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Stadtzeitung

Ende des Bergbaus verändert das Saarland

Mit dem zum 30. Juni 2012 beschlossenen Ende des Bergbaus an der
Saar geht ein Kapitel saarländischer Geschichte zu Ende.

Generationen von Saarländern haben als Bergleute ihre Familien ernährt. Die saarlänsche. Organisation ES: die Tradition des Saarbergbaus wird noch weit über das Jahr 2013 hinaus das kulturelle Leben unseres Landes prägen.

Es sei bedauerlich, betont auch der ehemalige saarländische Ministerpräsident, dass die
Politik das Ende des Bergbaus zu einem Zeitpunkt durchgesetzt habe, an dem die
Kohlepreise auf dem Weltmarkt immer weiter nach oben gingen. „Das vorzeitige Ende
des Bergbaus ist ein Ergebnis der falschen Politik Peter Müllers, der sich als
Saarländer an die Spitze der Gegner des Saarbergbaus gesetzt hat.“

Vom Schließungsbeschluss seien rund 10.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im
Bergbau und in den Zuliefererbetrieben betroffen. Bedauerlicherweise habe die
CDU-Landesregierung keine Antwort auf die Frage, wo Ersatz für die wegfallenden
Arbeitsplätze geschaffen werde. Lafontaine forderte die Landesregierung auf, die
eingereichten Abbaupläne unverzüglich zu genehmigen.

Gleichzeitig kündigte er nach dem zu erwartenden Regierungswechsel 2009 eine neue
Energiepolitik an. Sie werde die bis dahin eingetretenen Schäden begrenzen, den
Ausbau regenerativer Energiequellen fördern und gleichzeitig auf die Entwicklung
einer umweltfreundlichen Technik mit fossilen Brennstoffen einschließlich der Kohle
setzen.