
zeitgenössischen Thekenphilosophen des Saarlandes, Max Flabbes, sowohl Oskar
Lafontaine, als auch Gregor Gysi am 6. Februar ab 18.00 Uhr in die Bütt. Hier wird
in rhetorisch geschliffener Form dem politischen Gegner der Hintern stramm gezogen
und Schlitten gefahren. Hier geht es richtig rund, hier wird kein Auge trocken
bleiben, wenn Landes und Bundesregierung ihr Fett abbekommen und Saarfürst Peter
Müller, sowie seine CDU-Ministranten tief in ihre Fettnäpfchen getaucht werden.

Nach Angaben des saarländischen Vermessungsamtes für Seefisch (SVASF) sind die, beim
politischen Aschermittwoch der LINKE gereichten Heringe auch um einige Zentimeter
größer als die, an die Sozis gelieferten Seetiere. Besser eingelegt sind sie allemal
und die dazu gehörigen „Quellkrummbeere“ stammen aus saarländischer Produktion,
wogegen die SPD auf „Pälzer Kartoffele“ zurückgreifen muss, betont Michel Mumpitz
heringspolitischer Sprecher der LINKE im Saarland. Mumpitz legt auch Wert auf die
Feststellung, dass der Einlass zum politischen Aschermittwoch in der Wallerfanger
Walderfingia-Halle schon ab 16.30 Uhr bei freiem Eintritt möglich ist.