| Saarlouiser
Erklärung anlässlich des Ersten Internationalen Saarländischen
Friedensforums
Die Menschen in der Region Saar-Lor-Lux haben aus ihrer eigenen Vergangenheit
gelernt, dass Kriege um Land, Ressourcen oder Machtpositionen immer zulasten
der
Bevölkerung aller beteiligten Länder geführt werden. Immer
deutlicher wird, dass im
Afghanistan-Krieg mehr und mehr Soldaten und Zivilisten ihr Leben lassen
für die
Macht- und Kapitalinteressen der NATO-Staaten und ihrer Verbündeten.
Daher lehnt eine Mehrheit die Beteiligung ihrer Regierungen und Militärs
an
weltweiten Kriegen wie z. B. im Mittleren Osten ab und verlangt ein Ende
des
Blutvergießens. Krieg darf kein Mittel der Politik sein.
Die Kräfte der Friedensbewegung in unserer Region wollen in ihrer
Vielfalt einen
Beitrag zum Frieden leisten und fordern:
den sofortigen Rückzug aller Truppenteile aus Afghanistan und dem
Irak,
den massiven Ausbau der zivilen Aufbauhilfe,
keine weitere Militarisierung der Europäischen Union – Stopp
der Ratifizierung des
EU-Vertrags von Lissabon,
Auflösung aller militärischen Interventionseinheiten und keine
Beteiligung an den
schnellen Eingreiftruppen der NATO,
die Einstellung sämtlicher militärischer Übungsflüge,
Transporte und Manöver,
das Verbot von Rüstungsproduktion jeder Art und gesetzlicher Zwang
zur Konversion in
zivile Produktion,
die Einstellung jeder Propaganda für militärische Organisationen
Die teilnehmenden Organisationen wollen zukünftig ihre Zusammenarbeit
verstärken und
weitere gemeinsame Initiativen und Aktionen initiieren. Gemeinsam werden
sie
beispielsweise die Aktionen gegen den NATO-Gipfel 2009 in Kehl/Strasbourg
in unserer
Region vorbereiten.
Erstunterzeichner/innen:
FriedensNetz Saar, AG Frieden Trier, pax christi Saar, DIE LINKE LAG
Frieden und
internationale Politik Saarland, DKP Saarland, KP Luxembourg, Frauengruppe
Courage
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