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Alles Saarland oder was?

Keine weitere Privatisierung der Energieversorgung


Saarbrücken (sk) - Die saarländischen Medien frohlocken, die neoliberalen
Landtagsparteien sind begeistert: Für die durch Privatisierung und Missmanagement in
Schieflage geratenen Stadtwerke Saarbrücken ist eine saarländische Lösung gefunden
worden: VSE und Saarferngas wollen mit je 10% bei dem städtischen Konzern
einsteigen.

Es sei dahin gestellt, ob es sich bei dieser Teilprivatisierung um die am wenigsten
schlechte Variante des Verkaufs von Anteilen handelt, einen weiteren Schritt des
Ausverkaufs öffentlichen Eigentums bedeutet sie allemal. Und eine saarländische
Lösung ist es keinesfalls: Nachdem 2002 auf Betreiben der CDU Landesregierung ein
großer Teil der kommunalen und Landesbeteiligungen an der VSE an die RWE verhökert
wurde, hält letztere fast 70% der Aktien an der VSE. Bei Saarferngas gehören sogar
rund drei Viertel der Aktien der Arcelor-Mittal-Gruppe und etwa ein Fünftel zu
E.O.N. Alle wesentlichen Entscheidungen über große Teile der saarländischen
Energieversorgung werden also nicht mehr an der Saar getroffen.

Die DKP Saarland lehnt nach wie vor jede Form der Privatisierung ab und hält den in
Saarbrücken eingeschlagenen Weg für falsch. Angesichts der offensichtlich bereits
geschaffenen Fakten plädieren wir nun für eine echte saarländische Lösung: Wir
fordern die Anwendung des Artikels 52 der Landesverfassung und somit die
Vergesellschaftung der saarländischen Energiewirtschaft unter Einschluss des
Saarbergbaus.

Eine unter die demokratische Kontrolle durch die Öffentlichkeit gestellte
Energiewirtschaft könnte mit Unterstützung der Saar-Uni die wichtigen nächsten
Schritte für die Erhaltung des Saarlandes als Energiestandort unter ökologischen
Gesichtspunkten gehen: Dezentralisierung der Energieerzeugung auf der Basis
heimischer Energieträger, Einsatz erneuerbarer Energien, Entwicklung von neuen
Energieträgern wie Geothermie, Forschung nach bisher ungenutzten Energiequellen. Das
ökonomische, wissenschaftliche, personelle Potential dafür ist im Saarland allemal
vorhanden, es wird derzeit jedoch nur zur Profitmaximierung der privaten
Energiekonzerne genutzt.

Keine weitere Privatisierung der Energieversorgung


Saarbrücken (sk) - Die saarländischen Medien frohlocken, die neoliberalen
Landtagsparteien sind begeistert: Für die durch Privatisierung und Missmanagement in
Schieflage geratenen Stadtwerke Saarbrücken ist eine saarländische Lösung gefunden
worden: VSE und Saarferngas wollen mit je 10% bei dem städtischen Konzern
einsteigen.

Es sei dahin gestellt, ob es sich bei dieser Teilprivatisierung um die am wenigsten
schlechte Variante des Verkaufs von Anteilen handelt, einen weiteren Schritt des
Ausverkaufs öffentlichen Eigentums bedeutet sie allemal. Und eine saarländische
Lösung ist es keinesfalls: Nachdem 2002 auf Betreiben der CDU Landesregierung ein
großer Teil der kommunalen und Landesbeteiligungen an der VSE an die RWE verhökert
wurde, hält letztere fast 70% der Aktien an der VSE. Bei Saarferngas gehören sogar
rund drei Viertel der Aktien der Arcelor-Mittal-Gruppe und etwa ein Fünftel zu
E.O.N. Alle wesentlichen Entscheidungen über große Teile der saarländischen
Energieversorgung werden also nicht mehr an der Saar getroffen.

Die DKP Saarland lehnt nach wie vor jede Form der Privatisierung ab und hält den in
Saarbrücken eingeschlagenen Weg für falsch. Angesichts der offensichtlich bereits
geschaffenen Fakten plädieren wir nun für eine echte saarländische Lösung: Wir
fordern die Anwendung des Artikels 52 der Landesverfassung und somit die
Vergesellschaftung der saarländischen Energiewirtschaft unter Einschluss des
Saarbergbaus.

Eine unter die demokratische Kontrolle durch die Öffentlichkeit gestellte
Energiewirtschaft könnte mit Unterstützung der Saar-Uni die wichtigen nächsten
Schritte für die Erhaltung des Saarlandes als Energiestandort unter ökologischen
Gesichtspunkten gehen: Dezentralisierung der Energieerzeugung auf der Basis
heimischer Energieträger, Einsatz erneuerbarer Energien, Entwicklung von neuen
Energieträgern wie Geothermie, Forschung nach bisher ungenutzten Energiequellen. Das
ökonomische, wissenschaftliche, personelle Potential dafür ist im Saarland allemal
vorhanden, es wird derzeit jedoch nur zur Profitmaximierung der privaten
Energiekonzerne genutzt.