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Stadtzeitung

Peter Stefan Herbst, Chefredakteur der Saarbrücker Zeitung stellte Klaus Meiser, Minister für Inneres und Sport, in einem Interview (16.6.08) u.a.folgende Frage:

Zur Erfolgsbilanz der Landesregierung sagt Oskar Lafontaine ja immer, da fahre die CDU nur die Ernte von dem ein, was er gesät habe. Wie kontern Sie da?
Meiser: Das können schlicht nur Erinnerungslücken sein. Denn wer aufgehört hat mit weit über 50000 Arbeitslosen, wer Schlusslicht im Wirtschaftswachstum in Deutschland war, wer Polizisten nicht mehr eingestellt hat, wer 600 Lehrer nach Hause geschickt hat, keine mehr eingestellt hat, bei dem kann ich nicht nachvollziehen, warum er heute davon spricht, die Ernte werde eingefahren. Wir haben vieles korrigieren müssen und säen müssen, damit eine Ernte noch mal möglich war.

 

Erfreuliches Stichwort
Auszug aus einem Interview der Stuttgarter Nachrichten mit dem Vorsitzenden der Partei Die Linke Oskar Lafontaine
Wie taktisch ist Ihr Lob für Horst Köhler?


Das ist sachlich. Herr Köhler hat einen normalen Umgang mit allen Parteien, auch mit uns. Er hält sich an die Spielregeln und hat in der Frage der Finanzmärkte und in der Frage des abgehängten Kontinents, also Afrika, Überzeugungen, die wir zur Kenntnis nehmen. Das heißt aber nicht, daß wir irgendeine Entscheidung getroffen hätten, wen wir unterstützen. Die treffen wir erst nach der Landtagswahl in Bayern. Möglich, daß wir einen eigenen Kandidaten oder eine Kandidatin aufstellen.
Stichwort Bayern . . .


... ein sehr erfreuliches Stichwort. Erstmals sehen uns Umfragen dort bei fünf Prozent. Das ist bei dem Führungsduo Huber/Beckstein, das ja eher Politik wie Komödiantenstadl betreibt, um es in Straußscher Terminologie auszudrücken, nicht verwunderlich.
Im Westen holen Sie auf, sind aber noch nicht da, wo Sie hinwollen.


Ja, unsere Organisation ist noch zu schwach. Wir wollen eine stärkere Mitgliederbasis im Westen haben. Wir sind aber mit dem ersten knappen Jahr seit unserer Gründung zufrieden. Wir haben jetzt insgesamt 12000 Neumitglieder, die meisten davon im Westen. Wenn das so weitergeht, werden wir bald eine ausreichende Basis haben, um Wahlkämpfe zu führen. Im Saarland sind wir fast so weit. Wir werden dort spätestens im nächsten Jahr eine ausreichende Mitgliederdichte haben.