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Für Linksfraktions-Chef Gregor Gysi ist sein Mitvorsitzender ein "Durchsetzungs-Typ", der seine Aufgabe erfolgreich zu Ende bringen will. Lafontaine wolle es bei und mit der Linkspartei noch aktiv erleben, "dass die SPD jemanden findet, der sie wieder sozialdemokratisch macht", sagte Gysi der "Leipziger Volkszeitung".

Schließlich wäre Lafontaine wohl kaum bei der Linken gelandet, "wenn Schröder nach seinem Wahlsieg 1998 nicht beschlossen hätte, unbedingt die Maggie Thatcher von Deutschland zu werden". Lafontaine sei "ein Glücksfall" für die Linke, auch deshalb, weil er "ganz anders rangehen kann", wenn es gelte, "uns, die wir eine Ost-Biografie haben, gegen die unerträgliche Art der Vergangenheits-Kritik zu verteidigen".

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War da noch eine Rechnung offen, Helmut Schmidt?

Lafontaine hatte über den Ex-Kanzler Schmidt (saubere Wehrmacht) vor Jahren zu recht gesagt: Mit den Sekundär-Tugenden eines Helmut Schmidt könne man auch ein KZ verwalten.

Helmut Schmidt vergleicht Lafontaine mit Hitler und Le Pen.

Man dürfe nicht vergessen, "dass Charisma für sich genommen noch keinen guten Politiker ausmacht", sagte Schmidt der Zeitung "Bild am Sonntag". Auch "Adolf Nazi" sei ein charismatischer Redner gewesen. "Oskar Lafontaine ist es auch", sagte der Alt-Kanzler. Zudem verglich er Lafontaine mit dem französischen Rechtspopulisten Le Pen.

"Der eine ist links, der andere ist rechts. Aber vergleichbare Populisten sind Lafontaine und Le Pen schon", sagte Schmidt dem Blatt. Der SPD-Politiker zeigte sich besorgt über den Erfolg von populistischen Parteien. Damit meine er nicht allein die Linkspartei, sondern "ebenso die NPD und ähnliche", sagte Schmidt. Es sei kein Zufall, dass solche Gruppierungen "gerade in den Teilen Deutschlands ihre Wahlerfolge feiern, in denen es den Menschen wirtschaftlich nicht so gut geht.

Also vor allem in den sechs neuen Bundesländern", sagte Schmidt. Dazu zählte er auch die Hauptstadt Berlin, die er als "die Hauptstadt der Arbeitslosigkeit, die Hauptstadt der Hartz-IV-Empfänger" bezeichnete. Der Populismus sei jedoch kein spezifisch deutsches Problem, sagte Schmidt: "Das finden sie auch in Holland, Belgien, in Frankreich: rechte Populisten wie Le Pen und Konsorten."