| Saarfürst
Peter Müllers letztes Fünklein Hoffnung
Saar CDU setzt auf Wahltricksereien –
Panik vor dem Wählervotum
Von Claude Michael Jung
Die Entscheidung des saarländischen Ministerpräsidenten Peter
Müller (CDU), die
Landtagswahlen im Saarland auf den 30. August 2009 zu verlegen und somit
die
Saarländerinnen und Saarländer innerhalb von vier Monaten gleich
dreimal wählen zu
lassen, zeigt überdeutlich die Panikstimmung innerhalb der Saar-CDU.
Millionen an
Steuergeldern sollen verschwendet werden, zum fragwürdigen Wohl der
CDU im Land.
Das Saarland wählt, wann dies der CDU zum Vorteil gereichen könnte
und nicht wie es
billiger und vor allem praktikabel wäre, den Urnengang gemeinsam
mit der Kommunal
und Europawahl, oder mit der Bundestagswahl im Herbst zusammen statt finden
zu
lassen. Der Souverain zieht bereits im Vorfeld der Wahl die Arschkarte,
zahlt er vor
allem für einen nicht mehr existierenden Hoffnungsschimmer einer
abgewirtschafteten
Landesregierung. Diese erhofft sich durch den Wahltermin Ende August 2008
den
Vorteil, durch eine hohe Wahlbeteiligung vor allem den Rivalen DIE LINKE
aber auch
die SPD entscheidend hinter sich zu lassen.
Müllers Argument, ein Zusammenlegen der Saar Landtagswahl mit Sachsen
und Thüringen
sei sinnvoll, ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten.
Wo dabei der Sinn zu
suchen ist, wird Müllers Geheimnis bleiben. Auch Müllers Ankündigung,
einen
gnadenlosen Lagerwahlkampf gegen DIE LINKE veranstalten zu wollen, zeigt
die
Torschlusspanik, in der sich die saarländische CDU befindet mehr
als deutlich auf.
Die Parole „Freiheit statt Sozialismus“ wird im Saarland nicht
mehr ziehen.
Ebensowenig das Gewäsch, falls Lafontaines Kommunisten an die Regierung
kämen, würde
die Industrie das Land verlassen.
Gerade Oskar Lafontaine und seiner damaligen SPD Landesregierung hat
das Saarland
seine heutigen Schlüsselindustrien zu verdanken. Das wissen die Saarländerinnen
und
Saarländer. Sie wissen aber auch, dass Müllers Landesregierung
sich auf diesen
Lorbeeren zehn Jahre lang ausgeruht hat und rein nichts unternommen hat,
das Land
weiter voran zu bringen. Protzen können Peter Müller und seine
Komparsen lediglich
damit, stillgelegte Eisenbahnstrecken asphaltiert und diese zu Fahrradwegen
umgewandelt zu haben.
Eine Unbekannte ist allerdings noch in Müllers Wahltheater, nämlich
die Fortsetzung
seiner Selbstherrlichkeit über das Wahljahr 2009 hinaus, mit Hilfe
der SPD retten zu
können. Die Ankündigung von Sozenchef Heiko Maas, nicht in eine
Koalition unter
Oskar Lafontaine eintreten zu wollen, lässt vermuten, dass sich die
gefledderte SPD
im Saarland auch unter die Fittiche Müllers begeben könnte.
Es wird dann wohl
heißen: „Wir beugen uns dem Wählerwillen“
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