Saar
SPD jetzt mit neuer Sitcom
Es mangelt nicht an Situationskomik, Gags,
Pointen und komischen Momenten bei der
SPD im Saarland
Von Claude Michael Jung
Der Landesvorstand der SPD hat am vergangenen Mittwoch Abend auf seiner
turnusgemäßen Prunk und Kapppenssitzung beschlossen, ein Parteiordnungsverfahren
gegen den Saarbrücker Verleger Charly Lehnert mit dem Ziel einzuleiten,
Lehnert aus
dem Karnevalsverein der Sozis auszuschliessen. Als Sofortmaßnahme
beschloss der
Landesvorstand, dass Lehnerts Mitgliedsrechte in der SPD ab sofort für
drei Monate
ruhen. Das Urteil des Narrengerichts fiel ohne Gegenstimme, wohl um zu
verhindern,
dass der Elferrat sich nicht gegenseitig mit Parteiausschlussverfahren
behämmert.
Der neuesten „Zehn kleine Sozilein“-Sitcom vorausgegangen
war, dass der Verleger
Charly Lehnert, als SPD Mitglied, den Auftrag angenommen hatte, den
Landtagswahlkampf der Linken im kommenden Herbst mit seiner Agentur zu
organisieren.
Dies war von den SPD-Tollitäten zuerst auch akzeptiert worden. Dann
aber wurden die
Saar-Sozis vom Lemmes gepickt (saarländischer Begriff für bescheuert/durchgeknallt).
Angesteckt von der Lemmesphobie des SPD Landesschandmännchens Heiko
Maas beschlossen
die Schwellköppe daraufhin, den Saar-Sozenverein weiter schrumpfen
zu lassen.
Unterdessen sagte Charly Lehnert gegenüber dem Saarländischen
Rundfunk (SR), er
werde die Entscheidung des SPD-Landesvorstandes akzeptieren. Erstaunt
über das
einstimmige Votum des Landesvorstands seiner Partei konstatierte Lehnert,
ebenfalls
im SR, er werde nach einem Rauswurf parteilos bleiben.
Die Saar-Comedyshow der Sozis ist damit jedoch nicht abgeschlossen. Noch
beißen die
von allen guten Geistern verlassenen Sozis wild um sich, ohne die Situation
zu
erkennen, dass es im Saarland ohne die Linken keinen Blumentopf für
die Politclowns
der SPD zu gewinnen gibt.
Bereits im kommenden Frühjahr, wenn es um den Posten des Saarbrücker
Regionalverbandspräsidenten geht, den die Sozis mit allen Mitteln
besetzen wollen,
werden sie die angebotenen Krücken der Linken ergreifen müssen,
damit ihr Kandidat
sich die Treppen zu seinem Amtssitz im Saarbrücker Schloss hinaufschleppen
kann.
Wehe, wenn dann der parteilose Charly Lehnert an diesen Krücken herumsägt
und mit
sogenannten Lachkonserven unterlegt, dem SPD-Komiker den Sprung ins Saarbrücker
Schloss vermiest.
Es mangelt also nicht an Situationskomik, Gags, Pointen und komischen
Momenten bei
der SPD im Saarland. Allemal haben auch die Saar Sozis das Recht, sich
ähnlich wie
die Bundespartei dem Volk mit Sketchen zu präsentieren.
So wurde denn, ebenfalls am vergangenen Mittwoch Abend von den sogenannten
Führungsgremien der Saar-SPD (Landesvorstand und Landtagsfraktion)
große
Übereinstimmung erzielt, dass eine Wahl von Oskar Lafontaine als
Ministerpräsident
für die nächste Landesregierung im Saarland ausgeschlossen wird.
Warten wir es mal
ab. Bis dahin Tusch und Narrhallamarsch.
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