| Bundeswehr
mal wieder in alter Wehrmachtstradition - NS-Fallschirmjägerlied
„Rot
scheint die Sonne“ bei Militärparade im saarländischen
Saarlouis abgesungen
Saarlouis (sk) - Die Speerspitze der Bundeswehr,
wie sich die Saarlandbrigade
martialisch selbst bezeichnet, feierte am letzten Wochenende ihr 50-jähriges
Bestehen. In alter Wehrmachtstradition wurde der Brigade durch die Bundeswehrführung
eine eigene Fahne überreicht und das NS-Fallschirmjägerlied
„Rot scheint die Sonne“
gesungen.
Mit einer Militärparade unter Waffen demonstrierte
man die neue alte kriegerische
Fratze deutscher Landser, nicht umsonst ist man stolz auf die Wehrmachtstradition.
Vor diesem Hintergrund ist es völlig verantwortungslos, in welchem
Maße sich die
Stadt Saarlouis für ein solch makaberes Schauspiel vereinnahmen lässt.
Brigadegeneral Bescht sagte in seiner Ansprache,
man sei stolz auf die enge
Verbundenheit mit dem Saarland. In Saarlouis stehe die Bevölkerung
„wie ein Mann“
hinter der Brigade, so der Kommandeur.
Dass dem nicht so ist, bewiesen Friedensaktivisten,
in dem sie während der
Militärparade mit Grabkerzen und Transparenten auf die mörderischen
Konsequenzen von
Kriegseinsätzen für die Soldaten selbst und für die Zivilbevölkerung
hinwiesen –
gerade in diesen Tagen wurden mehrere Dutzend Menschen in Afghanistan
durch
amerikanische Bombeneinsätze getötet.
Das FriedensNetz Saar protestiert gegen die Behinderung dieser spontanen
Aktion
durch die Polizei. Gefordert wird eine Entschuldigung der verantwortlichen
Behörde
bei den Betroffenen sowie die nachhaltige Löschung aller erhobenen
persönlichen
Daten und eventueller Film- und Fotoaufnahmen.
Am nächsten Sonntag, 31.08.08 veranstaltet das FriedensNetz ein
Erstes
Internationales Friedensforum in Saarlouis, an dem Friedensaktivisten
aus der
Saar-Lor-Lux-Region ihre Forderungen nach einem Ende von Kriegseinsätzen
und
fortschreitender Militarisierung bekräftigen werden. Die Veranstaltung
findet ab 14
Uhr im Ev. Gemeindezentrum, Kaiser-Friedrich-Ring 46, statt.
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