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Stadtzeitung Saarbrücken

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Steinschlag statt Theaterdonner - Schildbürgerstreich im Saarbrücker Stadtteil Burbach

Sandsteinwand bröckelt am heftigsten hinter der Bühne am Burbacher Markt

Saarbrücken (sk) - „Es klinkt wie ein moderner Schildbürgerstreich, wenn die
Stadtverwaltung ihre Planungen zur Sicherung der freigelegten Sandsteinmauer am
Burbacher Markt vorträgt.“ Mit dieser ironischen Bemerkung kommentiert DIE LINKE.
Bezirk Saarbrücken-West das fortgesetzte Schauspiel um die bröckelnde Wand und die
etwas gequält vorgetragenen Sicherungsbemühungen.

Die Stadtverwaltung habe in der letzten Sitzung des Bezirksrat-West in Burbach
erneut ihre Unkenntnis und ihre mangelnde Sorgfalt im Umgang mit der Sandsteinwand
unfreiwillig darlegen müssen.

So bröckele die Wand ausgerechnet in dem Bereich am stärksten, vor der die Bühne
(ohne Dach) installiert wurde und am ehesten mit Beeinträchtigungen der Nutzerinnen
und Nutzer durch Steinschlag gerechnet werden müsse. Jetzt, so die Stadtverwaltung,
solle im Bereich von der Bühne bis zum Bunker eine Absperrung errichtet werden, die
bis zu 3,50 Meter von der Wand entfernt sei. Dies bedeute, dass in diesem Bereich
eine nicht unwesentliche Nutzfläche verloren gehe. Im unmittelbaren Bereich der
Bühne solle mit Drahtgeflechten ein Herabregnen von Steinen vermieden werden. Dabei,
so DIE LINKE, dürfe der von der Stadt gepriesene optische Vorteil zumindest
teilweise verloren gehen.

An diesem Beispiel zeige sich, dass Sorgfalt vor Schnelligkeit gehe und dass nicht
jede kreative Idee auch wirklich vernünftig sei. Dass im Bezirksrat die Fraktionen
von CDU und SPD diesen Plänen zugestimmt hätten, spreche auch nicht unbedingt für
die Kompetenz der offensichtlich überforderten Volksvertreter.

Bild: Es bröckelt auf die Bühne am Burbacher Markt
Foto; LINKE Saarbrücken-West