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| "Blood
and Honour"-Server Das Forum der Blood and Honor mit über 30000 Mitgliedern könnt ihr euch im Offline Modus anschaun. Hier zum Link: ........ VON JÖRG SCHINDLER Eines der weltweit größten Neonazi-Netzwerke im Internet ist am Freitag zerschlagen worden. Der sogenannten Daten-Antifa gelang es nach eigenen Angaben, die Zugangscodes zum "Blood and Honour"-Netzwerk zu knacken und mehr als 30.000 Datensätze zu kopieren, darunter auch rund 500 aus Deutschland. Dort ist Blood and Honour (B&H) seit dem September 2000 als verfassungsfeindliche Gruppierung verboten. Günther Hoffmann vom Zentrum Demokratische Kultur sagte der Frankfurter Rundschau, die Tragweite dieses Schlags gegen den militanten Rechtsextremismus sei überhaupt noch nicht absehbar: "Jetzt werden einige Leute im rechtsextremen Umfeld, darunter sicher auch Aktivisten der NPD, sehr nervös werden." NPD-Aktivisten halten Kontakte zu B&H geheim, um die Legalität der Partei nicht zu gefährden. Selbst Parteichef Udo Voigt trat aber schon vor ungarischen B&H-Anhängern auf. Nach Angaben der Daten-Antifa schafften es linksgerichtete Computer-Hacker "in einer aufwendig vorbereiteten Nacht- und Nebelaktion", den bislang streng abgeschirmten Server des Netzwerks von B&H zu entern, auf den sonst nur Mitglieder der Gruppierung mit einem Passwort Zugang haben. Nach einer vorläufigen Auswertung der 31 948 Datensätze sei klar, dass das Netzwerk nach wie vor auch von deutschen Neonazis genutzt wird. Katharina König vom Jenaer Aktionsbündnis gegen Rechts sagte der Frankfurter Rundschau, es gebe nun Beweise, dass B&H-Konzerte nach wie vor in Deutschland stattfänden und dass deutsche Rechtsextremisten sich an der Organisation solcher Konzerte im Ausland beteiligt hätten. Auch habe die Daten-Antifa sogenannte Red-Watch-Listen sichergestellt: Auf diesen Listen sammeln Neonazis Namen, Adressen und andere Informationen über ihre politischen Gegner. Die gesamten Datensätze, so König, hätten die Antifaschisten zwar auf illegalem Weg erworben. Aber sie sei sich sicher, "dass auch die Polizei ihre Schlüsse daraus ziehen wird". Man habe nun endlich Einblick in die Strukturen eines weltweit agierenden Neonazi-Verbundes. B&H war in den 80er Jahren unter anderem von Ian Stuart Donaldson gegründet worden. Das Netzwerk spann seine Fäden über ganz Europa und nutzte als Mittel zur Verbreitung neonazistischer Ideologie vor allem Musik. Im Lauf der Jahre gelang es den Organisatoren, eine dichte Vertriebsstruktur aufzubauen, in der auch deutsche Rechtsextremisten eine entscheidende Rolle spielten. Vor acht Jahren verbot das Bundesinnenministerium B&H jede Betätigung in Deutschland, der hiesige Ableger ließ sich davon aber offenkundig nicht beirren und setzte seine hetzerische Betätigung unter dem Namen "Division 28" fort. 28 steht für den zweiten und achten Buchstaben des Alphabets, also für B und H. Der "bewaffnete Arm" namens "Combat 18" wird in Verbindung zu illegalen Waffengeschäften gebracht. Günther Hoffmann vom Zentrum Demokratische Kultur sagte am Freitag, es habe in den letzten Jahren häufig Indizien gegeben, dass B&H weiter von Deutschland aus operiere. "Der Nachweis war allerdings sehr sehr schwer zu führen." Vor diesem Hintergrund sei der erfolgreiche Computer-Hack beinahe sensationell: "Es wäre natürlich ein absoluter Schlag gegen die organisierte rechte Szene, wenn jetzt die Weiter-Existenz der deutschen Blood and Honour-Division nachgewiesen würde." Insofern seien vor allem die sichergestellten 500 Datensätze aus Deutschland von besonderem Interesse, so Hoffmann: Könne Teilen der Nutzer eine Mitgliedschaft zweifelsfrei nachgewiesen werden, werde das womöglich erhebliche strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. So könnten unter Umständen in braun unterwanderten Ländern wie Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen, aber auch andernorts, nun ganze rechtsextremistische Strukturen bloßgelegt werden. Experten rechneten am Freitag allerdings damit, dass die komplette Auswertung der gut 30 000 Datensätze noch Wochen dauern könnte. Die Hacker machten fette Beute. Computerexperten haben streng gesicherte Datensätze von 32.000 Neonazis des rechtsextremistischen Netzwerks Blood and Honour gekapert und frei zugänglich ins Internet gestellt. Nun interessiert sich der Thüringer Verfassungsschutz für die Daten. Frankfurt am Main - Gerd Lang, Sprecher des Thüringer Verfassungsschutzes, sagte dem Sender MDR 1 Radio, seine Behörde sei an den Ergebnissen der Aktion von Neonazi-Gegnern "interessiert". Computer-Hacker hatten sich Zugang zu dem Internet-Forum der in Deutschland verbotenen Neonazi-Gruppierung Blood and Honour verschafft und rund 32.000 Daten gesichert. Angeblich stehe damit fest, dass die seit September 2000 verbotene Vereinigung in Deutschland weiterhin aktiv sei. "Sollten sich die Einschätzungen bewahrheiten, wären die Daten von großem Interesse, um Strukturen aufzuhellen", sagte Lang. Es könne auch strafrechtlich relevant sein, wenn jemand in Gruppen aktiv sei, die verboten sind. Als Beweis könnten die Daten allerdings nicht gelten, da sie illegal beschafft wurden. Für die Spezialisten in seinem Haus dürfte es unabhängig davon kein Problem sein, an die Daten heranzukommen. Samstagmittag waren sie noch frei verfügbar im Netz zum Download bereit. Einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" zufolge hatten linksgerichtete Computer-Hacker den bisher streng abgeschirmten Server des Netzwerks geentert, auf den sonst nur Mitglieder der Gruppierung mit einem Passwort Zugang hätten. Unter den von der sogenannten Daten-Antifa kopierten Neonazi-Daten seien rund 500 aus Deutschland. Die international aktive Skinhead-Organisation Blood and Honour (Blut und Ehre) hat sich zum Ziel gesetzt, die nationalsozialistische Ideologie zu verbreiten. Vor allem über Musik und Magazine will die Bewegung neonazistische Gedanken an Jugendliche weitergeben. Blood and Honour hat den Ruf, dass zur ihr die "Härtesten" der rechten Szene gehören. Die Bewegung wurde in Großbritannien unter anderem von dem Sänger der Neonazi-Band "Skrewdriver" Ian Stuart Donaldson gegründet, der 1993 bei einem Autounfall ums Leben kam.
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